Schwarzarbeit 100€ mtl. welche Nachforderungen sind zu erwarten?

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Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Dazu kann man keine abschließende Antwort geben. Es geht hier um verschiedene Rechtsgebiete. Jede Kasse aus der Geld kommt ist extra zu betrachten.

Bei den Leistungen vom Sozialamt handelt es sich ja wohl um HartzIV. Eigentlich gibt es da anrechnungsfreie Beträge. Diese Beträge dürften aber bereits bei der Berechnung der Unterstützungsleistung verbraucht sein. In Ausnahmen sollen die wohl nicht angerechnet werden können. Also müsste in den Bescheiden geprüft werden ob die 100 Euro noch zur Verfügung stehen.

Dann ist die Frage was bei der Rente ist. Einige Rentner können anrechnungsfrei dazu verdienen andere nicht.

Wobei man hier vielleicht zu ihren rechnerischen Gunsten noch berücksichtigen darf, dass die Anrechnung bei der Rente erfolgen müsste, was dann ja auch wieder bei der Sozialhilfe zu irgendwelchen Verrechnungen führen könnte. Also ich meine nicht, dass man hier zu einer einfach Lösung kommen kann.

Zu viel gezahltes Geld wäre bei Entdeckung zurück zu zahlen. Sofort. Darauf werden fröhlich Zinsen berechnet und dann käme eben eine Strafe oben drauf. Die Strafe wäre aber wohl sogar Richtung Staatsanwaltschaft. Und wie die ihre Dinger festlegen kann ich auch nur fragen.

Man kann der Frau im Nachhinein nur wünschen, dass die alten Jahre nicht entdeckt werden und das sie das umstellt. Schon um die Entdeckungsgefahr zu verkleinern.

Die Einkünfte werden entsprechend angerechnet, die Arbeitszeit überprüft und der EM-Status dementsprechend auch.

An Bußgeldern gibt es nichts, da es sich hier nicht um eine Ordnungswidrigkeit sondern um eine Straftat handelt. Sie wird Post von der Staatsanwaltschaft bekommen in Form eines Strafbefehls, alternativ wird sie vor Gericht als Beschuldigte geladen.

Das würde bedeuten das zumindest eine Geldstrafe auf sie zukommt, außer das Sozialamt drückt ein Auge zu.

Es ist kein Wunder, wenn man die richtigen Schwarzarbeitstäter nciht bekommt, wenn man die ERmittler mit diesem Schwachsinn beschäftigt.

Nun ja, das ist gewiss eine persönliche Meinung, mehr aber auch nicht.

@WernerTX

stimmt, aber was soll bei 100,- Euro Schwarzeinnahme (wenn es denn eine ist, weil wir deren Steuererklärung nicht kenn) rauskommen?

Bis man das nachgewiesen hat, die Bescheide rausschickt usw. gehen zig Arbeitsstunden ins KLand.

In der gleichen Zeit hat ein qualifizierter Mitarbeiten der Behörde einen Fall, wo es um 100.000,- gehen kann, schon zu einem Drittel fertig.

@wfwbinder

100€ mal 12 Monate sind nicht gleich 100€, sondern 1200€ im Jahr.

@WernerTX

30 % darf sie sowieso. 70 Euro wären dann vermutlich anzurechnen. sind 70,.- Euro im Monat, 840,- im Jahr. 8.400,- in 10 Jahren.

Zeige sie an, wenn Du dich dann besser fühlst.

@wfwbinder

Wo steht das geschrieben das ich sie anzeigen will?

Da ich mich mit der Materie "Recht" nicht auskenne und ich nicht möchte, dass sie in irgendetwas hineinschlittert was eigentlich nicht sein müsste und nur unnötig Geraffel ist, habe ich gefragt.

@WernerTX

und ich habe geantwortet.

Ich bin seit 42 Jahren in der Beratung tätig. Steuerberatung, bei Bank gearbeitet. zurück in die Beratung.

Ich habe Leute gesehen, diue Millionen auf die Seite geschafft haben, ohne dass die Behörden in der Lage wären es nachzuweisen.

Habe Fälle gesehen, wo gute Leute von Behörden mit Fleiss, richtig krumme Hunde überführt haben.

Deshalb sehe ich es Differenziert.

Ich finde es auch schlimm, das hundertausende Leute jedes Jahr die Steuer in ihren Erklärungen um 200,- bis 300,- Euro besch......- sind auch Millionen.

aber über eine Rentnerin würde ich mir keine Gedanken machen, sondern eher überlegen, wie an Großbaustellen betrogen wird.

@wfwbinder

Na ja, dass hilft nur nicht in der Sache weiter. Die Großen lässt man eh laufen und die Kleinen hängt man.....darum meine Sorge um o.g. Person.

@WernerTX

Die Großen lässt man eben nicht laufen, sondern muss zum Teil Jahre daran arbeiten.

Und wenn die Dame etwas nicht richtig macht (ich kenne deren Akte im Sozialamt und im Finanzamt nicht), so ist es eben nicht richtig, aber kein Grund in Panik zu verfallen.

Unsere Gesellschaft neigt dazu, durch aktuelle Ängste, den Blick für das Wesentliche zu verlieren.

12, oder 17 Tote in Frankreich (die ich sehr bedauere) führen zu einer Panik, aber 70 Leute sterben täglich auf den Straßen der EU. Ich sehe lieber genau hin, wenn ich über die Straße gehe, anstatt mir Gedanken über Terroristen zu machen, die mich nicht bedrohen.

Jedes Jahr betrügen Arbeitnehmer durch falsche Angaben in den Steuererklärungen unseren Staat um Milliardenbeträge, aber die Schäden durch Missachtung der Schwarzarbeitvorschriften (im gewerblichen Bereich) sind mehrfach höher.

Man kann mit 100 Ermittlern Rentnerinnen jagen und 1.000.000,- zurück holen, oder die gleichen 100 Leute holen bei gewerbsmäßigen Betrügern 10.-30 Millionen.

Also im Monat 100 Euro,

glaube kaum das sich jemand um einen solch kleinen Fisch kümmert.

So eine geringe Schwarzarbeit verschleiert man am besten als Nachbarschaftshilfe oder Freundschaftsdienste.

Mal angenommen das Bundesamt für Steuern interessiert sich tatsächlich dafür und mit Nachbarschaftshilfe bzw. Freundschaftsdiensten kann man sich nicht herausreden, was ist dann?

glaube kaum das sich jemand um einen solch kleinen Fisch kümmert.

Ein Kollege von mir hat einmal versehentlich auf einem ALG I Antrag ein Kreuzchen falsch gesetzt und 160,- € zu viel an SGB III Leistungen erhalten. Diese hat er ohne zu zögern zurück bezahlt, dennoch gab es eine 400,- € Geldstrafe seitens der Staatsanwaltschaft.

Es ist und bleibt eine Straftat.

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