Schufa-Einträge spurlos verschwunden?

4 Antworten

Ich dachte bislang, die Schufa wartet, bis der Gläubiger die Schulden als bezahlt meldet und lässt den Eintrag dann jnoch drei Jahre stehen?

Das siehst du ganz richtig. Eine offene Schuld ist letztendlich theoretisch für ewig in der Schufa, wenn sie einmal gemeldet wurde. Zumindest gibt das Gesetz das her.

Allerdings löscht die Schufa von sich aus, wenn beispielsweise jahrelang der Schuldsaldo nicht vom Gläubiger aktualisiert wurde, der Eintrag also jahrelang nicht aufgefrischt wurde.

So oder so schlummert das noch und wenn das alles berechtigt ist, kann der Gläubiger das jederzeit erneut einmelden.

Unabhängig davon könnte das alles auch aufgrund einer Verjährung raus gekommen sein. Wenn der Gläubiger sich nicht um die Forderung bemüht und sie nicht gerichtlich feststellen lässt (=titulieren lässt), sind Forderungen normalerweise 3 Jahre zum Jahresende verjährt. Entsprechend wären alle Forderungen aus 2013 und früher inzwischen verjährt.

Entweder du kontaktierst den Gläubiger von damals und zahlst es ab oder du wartest einfach, ob er sich nochmal meldet.

Schufa-Einträge werden nach einer Weile gelöscht, nach bestimmten Kriterien. Ich denke mal, das ist bei dir der Fall.

Ich dachte bislang, die Schufa wartet, bis der Gläubiger die Schulden als bezahlt meldet und lässt den Eintrag dann jnoch drei Jahre stehen? Ist das nicht immer der Fall?

@abchallohallo

Es gibt da bestimmte Regeln, welche Einträge wann zu löschen sind. Frau Google weiß das bestimmt.

Schulden sind Beträge, die nicht bezahlt werden.

Ich nehme mal an, bei deinen letzten offenen Geldbeträgen handelt es sich um Ratenverträge, wo jetzt die letzten Raten fällig sind?

Du hast deine Raten immer bedient? Damit sind es keine Schulden mehr und die Schufa hat keine Grund, dies als Schulden zu kennzeichnen. Es sind normale Kreditverträge/Ratenverträge.


Zum Teil hast du Recht. Bei einer Ratenvereinbarung verschiebt man die Fälligkeit auf die Fälligkeit der einzelnen Raten. Die Schufa speichert aber keine überfälligen Schulden im engeren Sinne. Sie speichert negatives Zahlungsverhalten.

Sobald sich jemand vertragswidrig verhält und seine Schulden nicht abbezahlt, sind gemäß BDSG die Voraussetzungen erfüllt, das bei einer Auskunftei eintragen zu lassen. Und einmal eingetragen bleibt es dort, bis es insgesamt erledigt ist. Auch eine Stundung oder Ratenzahlung, die man im Nachhinein trifft, ändert an der Eintragung dann erst mal nichts mehr.

zunächst mal, es steht längst nicht alles in der Schufa was man angerichtet hat.
Erst wenn der Zahlungsbefehl vom Gericht ergeht, wird auch nach kurzer Zeit ein Schufa Eintrag erstellt.
Wenn es bei Dir nie so weit gekommen ist, können keine Negativmerkmale in der Schufa stehen.
Kredite zu nutzen steht zwar in der Schufa, aber solange sie bedient werden stehen sie nicht als Negativmerkmal drin.

Gratuliere das Du rechtzeitig die Kurve bekommen hast und drücke Dir die Daumen das es so bleibt.

Es gibt keinen Automatismus, der "Zahlungsbefehle" eines Gerichts in der Schufa speichert. Die Gerichte melden sich nicht bei der Schufa.
Der Gläubiger muss Schulden aktiv der Schufa melden, ansonsten stehen sie dort auch nicht. So einfach ist das.

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