Riester: Entnahme für eine Anschaffung/Herstellung einer Wohnung - was passiert mit den Zulagen?

2 Antworten

Was passiert mit den staatlichen Zulagen und der Steuerersparnis, muss ich diese zurückbezahlen?

Nein, die Anschaffung oder Herstellung einer selbstbewohnten Immobilie ist KEINE förderschädliche Verwendung.

Du musst mit deinen Beiträgen und den Zulagen in Zukunft die Tilgung mitbestreiten.

Auch musst du später im Rentenalter eine fiktive Rente versteuern (Stichwort: Wonförderkonto).

Du "kannst" mit Deinen Beiträgen un die Zulagen in Zukunft ... (sofern Du eine Riesterhyputhek oder ein Riesterbauspardarlehen in die Finanzierung einbaust).

Du kannst aber auch nur das Kapital als Eigenkapital verwenden und Alternativ den Vertrag stilllegen oder weiter besparen.

Keine Ahnung welche Steuerersparnis du meinst, die Zuschüsse musst du aber selbstverständlich zurückzahlen.

Warum selbstverständlich, ich nutze diese Immobilie als Altersvorsorge. Ein Riestervertrag senkt im übrigen die Steuerlast.

@domerich

Mit der Steuerlast war mir garnicht nicht klar, auch wenn ich einen Riestervertrag habe. Im Hinblick auf die Zulagen bleibt festzustellen, dass die Zulage vertragsgebunden ist und nicht generell für alle Formen der Altersvorsorge. Meine Frau hatte auch mal kurzzeitig einen Riestervertrag, dann das Geld aber lieber noch in eine alte und lukrativere Lebensversicherung umgeschichtet. Daher weiß ich auch aus eigener Erfahrung, dass die Zulagen erstattet werden müssen.

@DerJoergi

Nein, wenn die Immobile selbst genutzt wird, bleiben die Zulagen erhalten.

@domerich

jetzt verstehe ich das erst- ich dachte, dass du den Riestervertrag kündigen willst um das Geld als Eigenkapital zu nutzen, stattdessen willst du ihn nur beleihen. Da kenne ich die Konditionen überhaupt nicht.

@DerJoergi

nein er wird nicht beliehen, sondern ausgezahlt.

Ich habe mal recherchiert, was DerJoergi sagt ist nicht wahr.

Man muss aber die Steuern im Alter zu einem dann niedrigeren Steuersatz nachversteuern. Die Zulagen bleiben erhalten.

Die Antwort ist falsch.

Anschaffung oder Herstellung einer selbstbewohnten Immobilie ist nicht förderschädlich.

Die bisher erhaltenen Zulagen sind Eigenkapital und die zukünftigen Teil der Tilgung.

Steuervorteil und förderschädliche Auszahlung bei Riester Rente?

Hallo liebe Community!

ich denke derzeit über eine Riester Rente nach (33 Jahre Laufzeit, monatlicher Beitrag 100-150 €, Bruttogehalt lassen wir mal außen vor.)

PRV = Private Rentenversicherung RRV = Riesterrentenversicherung (jeweils mit oder ohne Fondsanteile, das sei mal dahingestellt)

Meine Frage ist folgende: Großer Vorteil einer RRV ist die Hartz 4-Sicherheit. Großer Vorteil einer PRV ist das Kapitalwahlrecht. Wenn ich mir das Kapital aus der RRV mit 63 oder 67 Jahren förderschädlich auszahlen lasse, müssen Fördergelder und Steuerersparnisse zurückbezahlt werden, was die Auszahlung vermutlich unwirtschaftlich macht, da die Steuervorteile i.d.R. nicht in den Vertrag eingezahlt werden. 

Wenn ich auf die Jährliche Steuerersparnis über die Anrechnung der Vorsorge als Sonderausgaben verzichte, muss ich sie auch später nicht zurückzahlen und kann dann eine Kapitalauszahlung annähernd gleicher Größe erwarten, wie bei einer PRV. Richtig? Der Vertrag lief ja dann über 12 Jahre und ich wäre über 62 => Lediglich Besteuerung von 50% der Erträge. 

Oder müsste ich die Steuervorteile über die Steuererklärung nutzen, die Summen dann aber quasi als Sonderzahlung in die RRV einzahlen bzw. falls das nicht geht, die Steuervorteile separat anlegen und nur gedanklich später dem gekürzten Auszahlbetrag hinzuaddieren?

Oder ist da irgendwo ein kompletter Bock drin?

Danke schon mal, liebe Grüße,

Ruebli

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Kündigung einer Riester-Rente bei 2 vorh. Riester-Renten (Ehepaar) - Steuerl. Auswirkung bei Zusammenveranlagung?

Meine Frau und ich haben beide eine Riester-Rente und werden steuerlich zusammenveranlagt. Jetzt möchte ich meine Riester-Rente (übrigens ein Fondssparplan) kündigen. Laut meiner Überprüfung der seit dem Beginn der Riester-Verträge erhaltenen Steuerbescheide ist die Steuererstattung immer niedriger gewesen als die Zulage, sodass es immer die Zulage für die beiden Riester-Verträge gab (sodass also bei der Steuererklärung die Riester-Beiträge nie als Sonderausgaben abgezogen wurden, sondern immer die Zulagen in den Riester-Vertrag "geflossen" sind). Ich habe seitdem lediglich 3,5 x die Zulage erhalten und meine Frau für ihren Riester-Vertrag immer die Zulage + die Kinderzulagen. Ab 2010 habe ich meinen Riester-Vertrag ruhen lassen - meine Frau hat für ihren Riester-Vertrag allerdings weiter Beiträge bezahlt (und auch die eben genannten Zulagen + Kinderzulagen erhalten) und möchte ihren Vertrag auch bestehen lassen.

Da wir ja zusammenveranlagt werden, nun meine Frage: wenn ich nun meinen Riester-Vertrag kündige, hat es dann irgendwelche Auswirkungen auf den Vertrag meiner Frau (auf ihre bisher erhaltenen Zulagen) oder werden vom Finanzamt noch einmal die vergangenen Steuererklärungen neu berechnet (also dann quasi so, dass praktisch für die vergangenen Jahre jeweils die Riester-Beiträge meiner Frau wegen unserer Zusammenveranlagung bei den Vorsorgeaufwendungen nicht berücksichtigt werden und ich bzw. wir dann bei der Steuer höher eingestuft werden) und ich muß noch Steuern nachzahlen? Oder ist es vielmehr so, dass bei unseren Steuererklärungen ja sowieso nie die Sonderausgaben in der Steuererklärung abgezogen wurden und daher auch diesbezüglich keine Steuernachzahlungen zu erwarten sind?
(übrigens ist mir schon klar, dass ich die erhaltenen Zulagen (meine) zurückzahlen und die erhaltenen Kapitalerträge aus dem Vertrag versteuern muß).

Danke im voraus für eine Anwort.

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