Schweigepflicht gebrochen?

4 Antworten

Eine Offenbarungsbefugnis kann sich für den Arzt auch aus gesetzlichen Offenbarungspflichten oder -rechten ergeben. 

Schließlich ergibt sich eine Offenbarungsbefugnis noch aus dem sog. Güterabwägungsprinzip. Nach dem sog. rechtfertigenden Notstand gem. § 34 StGB darf der Arzt immer dann ein Patientengeheimnis offenbaren, wenn das Interesse, das dem Straftatbestand der ärztlichen Schweigepflicht zu Grunde liegt, nämlich das Vertrauen des Patienten in die Verschwiegenheit seines Arztes, gegenüber einem anderen Rechtsinteresse geringerwertig ist. 

Beispiel: Der Arzt wendet sich gegen den Willen seines Patienten an die Straßenverkehrsbehörde, weil dieser als Kraftfahrer weiterhin am Straßenverkehr teilnimmt, obwohl er wegen einer bestehenden Erkrankung wie Epilepsie oder infolge von Medikamenteneinnahme sich und andere gefährdet. 

https://www.aerztekammer-bw.de/10aerzte/40merkblaetter/10merkblaetter/schweigepflicht.pdf

Hi, ich glaube, dass es erlaubt ist die Schweigepflicht zu brechen, wenn eine Straftat vorliegt in deinem Fall halt verbotene Substanzen nehmen. Es ist Straftbar und wen die Polizei es mitbekommt wird der Arzt auch Ärger bekommen und nicht nur du.

Hoffe konnte dir helfen

Lg ShyGuy78

wenn eine Straftat vorliegt in deinem Fall halt verbotene Substanzen nehmen.

Das ist keine Straftat.

@Artus01

Doch, wenn es illegaler/ übermäßiger Dr*genkonsum ist.

@Shyguy78

Es gibt keinen illegalen/übermässigen Drogenkonsum!

der Polizei erzählt das jemand eine bestimmte Substanz nehmt,

Die Polizei interssiert sowas nicht, denn das ist nicht verboten.

Vielmehr wird es hier wohl so sein das es um eine Zurückstellung der Strafvollstreckung nach § 35 BtmG (Therapie statt Strafe), oder eine Bewährungsauflage geht. In diesem Fall gilt die Schweigepflicht nicht, Denn eine solche Therapie wird nur genehmigt wenn der Verurteilte die Therapiestelle von der Schweigepflicht entbindet. Zudem wird es dann noch der Therapieeinrichtung zur Auflage gemacht derartige Verfehlungen der zuständigen Staatsanwaltschaft mitzuteilen.

Wenn der Patient sich selbst oder andere gefährdet, dann darf die Ärztin das der Polizei erzählen.

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