Riester-Rente: Verwaltungskosten bei vorzeitiger Kündigung?

2 Antworten

Statt zu kündigen fahre den Vertrag auf den Minimalbeitrag von 5€ im Monat runter. Damit hältst du ihn bis Ablauf der 5 Jahre locker...

Und ich würde eine Altersvorsorge niemals aufgeben.

"Und ich würde eine Altersvorsorge niemals aufgeben."

Das hat der Staat durch Runierung der umlagefinanzierten Rente bereits getan.

Ich weiß, dass die staatlichen Zulagen inkl Zinsen zurück gezahlt werden müssen.

Nein, nur die Zulage, die Erträge bleiben dir, sind aber zu versteuern, ergo Abgabepflicht zur Einkommensteuererklärung.

Ich weiß auch, dass die Verwaltungskosten und Vertriebsgebühren einbehalten werden.

Vertriebskosten kommt drauf an, wie lang der Vertrag lief. Diese werden nur in den ersten 5 Jahren belastet.

Was ich allerdings noch nicht weiß, ist ob "zukünftige" Verwaltungskosten bezahlt werden müssen.

Was nicht anfällt, darf dir nicht in Rechnung gestellt werden.

Laut Vertrag muss ich in den ersten 5 Jahren Verwaltungskosten etc. zahlen.

Nein, Abschlusskosten. Verwaltungskosten fallen immer an.

Wenn ich jetzt kündige, werden mir dann vom Rückkaufwert auch die Verwaltungskosten von Jahr 3, 4 und 5 abgezogen?

Der Rückkaufswert wird dir ausgezahlt. Allerdings sind neben der Zulage auch evtl. Steuervorteile, die du in Anspruch genommen hast zurückzuzahlen, was die Auszahlung in Extremfällen negativ werden lassen kann, ergo du müsstest nachschießen und erhieltest nichts zurück.

Kann ich dich mal fragen wieso du auf die Idee kommst die Altersvorsorge platt zu machen?

"Kann ich dich mal fragen wieso du auf die Idee kommst die Altersvorsorge platt zu machen?"

Bei Riester wird eher die Versicherungsgesellschaft versorgt.

@melman86c
Bei Riester wird eher die Versicherungsgesellschaft versorgt.

Ich kann diesen pauschalen Schwachsinn nicht mehr höhren, von Leuten, die weder Fachwissen in der Thematik haben noch den Kunden und seinen Bedarf kennen.

Ob Riester für den Fragesteller sinnvoll ist oder nicht kann man nicht aus dem Bauch heraus entscheiden. Auch wissen wir nicht welche Form des Riestervertrags wir haben und welche Konditionen diesem zugrunde liegen, also sollten wir sehr vorsichtig sein zu urteilen.

Danke für deine schnelle hilfreiche Antwort!

Stimmt es gibt zwei Kostenstellen, die "Verwaltungskosten" und dann noch die "Abschluss und Vertriebskosten". Auch die Abschluss und Vertriebskosten fallen in den ersten 5 Jahren an. Ist es damit also das gleiche? Muss ich bei einer Kündigung nur die zahlen die mir bis in Jahr zwei in der Kontoaufstellung gerechnet wurden, oder auch die für Jahr 3, 4 und 5?

Zu deiner Frage: Ich habe den Vertrag vorschnell abgeschlossen. Hohe Nebenkosten und auch Rendite ist einfach nicht gut. Ich werde einen anderen Weg suchen, meine Rente zu sichern. Ob ich einen Vertragswechsel mache oder einen ganz anderen Weg gehe weiß ich noch nicht. Daher stelle ich diese Frage, um genau zu wissen, was bei einer Kündigung passiert. Es wird in vielen Beiträgen davor gewarnt in den ersten 5 Jahren zu kündigen, was für mich so klang als müsse man auch zukünftige Verwaltungs und auch Abschlusskosten zahlen, wenn man vorzeitig kündigt.

@butter82
Ist es damit also das gleiche?

Nein Verwaltungskosten sind etwas anderes als Abschlusskosten, komm ich weiter unten zu

Wenn man einen Menschen berät, seine Wünsch und Ziele aufnimmt, sein Anleger- und Risikoprofil erstellt aufgrunddessen einen Marktvergleich vornimmt, einen Vertrag schließt und diesen über Jahre betreut ist das doch vollkommen normal, dass dies Geld kostest.

Entweder werden diese Kosten in den Beitrag eingerechnet und der Anbieter übernimmt diese quasi oder ich stelle diese dem Kunden in Rechnung, da ist man aber ganz schnell bei 1.000 bis 2.000,- €. Und ich akzeptiere hierbei grundsätzlich keine Ratenzahlung.

Ob ich einen Vertragswechsel mache oder einen ganz anderen Weg gehe weiß ich noch nicht.

Du kannst nicht mehr wechseln, wenn das Ding einmal gekündigt ist. Daher würde ich lieber beitragsfrei stellen, während du prüfst. Eine Deckungskapitalübertragung wäre förderunschädlich und dir blieben die Zulagen erhalten.

Es wird in vielen Beiträgen davor gewarnt in den ersten 5 Jahren zu kündigen

Genau, weil in Bruttopolicen, wie du eine hast, die Abschlusskosten gezillmert sind über die ersten 5 Jahre. Die Abschlusskosten werden nicht aus dem Verwaltungs- oder Risikokostenanteil bezahlt, sondern aus dem Sparanteil, dadurch sind die Rückkaufswerte in den ersten 5 Jahren entsprechend niedrig,

Eine Versicherungslösung ist immer nur dann sinnvoll, wenn man

  1. Diese langfristig bedient (15-20 oder mehr Jahre)
  2. Damit primär das Langlebigkeitsrisiko absichern will.
@kevin1905

Danke für deine Antwort. Gezillmert bedeutet diese stehen bei Vertragsbeginn an. Wie du schon sagtest zB verteilt auf die ersten 5 Jahren. Daher hier nochmal die Frage, müsste ich bei vorzeitiger Kündigung die Abschlusskosten der vollen 5 Jahre bezahlen, oder nur die, die bis jetzt angefallen sind?

Ich weiß dass ich nicht kündigen darf bei Vertragswechsel und dass ein Makler auch eine Provision bekommt, dass solche Verträge nicht grundsätzlich schlecht sind und dass eine solche Lösung sich nur langfristig auszahlt.

@butter82
Daher hier nochmal die Frage, müsste ich bei vorzeitiger Kündigung die Abschlusskosten der vollen 5 Jahre bezahlen, oder nur die, die bis jetzt angefallen sind?

Nur die, die tatsächlich angefallen sind, weil die Provision/Courtage anteilig (3/5) zurückzuzahlen wäre durch denjenigen, der sie bekommen hat.

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