Rentenproblematik

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Ich versuchs mal.

in den 50ger, 60ger und 70ger Jahren wurden pro Jahr ca. 1,3 Mio. Kinder geboren. Danach ging die Geburtenrate kontinuierlich zurück. Warum, darüber kann man streiten. Ich denke, das sieht jeder anders. Kinder kosten eben Geld und wenn man Konsum betreiben möchte, also etwas kaufen, wenn es einem gefällt, dann sind Kinder irgendwie unpassend. Die Industrie und Konsumbranche hat sich in den Jahren entwickelt. Heute kann man viel mehr kaufen als früher, aber die Produktion ist auch wesentlich effektiver. Vieles wird von Robotern gemacht, weil es einfach schneller gehen muss. Andere Länder haben bezüglich der Rente nicht so ein Problem, weil es dort eben Nachwuchs gibt. Unser Rentensxstem funktioniert nach dem sogenannten Umlagesystem. Das bedeutet, dass alle die, die heute arbeiten gehen auch die Rente der heutigen Rentner zahlen. Da leider die Geburtenrate immer weiter zurück geht, aber die Kinder aus den 50ger, 60ger und 70ger Jahren nun nach und nach in Rente gehen werden entsteht das Problem bei der Rente. Weniger Kinder bedeutet in der Konsequenz auch weniger Menschen, die heute und in Zukunft arbeiten gehen, somit in die Rentenkasse zahlen und somit auch das Umlagesystem weiter finanzierbar machen. Hinzu kommt das Problem, dass man früher schon teilweise mit 15 oder 16 ins Berufsleben eingestiegen ist und somit auch relativ füh begonnen hat das System mit zu tragen. Die Anforderungen gegenüber der heutigen Jugendlichen gegenüber früher sind aber exorbitant gestiegen. Hat es früher z. B. gereicht mit einem guten Realschulabschluss eine Banklehre zu machen, brauchst du heute Abitur. So zieht sich das durch alle Branchen. Heute muss man viel länger die Schulbank drücken, oftmals noch studieren, bis man dann endlich mal anfängt zu arbeiten. Viele gehen dann noch den zweiten Bildungsweg, weil sie feststellen, dass der erste keinen Spass macht. Man nennt sie auch: "die ewigen Studenten". Alles probieren und versuchen zu studieren und wenn alles schief geht am Ende dann Lehrer werden.

All dies in der Summe ergibt dann das Rentenproblem, weil die starken Jahrgänge nun kommen und auch Rente haben möchten, aber viel weniger Menschen da sind, diese starken Generationen tragen können. Früher hat man gesagt: Ein Angestellter oder Arbeiter trägt die Rente von einem Rentner. Heute ist es aber so, dass ein Arbeiter oder Angestellter 3-4 Rentener tragen müsste, was natürlich nicht funktioniert. Du kennst bestimmt dieses Bild. Oben schmal und unten fett. Bedeutet: Viele Arbeiter tragen wenig Rentner. Dieses Bild wird sich in den nächsten Jahren ändern: unten dünn und oben fett: bedeutet viele Rentner und wenig Arbeiter, die das finanzieren und tragen können. Das Umlageverfahren in Deutschland wurde von vielen Wirtschaftswaisen schon oft kritisiert und man hat vorher gesagt, wie es enden würde. Niemand hat darauf gehört und nun gehörst du zu der Generation, die das irgendwann mal ausbaden müssen. Wenn es dich aber tröstet, dann sei dir gewiss, dass auch alle Rentner, die nun kommen werden dieses Problem haben werden, auch ich.

Niemand ist gezwungen sich alleine auf die staatliche Rente zu verlassen. Es steht jedem frei selbst zusätzlich vorzusorgen.

Wer natürlich sein Geld komplett auf den Kopf haut, kommt dann in diese Zwickmühle.

Die Problematik mit der Rente wirst Du auch mit 16 nicht wirklich erfassen bzw. erfassen wollen !

Bei Wiki gibts Artikel zu Rente, Generationsvertrag, Umlageverfahren etc. ... lies Dich mal ein.

Günstig ist das ganze nicht mehr. Der Generationenvertrag haut schon Jahre nicht mehr hin und die Rente wird seit Jaaaahren massiv durch Bundeszuschüsse gestützt. Da wird auch nichts mehr reparierbar sein, auch nicht durch den ständigen Ruf nach Beamten und Unternehmern. Da müsste mal grundsätzlich jemand was richtig reformieren, da trauen sich aber viele nicht ran, weil sie dann nicht wieder gewählt werden.

Sorry die echte Wahrheit dazu würde hier nicht akzeptiert werden können. Denn die Ursache dazu ist nahezu ausschließlich in Politik zu suchen. Die Demographie wird nur als naja vorgeschoben.

Vorgeschoben wird die nicht. Früher haben die ein Verhältnis 5:1 berechnet. 5 zahlten 200 und einer bekam 1.000. Das würde auf Dauer aber nur funktionieren, wenn auch nach 40 Arbeitsjahren jeder der 5 wieder 5 hätte, die für ihn zahlen. 5 haute schon damals nicht hin und seit Jahren haben wir ca. 1,4 Kinder pro Frau. Damals nach dem Krieg war das zwar die einzige Form, wie man das finanzieren konnte, aber das ist mehr als 70 Jahre her und seit Jahrzehnten mahnen einige an, dass das nicht mehr klappt.

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