Schadenfreiheitsrabatt - Übertragung?

5 Antworten

Hallo noname1980,

jede Versicherung hat ihre eigenen Regelungen für die Rabattübertragung. Daher ist es schwierig, über einen Grund zu spekulieren. Es könnte einige geben ... hilft dir aber jetzt auch gar nicht weiter.

Fest steht: Die SF-Übertragung wird immer von dem Unternehmen durchgeführt, bei dem du deine Autoversicherung abschließt oder bereits abgeschlossen hast. Und auch nur die Regeln dieses Unternehmens zählen.

Wenn du deine Autoversicherung bei uns abschließt, könntest du den SF-Rabatt deiner Mutter übernehmen. Allerdings maximal soviele Jahre, wie du selbst den Führerschein hast. Die übrigen Jahre verfallen.

Schau mal nach, zu wann du deine Autoversicherung kündigen kannst. Meist geht das zum Jahreswechsel. Die Frist ist zwar eigentlich am 30.11. abgelaufen, bei vielen Mitbewerbern gabs aber eine Beitragserhöhung, wegen der du auch jetzt noch kündigen kannst. Alles kann dir dein Anbieter z.B. telefonisch sofort beantworten. Es muss auch auf der Rechnung stehen (meist im Kleingedruckten).

Bzgl. des Wechsels deiner Versicherung und der SF-Übertragung empfehle ich dir unbedingt eine persönliche Beratung. Das gibt sonst erfahrungsgemäß ein großes Durcheinander.

Herzliche Grüße aus Köln

Lydia vom DEVK Social Media-Team

Hallo Lydia,

wurde die Schadenfreiheit von einer anderen Person (hier: Vater auf Mutter) angerechnet, ist eine spätere Weiterübertragung auf eine weitere Person nicht möglich bei manchen Versicherern!

Lediglich die schadenfreie Zeit nach der Übertragung (von Vater auf die Mutter) kann dann auf die Tochter angerechnet bzw. übertragen werden! Wobei natürlich die schadenfreien Jahre max. auf die Führerscheinzeit der Tochter begrenzt sind.

@siola55

Daran dachte ich auch schon....manchen Anbietern ist das inzwischen aber egal. Bei der DEVK beispielsweise wird die SF-Klasse übertragen, die der Kunde sich laut Führerschein selbst hätte erfahren können. Uns ist es egal, ob die SF-Klasse vorher schonmal übertragen wurde.

Hallo,

der Hintergrund für die Ablehnung der Versicherung kann mit folgendem Umstand zusammenhängen:

Bei einer Rabattübertragung gibt die/der Übernehmende an, dass sie/er die vorhandenen SFR selbst erfahren hat - und er/sie die schadenfreien Zeiten somit vom vorherigen Versicherungsnehmer übernehmen möchte.

Das hat - aller Wahrscheinlichkeit nach - Deine Mutter in 2012 auf einem entsprechenden Formular so angegeben und per Unterschrift bestätigt.

Sofern Du nun - zumindest teilweise - SFR auch aus dem ursprünglichen Versicherungszeitraum Deines Vaters übernehmen willst, widersprechen sich zwangsläufig die Aussagen.

Beispiel: Dein Mutter hat 2012 angegeben: "Ich habe das Fahrzeug xy und Vorfahrzeuge in der Zeit von xxxx bis heute selber gefahren. Daher möchte ich den SFR übertragen bekommen." Nun sagst Du: "Ich habe seit (z.B.) 2008 den Führerschein und seitdem die Fahrzeuge gefahren. Also möchte ICH die SFR haben."

An dieser Stelle sagt der Versicherer "Nö", weil es ja bereits eine definitive Aussage der Mutter darüber gibt, wem die SFR zustehen. Lediglich die Zeit NACH 2012 könnte dann übertragen werden - mit der Konsequenz, dass alle schadenfreien Zeiten davor wegfallen würden.

Tipp: Schnell ist hier auch mal ein nicht mehr zu revidierender Fehler gemacht. Daher würde ich mich unbedingt an jemanden wenden, der sich auskennt - und je nach konkreter Falllage sinnvoll helfen kann

Viele Grüße

Loroth

Hallo noname1980,

aus meiner über 25-jährigen Versich.tätigkeit kann ich nur folgendes raten:
lass' dir bitte ein Formular über einen "Antrag auf Anrechnung der Schadenfreiheit von einer anderen Person (Rabattübertragung)" dir zukommen mit Erkärungen dazu von deinem Wunschversicherer, dann kannst du in Ruhe alles mit deiner Mutter besprechen.

Dabei solltest du folgendes beachten:
Auch die vom Versich.nehmer bis zum Zeitpunkt der Übertragung eigene erworbene Versich.zeit entfällt mit der Übertragung!

Wurde die Schadenfreiheit von einer anderen Person (hier: Vater auf Mutter) angerechnet, ist eine spätere Weiterübertragung auf eine weitere Person nicht möglich!
Lediglich die schadenfreie Zeit nach der Übertragung (von Vater auf die Mutter) kann angerechnet werden!

Gruß siola55

Hey,

grundsätzlich geht das auf jeden Fall. Möglicherweise meint die Versicherung das der SF-Rabatt nicht in der Höhe übertragen werden kann wie er auf deine Mutter lief. Im besten Fall bekommst du so viele schadenfreie Jahre übertragen wie du selbst den Führerschein hast.

Es gibt aber auch Versicherungen, die es davon abhängig machen ob du im Fahrerkreis des SF-abgebenden Fahrzeuges gestanden hast. 

Das ist nicht gesetzlich geregelt. Das können die Versicherer unterschiedlich handhaben.

Da bestimmt der Wettbewerb, wie das gehandhabt wird.

Grundsätzlich aber kannst du eine SF-Klasse nur so weit übernehmen, wie deine Führerscheindaten das hergeben.

Du kannst nicht 10 Jahre schadensfrei gefahren sein, wenn dein Führerschein erst 3 Jahre alt ist.

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