Schulden bei der Krankenkasse, kann sie das Gehalt pfänden?

5 Antworten

  • Wenn der Gerichtsvollzieher bei Ihnen bereits angetanzt ist, haben Sie auch (mindestns!) einen negativen Schufa-Eintrag.

  • Wandeln Sie schnellstmöglich Ihr Girokonto in ein P-Konto um, obwohl das auch nur bedingt für Sie eine Hilfe sein dürfte. Ihre Krankenkasse hat bereits einen Titel (Gerichtsvollzieher!); also könnte sowohl Ihr Girokonto als auch Ihr Gehalt gepfändet werden. Der Gerichtsvollzieher bzw. die Krankenkasse könnten sich deswegen auch direkt direkt und ohne Umwege an Ihren Arbeitgeber wenden, um sich direkt von ihm - also bevor das Gehalt auf Ihrem Girokonto landet - den pfändbaren Betragvon Ihrem Gehalt zu pfänden; und das findet schon häufig innerhalt der ersten drei Monate nach Aufnahme der Beschäftigung statt, was dann leider häufig zu einer Kündigung des Arbeitsverhältnisses führt. (Die Probezeit beträgt heute meist sechs Monat, und während der Probezeit können beide Seiten - also sowohl Arbeitnehmer als auch Arbeitgeber - ohne Angabe von Gründen kündigen.)

  • Ich sehe vielleicht noch eine winige Chance: Wenden Sie sich bitte sofort (!!!) an eine seriöse Schuldnerberatung und bitten um einen Nottermin. Vielleicht kann die Schuldnerbertung noch vermitteln, obwohl es in einem derartig fortgeschrittenen Stadium (Gerichtsvollzieher, Titel) es meist schon zu spät für eine Vermittelung sein dürfte ... aber versuchen würde ich es an Ihrer Stelle auf jeden Fall!

Ich weiß nicht warum, und kenn mich damit nun auch nicht wirklich aus, aber in der Schufa bin ich (Gott sei dank) noch immer nicht. Aber danke für den Tipp mit dem Schuldnerberater. Ich werd mich mal deswegen gleich umhören.

@Lydia77

Die Krankenkassen sind der SCHUFA nicht angeschlossen, d.h. sie melden bei der SCHUFA auch nichts ein. Nur das ist der Grund dafür, daß Sie insoweit keinen Eintrag haben.

@Frankie4

Ah, danke! Wieder was dazu gelernt!

Hallo,

als nicht-erwerbstätig warst du freiwillig versichert, die haben den Höchstbetrag angesetzt, weil du (wahrscheinlich) keine Angaben über dein Einkommen gemacht hast, daher haben sie dir den Höchstbetrag aufgebrummt !

Vielleicht solltest du dich von einem Sozilalrechtler beraten lassen, oder mit einem Zeugen zur Kkasse persönlich hingehen und alles vorlegen (Aufzeichnungen deiner letzten Steuererklärungen), kann sein, daß die aus Kulanz den Betrag herabsetzen...

Dies mußt du dringend regeln, sonst geht es dir an den "Kragen", falls du die Wohnung / das Haus deiner Mutter geerbt hast !

Alles Gute, Emmy

Die Krankenkasse hat Dich in die höchste Beitragsklasse zwangseingestuft. Dem Ganzen ist mit Sicherheit mindestens ein Schreiben mit Aufforderung zur Einkommenserklärung vorangegangen (das ist so ein Formular, welches Du ausgefüllt und unterschrieben hättest zurückschicken sollen), denn die KK muss Dein Einkommen regelmäßig überprüfen, sofern Du einkommensabhängig eingestuft bist bzw. warst. Wenn dieses von Dir unbeantwortet bleibt (egal aus welchen Gründen), erhältst Du ein Schreiben mit der Höchst-Beitragsfestsetzung, in dem Dir mitgeteilt wird, dass Du innerhalb eines Monats die (beigefügte) Einkommenserklärung nachreichen kannst. Folgt das von Dir nicht, bleibt es bei der gesetzlich vorgeschriebenen Höchsteinstufung, da Du Dein Einkommen ja nicht anders erklärt hast. Eine Beitragsänderung gemäß Deines Einkommens kann ab diesem Zeitpunkt nur noch in die Zukunft, also ab nächsten Monatsersten erfolgen, niemals rückwirkend. Du wirst also nicht drumrum kommen, diese hohe Summe abzuzahlen.

Die KK kann ohne Titel oder Beschluss vom Gericht direkt vollstrecken. Natürlich ist auch Dein Gehalt bis zu einer gewissen Summe vollstreckbar. Ich weiß zwar nicht, was ein P-Konto ist, aber vollstreckt wird so, dass Dein Arbeitgeber Dir nicht das volle Entgelt auszahlt, weil er von der KK verpflichtet wird, einen pfändbaren Teil einzubehalten und an die KK weiterzuleiten. Eine Ratenzahlung mit der KK wäre sinnvoll, denn ab dem Zeitpunkt einer Ratenzahlungsvereinbahrung würden keine neuen Säumnis- und Mahngebühren durch die KK hinzukommen.

Ob sich deine KK darauf einlassen wird, kann ich dir leider nicht sagen. Am besten sprichst du mit dem zuständigen Sachbearbeiter. Da du schon Besuch vom GV hattest, ist eine Lohnpfändung ziemlich wahrscheinlich. Also sprich auch mit deiner Bank und laß dein Konto in ein P-Konto umwandeln.

Alles Gute!

Die Frage ist ja, wie ist die Krankenkasse auf diese Forderung gekommen? Da der Gerichtsvollzieher schon da war scheint es ja bereits einen Titel zu geben?!

Also werden die auch dein Konto pfänden können. Frag doch bitte mal bei der Krankenkasse nach dem Grund für die Beitragserhöhung.

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