Schwerbehinderung im Vorstellungsgespräch erwähnen

5 Antworten

Du solltest das nicht man Anfang und nicht am Schluss des Bewerbungsgespräch angeben, meist ergibt sich während des Bewerbungsgespräch die Möglichkeit seine Behinderung zu thematisieren. In deinem Fall ist es keine gute Idee die Behinderung komplett zu verschweigen den spätestens wenn du eine Krankheitsschub bekommst kommen die Frage.

Wir haben das Thema diese Woche in der Fachschule gehabt: nein, die Schwerbhinderung gehört nicht in die schriftliche Bewerbung. erst wenn du zum Gespräch eingeladen wirst, und sollst dort evt den Personalbogen dann ausfüllen, weil sie dich nehmen wollen, oder überhaupt das Gespräch gut verlaufen ist, und sie dir sagen, ja du bist in der engeren Auswahl oder sogar sie nehmen dich, dann ist der Zeitpunkt zu sagen: ich wollte ihnen noch mitteilen, dass ich schwerbehindert bin.... Vorher nicht!!!! Alles Gute!!! mfg

Soweit ich weiss muss man das nur wenn man einen Schwerbehinderten Ausweis hat.. Aus diesem Grunde hatte meine Tochter keinen beantragt...damit sie nichts sagen muss bei der Einstellung...Aber ist schon paar Jahre her...vielleicht hat sich was geändert

So ganz stimmt das nicht, natürlich muss ich beim Vorstellungsgespräche Tatbestände nennen die die Arbeitsleistung oder Arbeitssicherheit beeinträchtigen, da ist es dann auch egal ob ich einen Schwerbehindertenausweis hat oder nicht, den das Vorliegen einer solchen hängt nicht vom Ausweis ab. Es kann auch dumm sein keine Schwerbehindertenausweis zu beantragen insbesondere wenn man massive Einschränkungen hat.

aber im blödesten Fall kann es vorkommen, dass ich irgendwann wieder einen Krankheitsschub habe, der mich ein paar Wochen außer Gefecht setzt

Natürlich hast du recht, dass eine Erwähnung deiner Schwerbehinderung für beide Seiten fair wäre, aber möglicherweise auch aus versicherungstechnischen Gründen. Das hättest du meiner Ansicht nach aber schon in deinem Bewerbungsschreiben tun sollen. Okay, hast du nicht, kannst du auch nicht ändern. Nun solltest du dich bemühen, deine Behinderung im Verlauf des Gespräches einzuflechten und dass dich diese in deiner Arbeitsleistung keineswegs beeinträchtigt. Aber eine Standardfloskel dafür wird dir kaum jemand geben können.

Im Bewerbungsschreiben sollte man eine Behinderung nur angeben wenn sie von Vorteil ist nicht umsonst steckt in Bewerbung auch das Wörtchen Werbung. Würdest du auch andere für deinen Anstellung eher nachteilige Tatbestände erwähnen? Ich denke eher nicht, aber von einem Menschen mit Behinderung wird genau das oft erwartet. Ich habe es bei meine Bewerbungen immer so gehandhabt das ich die Behinderung beim Bewerbungsgespräch thematisiert habe wenn ich sie nicht in der Bewerbung erwähnt haben. Es passiert nämlich leider öfter, auch wenn das keiner zu gibt, das Bewerbungen von Menschen mit Behinderung sofort bei den Absagen landen. Bei einem Bewerbungsgespräch habe ich zumindest die Chance das vorliegen einer Behinderung ins richtige Licht zu setzen. So haben viele Arbeitgeber die meist unbegründete Angst das sie eine Menschen mit Behinderung fast nicht kündigen können und da kann es durchaus hilfreich sein wenn man denen dann kurz erklärt das dem nicht so ist.

@Anton96

Ich erwähne meine Schwerbehinderung grundsätzlich im Bewerbungsschreiben. Es kommt nämlich auch gar nicht so gut an, wenn davon erst im Vorstellungsgespräch gesprochen wird. Das erweckt, so mein Chef, den Eindruck, als wolle man nun doch die "Vorteile" einer Schwerbehinderung nutzen. Entweder ist man schwerbehindert oder nicht. Das sind die Worte meines Chefs.

@StupidGirl

Wir haben da wohl verschiedene Erfahrungen gemacht ich hatte wenn ich in schon im Bewerbungsschreiben meine Behinderung genannt hatte immer so eine Absagen von um die 95% was ich schon für auffällig halte Insbesondere wenn die Quote der Absagen bei nicht Nennung der Behinderung um die 60% lag. Die Zahlen gelten für die Stellen bei denen nicht explizit erwähnt wurde das Behinderte bei gleicher Eignung bevorzugt eingestellt werden. Ich hatte wenn ich die Behinderung im Bewerbungsschreiben auch Begegnungen der dritten Art da bekommt man dann knallhart gesagt das man Menschen mit Behinderung nicht einstellt es gab dann aber auch die Arbeitgeber die selbst als ich meine Behinderung erst im Bewerbungsgespräch erwähnt hatte nicht abgeneigt waren mich in zu stellen insbesondere weil ich in den Gesprächen klar stellen konnte das es mit den Vorteilen der Behinderung nicht weit her ist, so ist es ohne große Probleme Möglich eine Menschen mit Behinderung zu kündigen solange der Kündigungsgrund nicht die Behinderung ist. Es kommt natürlich auch auf den Bereich an in dem man Arbeiten möchte.

Vielleicht wird man dich bitten etwas über dich zu erzählen, dann kannst du das ja ansprechen. Falls man dich nicht fragt, dann sag es zum Schluss, da wird ja immer gefragt, ob man noch Fragen oder Anmerkungen hat.

Wie kann mir deutsche Rentenversicherung weiterhelfen?

Guten Morgen zusammen, ich bin seit eine weile am überlegen, wie es mit mir im Bezug zu Arbeit weitergehen soll.

Bin schon viele Arbeitgeber durchgewandert, die letzten waren nur noch befristet über Zeitarbeitsfirmen gewesen.

Ich bin von Beruf gelernter Industriemechaniker und habe eine Handicap GdB 100 mit Merkzeichen G und B. Aber heißt nicht das ich in einer Rollstuhl anngewiesen bin. Habe Epilepsie medikamentös eingestellt und spastische Hemipares rechts. Das heißt kleine Lähmung an meine rechten Hand mit Grobmotorik.

Den letzten Arbeitsvertrag hat die ZAF bei einem guten Automobilzulieferer während der Probezeit fristlos gekündigt, weil ich keine Nachtschicht machen kann.

Diese Idioten suchen sich nur noch Leute, die Tag und Nacht sowie 4 Schichtsystem arbeiten. Da bringt auch eine Ausbildung dich nicht mehr weiter, das ist Vergangenheit.

Nun habe ich alles probiert und mir fällt nichts mehr auf, wo ich noch mit eingestellter epilepsie arbeiten kann, viele Arbeitgeber halten sich zurück.

In meinem gelernten Metallberuf sind viele Stellen auch in 3 Schichtsystem.

Auch im Jahre 2015 hatte ich einen epileptischen Anfall bei einer Kundenfirma von Zeitarbeitsfirma bekommen. Der Auslöser war einfach, dass ich mit der Arbeit als CNC-Einrichter nicht zurecht gekommen bin und immer sehr vorsichtig und langsam einrichten vorgegangen bin und musste öfter eine Hilfe holen.

Nach diesem Unfall war ich auch bis 9 Monate krankgeschrieben und habe Krankengeld bezogen.

Danach habe ich einen Antrag auf ,,Teilhabe im Arbeitsleben" bei der deutschen Rentenversicherung beantragt. Über eine Umschulung im Bereich Technischer Zeicher oder Systemplaner zu machen. Leider waren meine Leistungen nicht sehr ausreichend für diese Umschulung und musste mich für eine 4 monatige Qualifizierungsmaßnahme zur CAD-Fachkraft zufrieden geben, die mich aber überhaupt nicht weitergebracht hat.

Schreibe auch viele Bewerbungen einfach so raus. Mit der Hoffnung, dass es doch mal klappt.

Jetzt zu meinen Fragen: Habe ich noch weitere Möglichkeiten gegen die deutsche Rentenversicherung im Bezug zu einem angepassten Arbeitsplatz? Welche Unterstützungen müssen die mir anbieten?

Oder soll ich mir langsam Gedanken über meine Erwerberminderungsrente machen? Das würden die mir auch nicht geben und einen Arbeitsplatz finde ich auch nicht leicht. Ich möchte arbeiten und Gelb verdienen.

Entschuldigt mich über diese langen Text, aber ich musste dieses Problem mal los. Ich würde mich über eure Antworten freuen und vielen dank.

mfg

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