Selbst kündigen wegen Burnout, Sperre umgehen?

5 Antworten

Ich persönlich würde das in so einem Fall ganz einfach machen. Du willst gehen und die Geschäftsführung droht den Ma´s ständig mit Kündigung. Was besseres könnte dir in dem Fall ja gar nicht passieren. Entweder provozieren und angrinsen bis sie dir die Kündigung tatsächlich auf den Tisch legen oder krank schreiben lassen. Natürlich ist der Verlust des Arbeitsplatzes auch mit einer privaten Lebensumstellung verbunden aber sich vom Arbeitgeber kaputt machen zu lassen ist im Leben auch kein Ziel. Von dir aus solltest du auf keinen Fall kündigen denn das wird in jedem Fall eine Sperre mit sich ziehen. Von einem Facharzt kannst du dich bei Bedarf auch über Monate krank schreiben lassen. Vermutlich kann ich es schwer nachvollziehen weil ich nicht in dieser Situation bin dennoch kann ich es nicht verstehen wie ein erwachsener Mensch so mit sich reden lassen kann ohne Grenzen auf zu zeigen.

Vielen dank für die Antwort. Das Problem ist dass mich der Chef nicht freiwillig kündigen wird. Wie gesagt ich arbeite schon über 10 Jahre in der Firma, er müsste mir über 30.000 E Abfindung zahlen. Das macht er nicht freiwillig. Er mobbt die leute lieber bis sie dann von sich kündigen. Innerhalb der 10 Jahre hat er schon über 30 Kollegen so rausgemobbt. Zwischen ein paar Wochen bis max. 1.5 Jahre haben es diese im Schnitt durchgehalten. Mein Abteilungsleiter hat jetzt nach 8 Monaten gekündigt und wenn er uns im Dezember verlässt dann weiß ich dass ich alles doppelt und dreifach es jeden Tag abbekommen werde. Das werde ich nicht nochmal durchhalten also hab ich nur diesen Ausweg. ...selbst kündigen! Ich werde zu der Psychologin gehen bei der ich schon vor 2 Jahren in Behandlung war. Schon damals hat sie mir angeboten ein Attest zu schreiben..das werd ich jetzt annehmen....komme was wolle es kann nur besser werden.

Hallo,

wenn Du selber kündigst, wirst Du die Sperre bekommen. Ich glaube kaum, dass ein ärztliches Attest dies verhindert. Dazu sind Ärzte zu leicht bereit, alles mögliche zu attestieren.

Ich würde mir einen neuen Job suchen, den bekommt man nämlich leichter, wenn man sich aus ungekündigter Anstellung bewirbt, als wenn man arbeitslos ist. Außerdem wird Dich die Situation in der Firma weniger stören, wenn Du weißt, dass Du auch woanders hin kannst.

Gruß

dervagabund

Das ist nicht ganz richtig! Sehr wohl wird ein Arzt ein Attest vorlegen wenn jemand unter Burnout (Deppressionen) leidet und womöglich auch Medikamente diesbezüglich nehmen muss. Wenn das alles Plausibel ist ... warum sollte das nicht so sein?!

erstmal ab zum Arzt und krankschreiben lassen.. erkläre ihm genua was los ist . Wenn du deinen Doc auf deiner Seite hast hilft er dir auch mit evtl. folgenden Attesten und so..

lass dich einfach länger krank schreiben, vielleicht hats du Glück und bekommst dann die Kündigung.. ansonsten lass dich erst krank schreiebn und geh dann aufs Arbeitsamt und frage welche Möglichkeiten du hast.

Wenn du jetzt viele Jahre gearbeitet hast hast du wahrscheinlich auch ein paar Rücklagen um zumindest 3 monate zu überbrücken ? oder? also ich mein soviel um zumindest über die Runden zu kommen hat man ja..

wird den MA ständig mit Kündigung gedroht

Schau doch mal, obs der AG ernst meint. Mach nur noch Dienst nach Vorschrift. Geh jeden Tag extrem pünktlich nach Hause. Wehre dich gegen einen unangemessenen Ton. Poche auf deine Rechte als AN. Wenn du eh da raus willst, brauchst du auf nichts Rücksicht nehmen - soll dir doch der AG kündigen.

Noch besser ist es natürlich, wenn du dir einen neuen Job suchst. Sobald du einen Vertrag hast, kannst du kündiguen und dir für die restlichen Tage "frei nehmen"

Dieser Weg hat sogar einen doppelten Vorteil. Was kann im günstigsten Fall passieren? Der Stresspegel sinkt und du fühlst dich besser durch den Dienst nach Vorschrift. Im ungünstigsten Fall wirst du gekündigt, hast keine Sperre und kannst dich direkt beim Arbeitsamt melden :-).

Wenn du einen Aufhebungsvertrag mit deinem Arbeitgeber abschliesst, aus dem hervorgeht, dass du aus gesundheitlichen Gründen aus dem Arbeitsverhältnis ausscheiden möchtest und dies auch der Arbeitgeber und ein Arzt (auf Formular des Arbeitsamtes) bestätigt, fällt keine Sperrfrist an.

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