Schwarzfahren Mahnung?

5 Antworten

Die 60 Euro, die du zahlen musstest, sind kein "Bußgeld", sondern ein sogenanntes erhöhtes Beförderungsgeld, das nicht von Seiten des Staates, sondern vom Verkehrsunternehmen erhoben wird.

Es kann durchaus sein - gerade in Wiederholungsfalle oder wenn jemand das erhöhte Beförderungsgeld nicht zahlt - dass das Verkehrsunternehmen darüber hinaus Strafanzeige / Strafantrag bei der Polizei stellt und damit noch strafrechtliche Ermittlungen auf dich zukommen.

Du solltest jetzt am besten Folgendes tun:

Schau zunächst nach, ob du das Geld wirklich auf das richtige Konto überwiesen hast. Das geht entweder online (falls du Online-Banking nutzt) oder eben über deine Kontoauszüge, die du hoffentlich aufbewahrt hast. Ansonsten solltest du zu deiner Bank fahren und dir die Kontoauszüge nochmals geben lassen.

Sofern alles stimmt, solltest du dich mit dem Ansprechpartner, der auf dem Brief genannt ist, in Verbindung setzen und die Sache klären. Zur Not kannst du demjenigen dann ja die Kontoauszüge zukommen lassen, aus denen sich ergibt, dass du den Betrag überwiesen hast.

Stimmen die Daten dagegen nicht überein (weil du dich zum Beispiel bei der IBAN vertan hast), dann solltest du dich ebenfalls mit dem Ansprechpartner in Verbindung setzen, ihm deinen Fehler erläutern und das Geld möglichst bald nochmals überweisen. Natürlich solltest du dich dann auch mit deiner Bank in Verbindung setzen und klären, wie du an das fälschlicherweise gezahlte Geld wieder kommst.

Hey ich wurde vor einer zeit beim schwarzfahren erwischt und habe das Bußgeld dann überwiesen.

Was Du überwiesen hast ist kein Bussgeld, sondern ein erhöhtes Beförderungsentgelt. Eine Anzeige wegen Erschleichen von Leistungen kann es durchaus trotzdem geben.

ich habe jetzt aber nach 4 Monaten einen brief bekommen wo ich es angeblich nicht bezahlt haben soll wie soll ich jetzt am besten reagieren?

Kontoauszug, auf dem ersichtlich ist, das Du die Zahlung geleistet hast, kopieren, alle nicht relevante Daten ausschwärzen und mit einem netten Anschreiben, in dem man höflichst um Bestätigung bittet, das die Sache erledigt ist, an die im Schreiben angegebene Adresse schicken.

Du schaust nach, ob du das Bußgeld tatsächlich überwiesen hast und das auch unter der angegebenen Vorgangsnummer.

Du musst immer drauf achten, dass die Nummer genauso stimmt. Dafür bist du verantwortlich. Passt das nicht, und die können den Geldeingang nicht zuordnen, gilt es als unbezahlt. Steht aber auch so auf dem Bußgeldbescheid.

Dementsprechend äußerst du dich und/oder überweist das Geld endlich.

Schau auf deinem Konto nach, ob die Überweisung tatsächlich korrekt rausgegangen ist. Also noch mal "Zielkonto" vergleichen und vor allem schauen, dass sie nicht zurückgeholt wurde, weil das Konto überzogen war.

Wenn du die Überweisung dort gefunden hast, kannst du im Onlinebanking in der Regel die Daten der Überweisung erneut ausdrucken. Ansonsten nimmst du den Kontoauszug als Beleg und gehst den kopieren.

Mit diesem Nachweis über die Zahlung kannst du dich dann an das Unternehmen, bei dem du schwarzgefahren bist, wenden bzw. an die Kontaktdaten, die in der Mahnung angegeben sind. Ich würde das entweder persönlich (z.B. in den Infocentern, die die meisten Verkehrsbetriebe in den Städten ja haben) oder per Post NACH telefonischer Rücksprache machen.

Das kann durchaus sein, dass das Geld gar nicht von deinem Konto rausgegangen ist.

Sei es durch einen Zahlendreher oder sonst einem Fehler.

Schau in deine Kontoübersicht, ob das Geld rausgegangen ist und/oder wieder zurückgekommen ist.

Bei einem Zahlendreher, wird es erst abgebucht und dann wieder zurückgebucht, weil es nicht zustellbar war.

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Schöffe am Amtsgericht

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