Schwedenofen austauschen, Kosten für Vermieter oder Mieter?

5 Antworten

Wenn der Ofen über den Mietvertrag mit angemietet wurde, dann ist wohl der Vermieter für die rechtmäßige Weiternutzung zuständig.

Eine Aufrüstung mit einem Filter ist nicht in jedem Fall möglich. Dies wäre aber beim Ofenhersteller in Erfahrung zu bringen. Die sicherste Variante ist die Anschaffung eines neuen Ofens, der die Anforderungen der 1. Bundesimmissionsschutzverordnung, Stufe 2 erfüllt. Hört sich kompliziert an, aber die meisten seriösen Händler in Deutschland bieten gar keine anderen Öfen an. Kleiner Tipp: Im Vorfeld sollte man schon mal den Schornsteinfeger hinzuziehen, da er die neue Feuerstätte vor Inbetriebnahme begutachten muss. So lassen sich Fehlkäufe vermeiden.

Woher ich das weiß:Berufserfahrung

Wenn du die Wohnung so vermietest bist du als Vermieter dafür verantwortlich das der auch nach 2020 noch betrieben werden darf, bzw das der entsprechend ausgetauscht wird.

Es sei denn du vermietest ausdrücklich ohne den Ofen und verkaufst den für ein paar Euro an den Mieter. Dann wäre es Sache des Mieters ob er den erneuert oder nicht.

Bei der Vermietung musst Du von Anfang an angeben, dass der Schwedenofen nicht im Mietpreis enthalten ist, da er spätestens 31.12.2020 außer Betrieb genommen werden muss.

Du kannst dem Mieter anbieten, dass er ihn bis dahin noch nutzt, aber sämtliche Kosten trägt, die durch diesen Ofen (Kaminkehren, Prüfung etc.) anfallen. Will er das nicht, baust Du ihn direkt aus.

Somit vermeidest Du eine Mietminderung, wenn der Ofen plötzlich nicht mehr da ist.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Na wer wohl? Du als Vermieter natürlich.

Gemäß BGB § 535 bist Du zuständig die Mietsache in vertraglich vereinbarten Zustand zu erhalten bzw. in diesen zu versetzen wenn nötig.

Ist der Schwedenofen bei Mietbeginn vorhanden und der Schorni sperrt den ende 2010 mußt Du wieder einen Schwedenofen dem Mieter hinstellen.

Wo ist das Problem den Ofen jetzt schon mit einem Filter zu versehen?

Na wer wohl? Du als Vermieter natürlich.

Ganz und gar nicht. Ohne weiteres besteht jetzt die Möglichkeit, mit dem Vermieter eine Vereinbarung über die Kostenübernahme zu treffen, wenn der Ofen auch nach 2020 wärmen soll. Ggf. könnte man den Ofen auch entfernen und der Vermieter kauft sich selber einen.

Wo ist das Problem den Ofen jetzt schon mit einem Filter zu versehen?

Kosten? Möglichkeiten? Vielleicht gibt es für den Ofen gar keinen Filter.

Diese (Instandhaltungs-)Kosten trägt eindeutig der Vermieter. Weshalb bitte schön sollten derlei Kosten auf den Mieter abgewälzt werden können. Der Mieter hat Anspruch auf eine funktionierende Heizung.

Gas-Zentralheizung hat er ja, der Ofen wurde nur als "Zusatz" genutzt

@man2fast

Diese Zusatzheizung gehört dann zur Wohnung und muss auch instandgehalten werden - oder aber Du nimmst sie raus.

könnte man vertraglich festhalten dass wenn der ofen nach 2020 betrieben werden möche der vermieter nicht mehr dafür sorge zu tragen hat?

@man2fast

Wäre ich hier potentieller Mieter - würde ich einen solchen Passus gewiss nicht unterschreiben.

@wilees

dann bekommst du die wohnung nicht, tüss, war schön mit dir, 20 andere wollen gerne

mein kollege aus münchen sagt immer

"wenn der vermieter will, dass du nackt vor ihm tanzt, solltest du das tun"

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