Rufbereitschaft nicht arbeitsvertraglich geregelt - einfach aufhören?

3 Antworten

ohne eine deutliche regelung unter beachtung der gesetzlichen vorschriften vom arbeitszeitgesetz (ruhephasen) und einer klaren regelung über die vergütung sind solche "vereinbarungen" nichts wert und daher illegal.

wer da mitmacht und sich ausbeuten läßt hat selbst schuld. gibt es einen betriebsrat? wenn nicht, wird es höchste zeit!

Zur Info: wir bekommen eine klitzekleine Vergütung - aber das ist halt nirgends schriftlich festgehalten. Es sind zwei Kollegen und ich, die die Rufbereitschaft übernehmen. Wir wechseln uns wöchentlich ab - nach dem normalen Bürotag bekommt einer die Rufumleitung aller Telefone. Über einen Betriebsrat habe ich auch schon nachgedacht... den gibt's bei uns nämlich nicht.

wenn möglich teilt euch die Rufbereitschaft alle 2 Stunden und ab 22 Uhr ist Schicht im Schacht. Du übernimmst erste Schicht 17 bis 19 Uhr dann folgt nächster Kollege. So wäre es für alle gerecht und planbar. Ausserdem würd ich mir die 2 Stunden als volle Arbeitszeit ( Überstunden ) zahlen lassen


Ohne eine arbeitsvertragliche Regelung ist diese Art der Bereitschaft ungültig. Wie oft wirst du denn gerufen und was musst du dann tun?

Das ist ganz unterschiedlich - das letzte Wochenende wurde ich 80 mal angerufen, davor das Mal gar nicht. Meist sind es organisatorische Dinge - bin ein kleiner Teil eines großen Informationsflusses. ;-)

@mushy

Also musst du nur Auskunft erteilen und brauchst nirgendwo hin? Dann lass dir von deinem Chef ein gutes Headset bezahlen und stecke dein Betriebshandy, das du dafür ebenfalls bekommen hast, in eine Gürteltasche. Dann handele mit ihm eine entsprechende Vergütung aus. Ohne diese Punkte würde ich mich nicht an so eine Rufbereitschaft halten.

Generell würde ich aber sagen, dass organisatorisch in eurem Betrieb so einiges schief läuft, wenn man 80 mal Informationen von dir benötigt. Da solltest du mal die Ursache dieses Übels beseitigen. 

Und um 22.00 Uhr muss spätestens Schluss sein. Und sonntags würde ich gar nicht "bereit" sein.

Wie teile ich meinem Chef denn mit, dass ich mich nicht an diese Bereitschaft halte? Habe da ein bisschen Angst vor...

@mushy

Sag es ihm einfach. Er hat dir ja auch nur mündlich mitgeteilt, dass du das machen sollst.

Geh in einer ruhigen Stunde zu ihm hin und sag ihm, dass du keine Rufbereitschaft mehr machen möchtest, weil du das Wochenende zur Erholung brauchst und nicht immer "unter Strom" stehen willst, weil du ständig auf Anrufe wartest.  Sag ihm, dass  dein Feierabend telefonfrei sein muss, damit du dich erholen kannst. Wenn du ihm dann auch noch konstruktive Vorschläge für Alternativen lieferst, wird er bestimmt nicht unzufrieden sein.

Dann schnapp ich ihn mir morgen mal... hoffentlich klappt's. Vielen Dank für deinen netten Ratschlag!

@mushy

Viel Erfolg.

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