Rentennachzahlung und nun ist keiner mehr für mich zuständig

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Wenn ich die Rentennachzahlung angreife, habe ich doch dann auch bloß Ärger, wenn dann das Jobcenter doch das Geld von mir rückfordert. Wäre froh, wenn mir Jemand wertvolle Tips geben kann.

Das Jobcenter, kann bei Dir keine Rûckforderung mehr stellen, wenn die DRV die Rentennachzahlung schon an dich ûberwiesen hat. Aufgrund dieser Rechtslage (weil sie es eben nicht "können" bzw. dûrfen) fûhren sie ja den Rechtsstreit gegen die DRV. Und eben aus diesem Grund (Nachzahlung der Rente) gilts du in diesem Sinne als Vermôgend.

Allerdings schießt das Jobcenter, hier ûber das Ziel hinaus, wenn sie die Freibetràge fûr Vermögen nicht beachtet. Tut sie das nicht, wûrde ich den Klageweg einschreiten.

inzwischen ist mein Antrag auf HLU vom Sozialamt abgelehnt wurden. Gerade deswegen weil ich nun durch die Rentennachzahlung angeblich vermögend bin. Die Freibetragsgrenze wurde überschritten. Ich habe zuviel Geld auf dem Konto obwohl es mir nicht gehört.Ich kann doch nicht ALG II was mir ab Zuerkennung der Rente nicht mehr zusteht behalten. Ich kann ja nichts für die langen Bearbeitungszeiten beim Rententräge. Der VdK reicht auf jeden fall Widerspruch ein, aber es bestehen keine guten Aussichten auf Grund des bescheuerten Urteils des Bundessozialgerichts. Ehe dann mal eine Entscheidung gefäält wird, wir werden sicher auch noch klagen müssen, wird wohl meine Rentennachzahlung aufgebraucht sein. Und von was soll ich dann meine AlG II leistungen die mir nicht zustanden zurückzahlen. Da sitz ich auf einen Haufen Schulden. Mir fehlen aber im moment die aufstockenden leistungen des Sozialamtes zum Lebensunterhalt, da muss ich die rentennachzahlung angreifen, sonst kann ich irgendwann die Miete nicht mehr bezahlen. Wer will schon auf der Straße landen?

Da ist die Sachbearbeiterin des Sozialamtes falsch informiert,es muss doch im Rentenbescheid drinn stehen das die Rentennachzahlung vorerst nicht an Dich ausgezahlt werden wird bis die Ansprüche dritter darauf geprüft sind,das ist auch die Regel.Und bis zu dieser Entscheidung muss ergänzende Grundsicherung gezahlt werden,und das Sozialamt muss und wird sofort selber Ansprüche an der Nachzahlung anmelden falls es einen Restbetrag geben sollte,so ist die normale Vorgehensweise in solchen Fällen,und das wissen die Sozialämter auch das die Rentenversicherung nach einer rückwirkenden Rentenbewilligung auf EU Rente immer erst die Ansprüche dritter prüft,da gibt es oft Forderungen von Krankenkassen,Arbeitsämter,usw,wenn alles nichts hilft wende Dich an den Vorgesetzten der Sachbearbeiterin.

Erst mal Danke für die Antwort. Aber es wurde nicht erst geprüft ob Ansprüche Dritter zum Verrechnen und Erstatten bestehen. Der Rententräger hat einfach an mich ausgezahlt. Bei telefonischer Rückfrage, warum sie nicht mit den Jobcenter verrechnet haben, bekam ich nur die Antwort, da machen wir schon seit ca einem halben ja nicht mehr, wir sind dazu nicht mehr verpflichtet. Ich soll selbst zusehen wie ich das regele. Es tut Ihnen zwar leid, das diese Nachzahlung jetzt als Vermögen angesehen wird, können das aber nicht ändern. Beim Sozialamt kann ich mich auch erst beschweren, wenn ich die Ablehnung in der hand habe. Bis dahin kann es aber noch dauern, jetzt vor den Feiertage passiert da Nichts mehr.

@Krosti

OK,dann ist das neu,und bei mir in Berlin wird das immer noch so gehandhabt wie von mir beschrieben,eine Bekannte hat nach einer Neuberechnung ihrer EU Rente eine Nachzahlung zugesprochen bekommen,und da sie Grundsicherung bezieht wurde ihr mitgeteilt das der Betrag nicht an sie ausgezahlt wird und Ansprüche dritter geprüft werden.Da bleibt Dir nur eine Möglichkeit,gehe zum Arbeitsamt und lase Dir schriftlich geben was die für Forderungen an Dich haben,und bezahle diese dann von dem Nachzahlungsbetrag.Das Arbeitsamt darf nicht mehr fordern als der Nachzahlungsbetrag gesammt ausmacht,ist es mehr dann haben sie Pech gehabt,und wenn Du das bezahlt hast und nichts mehr über bleibt dann muss das Sozialamt zahlen,und hebe alle Belege auf.

dumust trotzdem den ntrag stellen und dagegen dann Widerspruch einlegen. Darin äußerst du dich dann zu deinen "neuen Vermögensverhältnissen". Im weiteren solltest du zum Amtsgericht gehen und dort nach den Möglichkeiten für (einstweilige Verfügung ? ) fragen. Das findet dann wohl in der Rechtshilfe beim Gericht statt.

Danke für die schnell Antwort. Ich habe mich schon um eine Mitgliedschaft im VdK gekümmert. Wenn das Sozialamt dann die auftockenden Leistungen ablehnt machen die für mich den Wiederspruch. Aber die Zeit ehe mal alles bearbeitet ist zieht sich so ewig hin. Erst wollten sie meinen Antrag gar nicht annehmen. Sie konnten mir auch keine § bzw Rechtsgrundlage nennen, wo drin steht, das rentennachzahlungen als vermögen anzusehen sind. Sie sagten nur, für uns zählt nur der Kontostand, und da haben Sie mehr geld als sie haben dürfen.

@Krosti

Also das ist Willkür. ICH würde jetzt diesen Betrag an die Rentenkasse zurück überweisen. Eventuell mit dem Vermerk. Die Zahlung muss an das Sozialamt erfolgen ( da ich Leistungen nach ALG XY für diesen Zeitraum erhalten habe] Dann ist er weg aber nicht verloren....der Betrag.

@Auchdazu

danke, wenn das so einfach wär. das geht aber nicht, habe ich dem Rententräger auch schon gesagt, dass ich das Geld nicht behalten will. Da wurde mir gesagt, da hätte ich keinen Rentenantrag stellen sollen. Es muß einem doch bewußt sein, das eine Rente nicht von heute auf morgen entschieden ist, und das sind Nachzahlungen üblich. Bestraft ist also immer der kleine dumme Antragsteller. Wir sollen alle Eventualitäten vorher wissen, aber die Ämter untereinander sind sich nicht einig und machen was Sie wollen. Da bekommt man ja Zustände, mir schwirrt schon der Kopf, man hat immer Angst irgendwie was falsch zu machen.

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