Selbständig, KFZ-Kauf von der Steuer absetzen?

5 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

zu 1) auch ein Kauf von privat ist möglich - es muß nur eine Rechnung vorhanden sein; das Fahrzeug kann privat gekauft werden und in das Betriebsvermögen eingelegt werden oder direkt vom Geschäftskonto bezahlt werden.

zu 2) Wenn das Fahrzeug nicht privat genutzt wird, muß ein Fahrtenbuch geführt werden; ansonsten ist zur Besteuerung einer Privatnutzung die 1%-Regelung + 0,03%-regelung für Fahrten von zu Hause in das Unternehmen anzuwenden (Berechnung aber nicht vom Kaufpreis sondern vom Preis zum Zeitpunkt der Erstzulassung inkl. Umsatzsteuer).

Das Fahrtenbuch muß den geforderten Kriterien der Finanzämter genügen - eine Excelliste wird nicht akzeptiert.

Zur Abschreibung gebraucht gekaufter Fahrzeuge siehe Link (insbesondere die Tabelle):

https://www.zervant.com/de/blog/abschreibung-eines-gebrauchten-firmenwagensanleitung-mit-beispiel/

Ansonsten wird der Steuerberater Dich entsprechend noch informieren.

Du musst die Steuer ausweisen können und das Bedarf einen Kauf über einen Händler. Über einen Privatkauf wird das nichts.

Das zweite ist die Notwendigkeit des KFZ, diese musst du bei Nachfrage vorlegen können.

Wenn du ein KFZ über die Steuer geltend machen möchtest solltest du dir statt über einen Kauf nachzudenken das Thema Leasing mal genauer ansehen, das dürfte weitaus Attraktiver für dich sein als dir ein KFZ direkt zu kaufen.

Den Rest klärst du dann am einfachsten mit deinem Steuerberater, er hat die Notwendigen Informationen von dir um dir auch entsprechende Auskünfte geben zu können.

"Das zweite ist die Notwendigkeit des KFZ, diese musst du bei Nachfrage vorlegen können."

Sorry, aber so pauschal ist das einfach nur grober Unfug. Auch wenn der TE sich im online Marketing selbständig machen will, wird aus meiner Sicht kein FA anzweifeln, OB er ein Firmenfahrzeug benötigt. Was angezweifelt werden könnte: WELCHES er benötigt. Als Idee: ein Handwerker wird kaum die Kosten eines Ferrari als Betriebsausgabe absetzen können. Wenn er jedoch nachweisen könnte, dass er in einer Branche tätig ist, in der er zu seinen extrem gut betuchten Kunden mit eben diesem Renner fahren muss, um dort Aufträge zu erhalten und auch sein Unternehmen zu repräsentieren, dann sähe es anders aus.

In einem weiten Rahmen bin ich als Unternehmer frei in der Wahl meiner Fahrzeuge. Es muss plausibel erscheinen.

Die Konstellation des TE sieht auf den ersten Blick etwas eigenwillig aus, aber wenn dem FA bei einer Prüfung ordentlich nachgewiesen werden kann, dass es eine strikte Trennung der Nutzung der beiden Fahrzeuge gibt, sehe ich zunächst kein Problem.

Oder habe ich dich falsch verstanden?

"Du musst die Steuer ausweisen können und das Bedarf einen Kauf über einen Händler. Über einen Privatkauf wird das nichts."

Das "muss" verstehe ich auch nicht. Auch ein Unternehmer kann von privat ein KFZ kaufen. Er kann nur nicht die Vorsteuer ziehen. So what?

@SirKermit

Genau deswegen frage ich ja wegen dieser eigenwilligen Konstellation. Das Auto ist gleichzeitig Werbung ( Mit Folie würde es foliert werden mit Werbung) und ein Fahrtenbuch würde ich ja auch immer führen das heißt das Amt sieht ganz genau ob ich das vllt. auch mal anders genutzt habe. Allerdings weiß ich bei dem Auto halt wie es benutzt wurde und gepflegt wurde und da mein Freund ein neues kaufen möchte bietet es sich halt an

Du musst die Steuer ausweisen können und das Bedarf einen Kauf über einen Händler. Über einen Privatkauf wird das nichts.

Das betrifft die Umsatzsteuer. Wenn der Verkäufer kein Unternehmer ist, kann er keine Umsatzsteuer ausweisen und der Fragesteller kann dann logischerweise auch keine Vorsteuer abziehen.

Er kann aber die AfA für das Kfz als Betriebsausgaben bei der Einkommensteuer geltend machen.

@PatrickLassan

Also ist meine Rechnung mit den Beispielsweise 380€ im Monat als Betriebsausgabe so anwendbar, theoretisch wenn das Finanzamt sagt mit den Auto passt das?

Die Notwendigkeit eines Firmenwagens wenn du im OnlineMarketing tätig bist, dürfte nicht einfach sein zu erklären....

Die meisten OnlineMarketer haben eh nur diesen "Kleinstgewerbeschein" (Sorry, kenn die richtige Bezeichnung nicht) wo nur minimale Steuern gezahlt werden. Und wenn man wenig Steuern zahlt, bekommt man auch kaum etwas erstattet....

ich drück dir aber die Daumen, dass es klappt

Die meisten OnlineMarketer haben eh nur diesen "Kleinstgewerbeschein"

Einen Kleinst- oder Kleingewerbeschein gibt es nicht.

Möglicherweise meinst du die Kleinunternehmerregelung bei der Umsatzsteuer.

@PatrickLassan

Deswegen habe ich es in ""... ""   gesetzt.   :-)

vergiss das Auto deines Freundes, du kannst da gar nix absetzen; WENN nur die Mwst; die Mwst muss ausweisbar sein, ergo geht nur von einem Händler

Abschreibung ist wieder ne andere Sache; die AFA

du kannst da gar nix absetzen;  ... Abschreibung ist wieder ne andere Sache

Genau die zählt zu den Betriebsausgaben, somit kann man die 'absetzen', wie man umgangssprachlich sagt.

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