Schwere Körperverletzung!Wie viel Geld bekomme ich?

4 Antworten

Geh zum Anwalt, der rechnet es dir aus. Auf alle Fälle bekommst du Schadenersatz, also die Kosten werden dir erstattet. Die Gerichts- und Anwaltskosten werden mit Sicherheit dem Verursacher auch aufgedrückt. (Hoffentlich kann er zahlen!) Wie viel an Schmerzensgeld rauskommt, legt das Gericht fest. ABER bedenke - wir sind nicht in Amerika. Du wirst also nicht reich.

Die Höhe des Schmerzensgeldes kann dir nur ein Anwalt ausrechnen. Dafür gibt es Tabellen. Alternativ kannst du mal 5000€ ansetzen, vielleicht gibt es die Hälfte.

Hallo Indora65,

die Person muss zwar sicher mit einem Strafverfahren rechnen, aber nicht wegen schwerer Körperverletzung, sondern allenfalls wegen gefährlicher oder sogar nur (einfacher) Körperverletzung.

Aber das spielt für die Schmerzensgeldforderung keine oder zumindest nur eine untergeordnete Rolle.

Die Person die Dich so zugerichtet hat ist Dir gegenüber aller Wahrscheinlichkeit nach Schadensersatzpflichtig.

Den Schadensersatz macht man in der Regel mit Hilfe eines Rechtsanwaltes geltend und hat nichts mit dem Strafverfahren zu tun.

Der Rechtsanwalt wird Dir auch genau sagen können, in welcher Höhe Dir Schmerzensgeld zusteht.

Das Problem an der Sache ist nur das, dass wenn der Täter ein Einkommen unter 1.049,99 Euro pro Monat hat, hast Du so gut wie keine Chance an Dein Geld zu kommen. Zwar kannst Du Dir dann einen Titel holen und 30 Jahre lang versuchen Dein Geld zu bekommen.

Das nächste Problem ist, dass wenn der Täter unter den 1.049,99 Euro pro Monat verdient wirst Du nicht nur kein Schmerzensgeld von ihm bekommen, sondern zahlst zusätzlich noch die Rechtsanwaltskosten.

Aber vielleicht hast Du ja glück und der Täter gehört zu denen die recht gut verdienen, dann hast Du gute Chancen ein Schmerzensgeld in drei- bis vierstelliger Höhe von ihm bekommen.

Schöne Grüße
TheGrow

Alles richtig, allerdings gelten bei Forderungen aus vorsätzlich begangener unerlaubter Handlung nicht die regulären Pfändungsgrenzen, sondern es wird vom Gericht (auf Antrag) eine Pfändungsfreigrenze festgesetzt, ähnlich wie der bei Unterhaltspfändungen. Somit ist in den meisten Fällen etwas zu holen.

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