Rolladenreparatur - als Mieter zahlen?

10 Antworten

Du musst für die Reparatur nicht aufkommen. Das ist Sache des Vermieters. Du hast eh schon 100€ gesponsort. Mehr würde ich auf keinen Gall bezahlen. Geh ich unbedingt zum Mieterschutz und erkundige dich dort nochmal.

Der "Mieterschutz" kann nicht zaubern und kommt weder an § 563c BGB noch der schrfitlichen Zusicherung der M vorbei :-)

Und bevor man eine Fragestellerin in eine Kostenfalle quatscht, sollte man die Sachlage schon kennen :-O

Deswegen soll er/sie sich ja auch befragen.

Also aus meiner Sicht ist in Rolladen in der Regel fest mit dem Gebäude verbunden und damit Bestandteil des Gebäudes und Eigentum des Vermieters.

Wie alt ist der Rolladen bereits? Wurde er während Deiner Mietzeit eingebaut oder erneuert?

Grund­sätzlich gilt: Der Vermieter muss die Wohnung instand halten. Nur kleine Reparaturen darf er auf die Mieter abwälzen, muss sich dabei aber an Grenzen halten. Gerichte halten in der Regel Kosten von maximal 100 Euro für zumut­bar. 

Ich denke dass Du maximal die 100 Euro akzeptieren solltest und keinen Cent mehr. Wenn es sich um eine größere Reparatur handelt - und das scheint ja so zu sein, dann musst Du gar nichts bezahlen.

Jetzt kommt es darauf an was genau Du unterschrieben hast:

a) Reparaturkosten - auch anteili g - in Höhe von 100 Euro zu übernehmen

oder

b) eine Kleinreparatur bis maximal 100 Euro zu übernehmen.

Grund­sätzlich gilt: Der Vermieter muss die Wohnung instand halten. 

Stimmt. Nur dafür muss er Mietmängel erst einmal kennen.

Jetzt kommt es darauf an was genau Du unterschrieben hast:

Lesen hilft: "Im Übergabeprotokoll hat der Vermieter eingetragen, dass der Rolladen durch mich repariert werden muss und er zu diesem Zweck 100 Euro der Kaution einbehält. (...)  habe ich das Protokoll [so] unterschrieben".

Meint: Ich repariere; Sicherheitsleistung 100 EUR wird einbehalten, wenn nicht; Rechnung Ersatzvornahme abzgl. Vorschuss folgt."

@imager761

Nur dafür muss er Mietmängel erst einmal kennen.

Der Mangel dürfte dem Vermieter wohl bekannt sein, da er im Übergabeprotokoll aufgeführt wurde.

Um es mit Deinen Worten zu sagen: "lesen hilft"...

Meint: Ich repariereSicherheitsleistung 100 EUR wird einbehalten, wenn nichtRechnung Ersatzvornahme abzgl. Vorschuss folgt."

1) was genau vereinbart wurde weißt weder Du noch ich sondern nur die Vertragsparteien - und annehmen was gemeint sein könnte... sowas kennt man vor Gericht nicht.

2) Egal was vereinbart wurde, wenn es rechtlich unwirksam ist weil es eine Partei ungerecht benachteiligt, dann ist es unwirksam.

Meines Erachtens sind hier maximal 100 Euro durch den Mieter zu zahlen bzw. dürfen maximal 100 Euro von der Kaution einbehalten werden.

Unter die Kleinreparaturklausel, falls es eine gibt und diese wirksam ist, fällt lediglich der Rollogurt, da dieser dem häufigen Zugriff des Mieters unterliegt.

Alles andere ist Sache des Vermieters.

Schäden die Mieter zu verschulden hat mal außer acht gelassen.

Alles andere ist Sache des Vermieters.

Dieser Mythos scheint unausrottbar. Ein Blick in das Gesetz vermeidet Geschwätz und dient der Rechtsfindung: http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__536c.html

@imager761

OK, bin einem Mythos erlegen. Aber Dank Deiner charmanten Art habe ich nun wieder was dazu gelernt. Danke!

Auch wenn du das im Übergabeprotokoll "notgedrungen" unterschrieben hast, musst du diesen Erhaltungsaufwand nicht bezahlen. Nur wenn du diesen Rolladen beschädigt hättest, wäre das ein Mietsachschaden, den deine Haftpflichtversicherung decken würde.

Gegen eine unberechtigte Forderung kannst du mit Hilfe deiner privaten Haftpflichtversicherung vorgehen. Diese leistet dann passiven Rechtsschutz.

Normalerweise ist ein Rolladen Sache des Vermieters!

Da du allerdings untersc hrieben hast sieht das anders aus, so kann ich mir das vorstellen!

Kannst dich ja nochmal beii einer Verbraucherzentrale oder einem Mieterschutzbund erkundigen, kostet halt auch wieder was!

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