Rückstellung an Verbindlichkeiten - Kurze Hilfestellung bitte

3 Antworten

Nimm an, eine Unternehmung rechnet im alten Jahr damit, im neuen Jahr eine Gewerbesteuernachzahlung leisten zu müssen. Dafür muss sie eine Rückstellung bilden. Buchungssatz am 31.12. Gewerbesteuer an Rückstellung ( das hast du bereits erledigt.). Rückstellung schließt du dann über SBK ab, also Rückstellung an SBK.

Im neuen Jahr eröffnest du dann das Konto Rückstellungen, also EBK an Rückstellung. Wenn dann der Nachzahlungsbescheid kommt (ich unterstelle, dass die Schätzung des Betrages stimmt), buchst du (bei gleichzeitiger Zahlung) Rückstellung an Bank. Das Konto Verbindlichkeiten brauchst du doch nicht. Rückstellungen sind doch eine spezielle Art von Verbindlichkeiten.

Die Buchung Rückstellung an Verbindlichkeiten gibt es nicht. Es wird die Rückstellung aufgelöst und die Verbindlichkeit gebucht. Saldierungsverbot. Rückstellungen sind Verbindlichkeiten die der Art nach bestehen. Die Höhe ist aber ungewiss. Wie stellst Du Dir das vor? Jede Buchung ein Beleg und jeder Beleg auch eine Buchung.

Die Rückstellungen sind ein eigener Sachverhalt. Die Verbindlichkeiten auch. Daher können die nicht zusammengefasst werden.

Bildung einer Rückstellung: Bargeld an Rückstellung

Ankommen der Forderung: GuV an Verbindlichkeiten

Bezahlen: Verbindlichkeiten an Bargel Rückstellunf an GuV

So würde ich es machen aber ohne Garantie

Also ich habe die Buchungssätze ja vorgegeben aus meinem Arbeitsbuch. Demnach : Bildung : Aufwandskonto an Rückstellung Auflösung : Rückstellung an Verbindlichkeit

Da ich mich an die BS halten möchte versuche ich jetzt zu verstehen wie man sich diese Auflösung vorstellen soll bzw wie das ganze Sinn macht.

Am liebsten würde ich so Buchen : Nichts an Verbindlichkeiten Nichts an Rückstellung ( Ich hoffe der Zeilenumbruch macht das ganze hier noch leserlich )

Da sich das Ganze dann ja auflöst.

Verstehst du wie ich meine ? Schon mal dickes Dankeschön für deine schnelle Antwort :).

@NikFvN

Beispiel:

Firma A wird auf 100.000€ verklagt und rechnet damit das sie in der ZUKUNFT schuldig gesprochen wird. Da Firma A Gewinn erwirtschaftet bucht sie einen Teil davon auf die Rückstellung GuV an Rückstellung 100.000 €

In der Zukunft kann nun folgendes passieren:

a) Die Firma wird schuldig gesprochen und muss die 100.000 € bezahlen dann wird gebucht:

Rückstellung an Bargeld (wenn Firma A sofort bezahlt)

b) Die Firma wird schuldig gesprochen muss aber nur einen Teil bezahelne dann wird gebucht:

Rückstellung an Bargeld und GuV

c) Die Firma ist unschuldig und muss nichts bezahlen dann wird gebucht:

Rückstellung an GuV

Der Gedanke dahinter:

Die Firma macht in einem Jahr Gewinn wird aber angeklagt und die Firma glaubt das sie verlieren kann. Aus diesem Grund verteilt sie die Gewinne nicht an die Geschäftsinhaber sondern behält diese im Unternehmen. Dadurch ist nun mehr Kapital im Unternehmen. Da es ein zwischen Ding zwischen EK und FK ist. (Momentan gehört mir das Geld ja noch aber eigentlich denke ich das ich es jemanden anderen bezahlen muss) Wird es als Rückstellung für eine zukünftige Forderung verbucht. Tritt diese Forderung ein buche ich mir diese ein und dafür die Rückstellung aus. Wenn man also nicht direkt bezahlt würde man buchen:

Rückstellung an Verbindlichkeit.

Damit ist die Rückstellung ausgebucht und die Verbindlichkeit eingebucht.

@Nimue187

Zu beachten ist auch das Rückstellunegn auf der Passiv Seite stehen also bei EK und FK. Damit würdest Du mit XY an Rückstellung diese noch erhöhen und nicht ausbuchen.

@Nimue187

Top Danke :)

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