Scheidung (keine Kinder) - Muss ich ein lebenlang zahlen?

5 Antworten

Trennungsunterhalt ist bis zur Scheidung zu zahlen. Die könnte sie bis zu drei Jahre hinauszögern (z.B. wenn sie einer Scheidung nicht zustimmt). Dein Selbstbehalt liegt bei 1200,- Euro.

Maßgeblich ist das Einkommen der Eheleute zur Zeit der Trennung. Es wird nach der 1/2 oder der 3/7 - 4/7 Methode gerechnet.

Lebenslang wirst du nicht zahlen müssen... Es sei denn, deine Frau ist zu alt für einen Job oder schwer krank, dass es ihr nicht mehr zuzumuten ist arbeiten zu gehen. Wenn du die Scheidung willst, dann gehe jetzt zum Anwalt, bevor sie in Hartz 4 rutscht! Denn das ist kein relevantes Einkommen!

Bei max. 700 Euro die sie jetzt hat angenommen und du max. 1500,- Euro wird die Differenz beider Einkommen genommen. Also 800 Euro. Davon 3/7 = 342,68 Euro

Selbstbehalt unterschritten, also bekommt sie 300,- Euro.

mit den 3 Jahren, das geht nur für Leute, die das Geld dafür haben, wer Prozesskostenhilfe braucht, der kann das nicht machen. Die Ex eines Bekannten hat ihre Zustimmung zur Scheidung nach den Trennungsjahr verweigert, diese dann aber schnell doch erteilt, als ihr Anwalt ihr klar gemacht hat, dass sie dann alles weitere aus eigener Tasche zahlen muss im Voraus.

Vielen Dank für die hilfreiche Antwort. Aber eine wichtige Frage hätte ich da noch: Was wird dann aus meinem gesparten Geld? Habe bisher mehrere 1000 Euro zusammengespart. Kriegt sie davon etwas ab, oder sind es wirklich nur die monatlich ca. 300 Euro Trennungsunterhalt die bis zur Scheidung zu zahlen sind?

Da fällt mir noch folgendes ein: Weil du ja geschrieben hast "wenn sie schwer krank ist." Sie hat eine 40% Behinderung, das zählt doch hoffentlich nicht als schwer krank oder? Ich kenne genug Leute, die sogar eine 50% Schwerbehinderung haben und trotzdem arbeiten gehen. Ich würde echt abkotzen, wenn sie als 'schwer krank' eingestuft wird und ich vielleicht doch ein lebenlang zahlen muss. Wieso sollte ich dann noch arbeiten gehen? Was würde für mich dann noch grossartig übrigbleiben, dann lohnt sich das Arbeiten doch gar nicht mehr so richtig! Ich bin ganz sicher nicht dumm und gehe für eine faule Person arbeiten, die in ihrem Leben nie etwas hinbekommen hat. Dann wundern sie sich, warum so viele Leute lieber den Weg zum Amt gehen! Zumindest meine Situation betreffend, falls ich denn für meine noch Ehefrau ein lebenlang zahlen sollte. Da würde doch kaum noch was für mich übrig bleiben.

@LieberKerl79

Für "schwer" krank und damit komplett arbeitsunfähig, bedarf es schon aussagekräftiger Gutachten. Ein Attest vom Hausarzt reicht da nicht... Aber sie hat ja offensichtlich bislang auch keine Erwerbsminderungsrente bezogen und 40% Behinderung schließen eine Arbeitsaufnahme nicht aus. Jetzt bekommt sie ALG 1 und jetzt würde ich auch zusehen, dass die Scheidung eingereicht wird. Wenn sie, ich sage mal salopp, zu doof ist einen Job zu machen, dann darf es nicht zu deinem Problem werden. Dann muss sie halt in eine andere Stadt ziehen und dort die Firmen abklappern, wenn sie bei euch schon alle durch hat.

Das gesparte Geld wird ebenfalls geteilt. Es wäre also anzuraten jetzt schon mal nach und nach was abzuheben... Du musst es halt vor Gericht als ausgegeben für euch Beide verkaufen. Das Geld hättest du ja eventuell nicht sparen können, wenn sie nicht wenigstens etwas zum Lebensunterhalt beigetragen hätte.

Deinen Job einfach hinzuschmeißen - da würde ich dringend abraten. Denn wenn du nachehelichen Unterhalt zahlen musst, dann wirst du behandelt, als wenn du diesen noch hättest. Aber ich gehe nicht davon aus. Sie hat in der Vergangenheit gearbeitet, sie kann weiter arbeiten!

Wenn deine noch Ehefrau kein Geld für einen eigenen Anwalt hat, wonach es sich anhört, dann wird die Scheidung ziemlich schnell durchgezogen. Mit dem Tag der Scheidung gibt es nur sehr selten Anspruch auf nachehelichen Unterhalt.

Du solltest vorher für dich geklärt haben, ob es wirklich keine andere Möglichkeit gibt.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Beeil Dich mit deiner Scheidung, weil Du zahlst nur während der Trennungszeit, also vor der Ehescheidung. Einen schnellen Termin für die Ehescheidung bekommst Du über www.Ehe-Scheidung-online.com - meine persönliche Erfahrung.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Unterhalt zahlt der Besserverdienende Teil dem anderen nur während der Trennungszeit.

Die beträgt ohne Kinder idR 1 Jahr.

Sobald die Scheidung ausgesprochen udn rechtskräftig ist, kriegt der Ehepartner in 99,9% der Fälle KEINEN Unterhalt mehr!

Da ist schon lange gekippt worden, der nacheheliche Ehegattenunterhalt.

Du hast 1200 als Selbstbehalt und gezahlt werden muss meist nur Trennungsunterhalt, nachehelicher Unterhalt nicht, da gibt es dann ggf. H4 für sie.

Nach der Scheidung bist du sie dann finanziell los.

Unterhaltszahlung im Trennungsjahr

Hallo zusammen,

mein Bruder befindet sich im Trennungsjahr, 12 Monate sind nun vorbei. Er ist aus dem gemeinsamen Haus vor ebenfalls 12 Monaten ausgezogen. Mein Bruder hat 1.100 Euro netto Monatsverdienst, von welchem er Kindesunterhalt in Höhe von 348 Euro zahlt. Es bleiben ihm monatlich somit 752 Euro, von denen er seine Mietwohnung, weiteren Lebensunterhalt und die Verköstigung sowie Unternehmungen mit seinem Kind während der Besuchszeiten bestreiten muss. Laut seiner Aussage hat ihm seine Anwältin mitgeteilt, dass dieser Betrag in jedem Fall zu zahlen ist, auch wenn er damit unter dem Mindestbehalt liegt. Er fühlt sich von seiner Anwältin schlecht beraten; und machtlos gegenüber seiner zukünftigen Ex-Frau, da diese wenig kooperativ ist. Diese möchte z. B. nicht den Unterhalt neu beim Jugendamt berechnen lassen oder gibt dem gemeinsamen Kind löchrige Kleidung mit, wenn es seinen Vater besucht.

Das 5 jährige Kind meines Bruders und meiner Schwägerin lebt zu 1/3 bei ihr und zu 2/3 bei der Oma (Schwiegermutter von meinem Bruder). Die Aufteilung kommt daher, da die Mutter im Drei-Schicht-System arbeitet. Jeweils in der Spätschicht und Nachtschicht befindet sich das Kind bei der Oma, während der Frühschicht bei der Mutter. Jedes zweite Wochenende ist das Kind bei meinem Bruder. Von freitags 17 Uhr bis sonntags 18 Uhr.

Der neue Lebensgefährte meiner Schwägerin wohnt seit etwa 12 Monaten mit im gemeinsamen Haus meines Bruders und meiner Schwägerin. Meine Schwägerin und der neue Freund verdienen beide jeweils über 2.000 Euro Netto. Die Mutter erhält zusätzlich noch den Kindesunterhalt und Kindergeld.

Einen Scheidungstermin gibt es noch nicht. Die Schwägerin möchte im Eigenheim wohnen bleiben.

Da mein Bruder nur sehr wenig finanzielle Mittel hat, wende ich mich an Sie in der Hoffnung, von Ihnen zu erfahren, welche Rechte er hat.

Darf er z. B. den Unterhalt soweit kürzen, dass ihm der Mindesbehalt von 1.080 Euro bleibt? Ist die zukünftige Ex-Frau ihm zu Unterhalt verpflichtet?

Vielen Dank für Ihre Bemühungen und freundliche Grüße

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