Rücktritt von unterschriebenen Arbeitsvertrag

5 Antworten

Hirnkrampf
A) Es gibt kein generelles 2-wöchiges Rücktrittsrecht;
B) Nein, ein Arbeitsvertrag kann nicht widerrufen werden;
C) Sofern Probezeit vereinbart wurde, kannst Du aber innerhalb der Probezeit jederzeit mit einer Kündigungsfrist von 14 Tagen ohne Angabe von Gründen kündigen.

Ein 2-wöchiges Widerrufsrecht gibt es nur bei Haustürgeschäften oder bei Verträgen nach dem Fernabsatzgesetz.

Man sollte vielleicht erwähnen (um das hier noch einmal zu verdeutlichen), dass man auch nach der Probezeit jederzeit unter Berücksichtigung der Kündigungsfrist kündigen kann. Schließlich ist das ein freies Land. Sonst müßte ja jeder bis zur Rente bei seinem derzeitigen Arbeitgeber als Leibeigener buckeln...

@HariboDealer

grins
Ja, das ist natürlich korrekt. Hatte ich jetzt aber als selbstverständliches Grundwissen vorausgesetzt; der Unterschied liegt ja in der unterschiedlichen Kündigungsfrist im Vergleich zur Probezeit.

Hier in der Schweiz ist es so, dass du den Vertrag zwar vor Stellenantritt kündigen kannst, du aber damit rechnen musst, dass die Firma dir Kosten, in Form einer Konventionalstrafe, belastet. Würde im umgekehrten Fall eine Firma den Arbeitsvertrag vor Stellenantritt auflösen, so könntest du die entgangene Lohnzahlung geltend machen.

Das ist hier in Deutschland nicht anders!!

@HariboDealer

Ich habe meinen Wohnort präzisiert, da ich die deutschen Arbeitsgesetze nicht kenne!

Ein Widerruf des gerade geschlossenen Arbeitsvertrages ist nicht möglich und auch nicht vorgesehen. Mit etwas Pech kann es auch teuer werden, wenn man dieses vor hat. Ab Beginn des regulären Arbeitsverhältnisses kann man jedoch innerhalb der Probezeit fristgerecht mit einer Zwei-Wochen-Frist kündigen.

Ja selbstverständlich, sonst könnte ja niemand kündigen!! Logisch, oder???

Du hast dabei nur unbedingt die Kündigungsfrist zu berücksichtigen (während der "Probezeit" sind das 14 Tage, sofern vertraglich nicht anders geregelt).

Hältst Du die Kündigungsfrist nicht ein, könnte das für Dich unter Umständen sehr teuer werden. Dann besser Kündigen und nächsten Tag zum Arzt - 2 Wochen krank, die Du dann schön bezahlt kriegst...

Zwar richtige Infos aber da der letzte Satz einfach nur abartig ist, kein Daumen hoch. Bah!

@Buhuuu

Lass mich raten: Du bist Arbeitgeber??

Das würde Deine Reaktion rechtfertigen

@HariboDealer

War ja auch nicht schwer zu erraten, aber gerechtfertigt wäre meine Reaktion auch so. Schließlich ist das jammern und schimpfen (gerechtfertigterweise) riesengroß, wenn einem der Arbeitgeber den Lohn kürzen will oder bei einem kleineren Unternehmen z.B der Lohn mal zu spät kommt, aber sich einfach mal krank schreiben lassen obwohl man es nicht ist und dafür auch noch Geld zu bekommen, finden viele dann top in Ordnung. Dabei ist das exakt das selbe und einfach asozial!

@Buhuuu

Anders geht es in diesem Fall aber ja nicht, wenn er die Kündigungsfrist nicht einhalten KANN, weil er einen anderen/besseren Job sofort antreten will/muss.

Eine Alternative wäre allerdings, den derzeitigen Arbeitgeber zu bitten, fristlos kündigen zu können, weil man krank ist und ihm so die Kosten zu ersparen. Ich denke, er wird sich dankend darauf einlassen, bevor er 14 Tage für nix bezahlt?!!

@HariboDealer

Er KANN sehr wohl die Kündigungsfrist einhalten, er WILL nur nicht. Dann hätte er den Vertrag nicht so voreilig unterschreiben dürfen. Die zweite Idee finde ich schon viel besser. Das wäre fair gegenüber dem Arbeitgeber und er würde wahrscheinlich tatsächlich seinen Willen bekommen. Du machst Fortschritte ;)

@Buhuuu

Ich hatte bisher zum Glück noch nicht das zweifelhafte Vergnügen, in einer Firma zu arbeiten, wo ich meinem Geld hinterher laufen muss. Ist die Firma mit den Lohnzahlungen länger als 10 Tage in Verzug, kann man ab dem 11. Tag die Arbeit solange einstellen, bis man sein Geld hat. Desweiteren bleibt dann zu überlegen, ob man für besagte Firma nicht einen Insolvenzantrag wegen Zahlungsunfähigkeit stellen sollte? Das kann nämlich nicht nur die Firma selbst, sondern jeder. Und dieses Image wieder loszuwerden... da können die auch direkt dicht machen!!!

@Buhuuu

Tja, ich bin ja auch durchaus gewillt, die Arbeitgeberseite zu verstehen... lach

Du unterschreibst ja auch gleichzeitig die Kündigungsbedingungen, an die du dich halten mußt. Du könntest in der Probezeit kündigen.

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