Rohrbruch, Wasserschaden, wer übernimmt die Kosten?

11 Antworten

kann nicht sein, die trägt alles, selbst mietausfall

das rohr ist doch ursächlich und der schaden direkt daraus entstanden, der gehört mit ins gesamtpaket, die müssen alles bezahlen

ansonsten, falls sie es wirklich nicht zahlen müssen, muss die gemeinschaft haften, da gemeinschaftseigentum, dann

bleibt ihr auf eurem anteil sitzen

aber die versicherung muss haften

kann nicht sein, die trägt alles, selbst mietausfall

Nein. Die WGV erstattet keine Inventarschäden. Sie reguliert Schäden am Gebäude, und bei entsprechender Tarifierung trägt sie z.B. auch Kosten für Mietausfall etc., aber keinen Cent für Schäden am Eigentum Dritter, welches nicht unmittelbar zum Gebäude gehört.

Da die Verwaltung nicht sofort reagiert hat, als ich angerufen habe, und die nicht sofort gehandelt haben, kann es gut möglich sein, dass die Versicherung die Kosten für die küche übernehmen muss... Hätten die nämlich sofort den Fehler gefunden, und behoben, wäre die Küche nicht kaputt. Außerdem habe ich Stunden am Telefon verbracht, weil mir keiner genau erklären konnte, was da genau kaputt war, und wer Schuld ist. War beim Anwalt, die Chancen stehen gut.

@Butterfly2007

Klar, die Hoffnung stirbt zuletzt.

War beim Anwalt, die Chancen stehen gut.

lach

Für den Anwalt schon. Der bekommt sein Geld in jedem Fall.

Die Gebäudeversicherung des Eigentümers bzw. der Eigentümergemeinschaft ist erster Ansprechpartner. Dann eure Hausratversicherung. diese bezahlt z.B. Hotelaufenthalt und Unterbringung der Möbel falls ihr wegen dem Wasserschaden zeitweise bis zur Trocknung und Renovierung der Wohnung ausziehen müsst.

Die Wohnung darüber müsste für den Schaden aufkommen, wenn diese ihn auch verursacht hat. In dem Fall springt die Haftpflichtversicherung ein.

Bei Schäden, wo kein dritter verantwortilch ist, greift die Hausratsversicherung. Wenn der Rohrbruch nicht durch verschulden dritter verursacht wurde, müssen deine Eltern dafür aufkommen bzw. springt die Hausratsversicherung ein.

Ich würde mir die Gebäudeversicherung anschauen. Vielleicht steht da was drin.

Für die ganzen Schäden außer der Küche, übernimmt die Gebäudeversicherung die Kosten. Für die Küche, müssen meine Eltern angeblich selber aufkommen. Eine Hausratversicherung hatten die zum damaligen Zeitpunkt noch nicht.

Das ist schlecht - denn in diesem Fall bleiben die Eltern in der Tat auf dem eigenen Vermögensschaden sitzen, weil es (der Schilderung zufolge) keinen Verursacher gibt, der haftbar zu machen wäre. Die WGV erstattet keine Inventarschäden; genau deswegen ist eine HR ja auch so wichtig.

Hallo,

bei der "Schuldfrage" und damit letztendlich bei der Frage, wer die zerstörte Küche nun bezahlt, kommt es auf den "Ort" des Rohrbruchs an.

Befindet sich dieser direkt in der Wohnung des Eigentümers oder in einem Bereich des Hauses, der dem Gemeinschaftseigentum zuzurechnen ist.

Befindet er sich in der Eigentumswohnung direkt, dann haftet derjenige für entstandene Schäden, dem diese Wohnung gehört. Dazu kann (und muss) er seine Privathaftpflichtversicherung heranziehen. Hat er eine solche Versicherung nicht, ist er trotzdem für die entstandenen Sachschäden haftbar - und muss sie dann aus seinem Privatvermögen zahlen.

Bei einem Rohrbruch im Bereich des Gemeinschaftseigentums stellt sich die Frage, ob für diesen Fall eine entsprechende gemeinschaftliche Versicherung (NICHT die Wohngebäudeversicherung!) abgeschlossen wurde. Sonst hat man leider die A....-Karte gezogen.

Alternativ würde natürlich eine eigene Hausratversicherung einen solchen Schaden bezahlen - aber wenn man sich das Geld leider gespart hat, schaut man auch da jetzt in die Röhre.

Also, genau abklären, wo der Rohrbruch entstanden ist und dann den "passenden" Eigentümer auf Schadensregulierung ansprechen.

Schimmel auf den Rückwänden von Möbeln lässt sich übrigens meistens ziemlich problemlos auch dauerhaft wieder entfernen.

Viel Glück

Daniela

bei der "Schuldfrage" und damit letztendlich bei der Frage, wer die zerstörte Küche nun bezahlt, kommt es auf den "Ort" des Rohrbruchs an

Nein. Jedenfalls nicht im Kontext.

Befindet er sich in der Eigentumswohnung direkt, dann haftet derjenige für entstandene Schäden, dem diese Wohnung gehört. Dazu kann (und muss) er seine Privathaftpflichtversicherung heranziehen.

Eine Haftung setzt zwingend ein Verschulden voraus. Davon ist bei einem Rohrbruch aber regelmäßig nicht auszugehen; anders verhielte es sich, hätte ein Eigentümer oder Mieter ein Rohr beschädigt. Liegt aber kein individuelles Verschulden vor, ergibt sich auch kein Haftungsanspruch, weder gegen einen Eigentümer noch gegen dessen PHV.

@FordPrefect

Dann hat unsere Versicherung uns das seinerzeit sicher ganz falsch erklärt und den entstandenen Schaden sicher auch nur aus Spaß an der Freude bezahlt.

@dsupper

Schon möglich. Wer weiß? Fakt ist jedenfalls, dass die Rechtslage exakt so aussieht wie beschrieben. Welche Einzelheiten einem von Dir genannten Schaden zugrundelagen, die den VR dazu bewegt haben, irgendetwas an irgendjemanden auszuschütten, ist ja nicht bekannt.

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