Schicht für morgen abgesagt, Vorgesetzter will mich dennoch da haben, was tun?

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Wenn diese Zusatzschicht nicht geplant war und man Dir erst vor zwei Tagen gesagt hat, dass Du morgen arbeiten sollst, ist das nicht in Ordnung.

Sind Schicht-/Dienst-/Arbeitspläne dem AN erst einmal bekannt gemacht worden, ist dies verbindlich. Der AG kann diese Pläne eigenmächtig nicht mehr ändern. Er ist auf die Einwilligung des AN angewiesen.

Dazu kommt, dass die Ankündigungsfrist zu kurz ist. Man beruft sich hier auf den § 12 Teilzeit- und Befristungsgesetz. Der regelt die "Arbeit auf Abruf", diese Ankündigungsfrist wird aber auch in anderen Beschäftigungsverhältnissen angewandt.

Im § 12 Abs. 2 steht:

"Der AN ist nur zur Arbeitsleistung verpflichtet, wenn der AG ihm die Lage seiner Arbeitszeit jeweils mindestens vier Tage im Voraus mitteilt"

Bei der Berechnung der vier Tage wird der Tag der Ankündigung sowie der Tag des Arbeitseinsatzes nicht mitgerechnet. Hier gelten bei der Fristberechnung die Vorschriften der §§ 186 ff. BGB.

Wenn Du jetzt so kurzfristig nicht arbeiten kannst/willst, darf man Dir bestimmt keine "Strafzahlung" von 40 Euro anrechnen.

Das solltest Du dem AG allerdings gleich mitteilen (unter Bezugnahme auf schon angekündigten Arbeitseinsatz und die zu kurze Ankündigungsfrist), bevor Du dem Geld anschließend "nachrennen" musst.

Wenn Du ohnehin dort kündigen willst, kann Dir ja nichts weiter passieren.

Danke dir für die hilfreiche Antwort!

Ich habe ja bereits im voraus mit Rücksicht auf alle wichtigen Informationen bei meinem AG sowohl telefonisch als auch schriftlich darauf hingewiesen, dass ich diese Schicht nicht übernehmen kann.

Da dies getrost ignoriert wurde und ich leider schon weiß, wie mein AG bei solchen Fällen agiert, habe ich mich für eine Krankschreibung entschieden, da die Strafgebühr sonst fällig wäre, was zwar nicht rechtens ist, meinen AG aber herzlich wenig interessiert.

Damit ich dann auch nicht gerichtlich 40 Euro nachrennen muss, habe ich mich für die Krankschreibung entschieden.

@PeterKloppen

Na dann hat sich der Fall ja erledigt.

@Hexle2

Danke fürs Sternchen und schönes Wochenende

Hast du denn keinen verbindlichen Einsatzplan. Wirst du erst einen Tag vorher benachrichtigt?

"Krankschreiben lassen" wenn du gar nicht krank bist, ist Betrug. Wenn das raus kommt ist das ein Grund für eine fristlose Kündigung.

Nein, ich habe keinen verbindlichen Einsatzplan. Mir wird in der Regel in der vorigen Woche mitgeteilt, meistens freitags, wann ich wo um welche Uhrzeit arbeiten werde. Dies lief bisher meistens gut, allerdings war dies in dieser Situation nicht der Fall.

Mir ist durchaus bewusst, dass das in dem Sinne "Betrug" ist, allerdings haben die Herren mir mit Ihrer Uneinsicht nicht viele Optionen offen gelassen. Zudem habe ich bereits angemerkt, dass ich ohnehin in der kommenden Woche den Job beenden werde, da die Umgangsform in dem Unternehmen bzgl. ihrer Mitarbeiter leider miserabel ist, ergo ist eine fristlose Beendigung des Vertrages kein Problem in meinen Augen.

Ich danke dir dennoch, da du dir die Zeit genommen hast, diese Frage zu beantworten.

VG

Nun sehe ich mich dazu gezwungen, mich krankschreiben zu lassen, da ich sonst bei Nichtantritt der Schicht eine Strafgebühr von 40,-€ zahlen muss.Ist das denn so in Ordnung, wie das da abläuft und was sollte ich am besten tun?

Du willst wohl ganz schnell Deinen Job loswerden?

Denn Du hast gesagt, dass Du nicht kannst und jetzt wo man Dich zwingt zu kommen, da bist Du plötzlich krank.

Das lässt sich kaum ein Arbeitgeber gefallen. Da darfst Du mit einer Kündigung rechnen, ggf. Schadenersatzforderung und einer eventuellen Sperre bei ALG.


Also ich habe morgen eine Schicht, welche ich aus privaten doch nicht annehmen kann.

Wann wurde die Schicht eingeteilt? War es eine reguläre Schicht? Wenn nein, wann hat man Dir die Änderung mitgeteilt?



Dies ist ein kurzfristiger Job für mich, daher habe ich ohnehin vor, in spätestens einer Woche zu kündigen.
In der Firma geht es ohnehin nur drunter und drüber, da sie keinen Schimmer von Personaleinplanung haben und das Personal völlig überbelastet ist. Ich muss zum Treffpunkt erst einmal mit den Öffentlichen hinfahren, wo ich um 06:30 sein muss, was für mich heißt, dass ich um 03:00 aufstehen muss.

Das ist keine reguläre Schicht und die Mitteilung hat man mir vor 2 Tagen erst überreicht. Grundsätzlich bin ich dort nicht für solch frühe Schichten eingeplant, was aber in diesem Fall nicht zur Sache tut.

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