Schriftliches Angebot verbindlich oder kann Verkäufer Angebot zurückziehen

5 Antworten

Üblicherweise gibt es eine Auftragsbestätigung, erst dann ist ein Auftrag verbindlich angenommen. Schließlich kann es ja sein dass ein Produkt ausverkauft ist und der Verkäufer die Ware nicht mehr zu diesem Preis einkaufen kann. Es ist aber schlechtes Geschäftsgebaren sich nicht zurückzumelden um den Kunden über die Situation zu informieren. Die Firma einfach von deiner Liste streichen!

Angebot und Annahme des Angebotes ! Klar wenn man das Angebot bestätigt ist es in jedem Fall besser

Wenn im Angebot nichts von "freibleibend" oder ähnliches stand, muss meiner Einschätzung nach zu den Angebotskonditionen geliefert werden. Eine Auftragsbestätigung ist zwar üblich, aber nicht vorgeschrieben. Einziger Haken könnte sein, dass der Kunde trotz mehrmonatiger Lieferzeit (war sie im Angebot erwähnt?) die Lieferung nicht angemahnt hat. Aber da bin ich mir nicht ganz sicher, es ist verdammt lang her...

Die Bezeichnung als "unverbindliches Angebot" stellt meiner Einschätzung nach eine so genannte Freizeichnungsklausel nach § 145 BGB dar, ähnlich wie das bereits erwähnte Wort "freibleibend". Damit müsste der Anbieter aus dem Schneider sein und der Kunde den neuen Preis bezahlen. Oder es ganz lassen...

Hier liegt nur eine invitatio ad offerendum vor. Das heißt, es handelt sich lediglich um Werbung. Das Angebot ging mit der Bestellung raus. Die Mitteilung per eMail stellt diesbezüglich auch keine Auftragsbestätigung dar, sondern lediglich eine Empfangsbestätigung.

Pech gehabt.

In dem schriftlichen Angebot ist die Rede von:

"wir freuen uns über Ihr Interesse an unseren Produkten und unterbreiten Ihnen gerne unser folgendes UNVERBINDLICHES Angebot"

Empfänger ist namentlich und mit Anschrift genannt, Produkte sind benannt und mit Preis aufgeführt.

Tut dies was zu Sache?

Es liegt kein Angebot vor. Siehe meine Antwort unten.

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