Rente mit 63 sinvoll...?

5 Antworten

Demnach ist derjenige im Juli 1956 geboren.

Ab 01.04.2020 könnte er abschlagsfrei in Rente gehen (Altersrente für besonders langjährig Versicherte). Wenn er ab dem 01.08.2019 die Altersrente für langjährig Versicherte mit 63 Jahren beantragt, nimmt er Abschläge in Höhe von 10,8% in Kauf.

Stellt er vor Vollendung des 63. LJ. einen Antrag, kann er nur Erwerbsminderungsrente beantragen. Aber auch die ist mit 10,8% Rentenkürzung verbunden, könnte aber günstiger ausfallen als die Altersrente mit 63.

Mein Rat: Mit dem Arzt sprechen. Wenn der Arzt bescheinigt, dass die Reha aus medizinischen Gründen nicht indiziert ist, wird man ihn nicht zwingen. Er sollte versuchen, den Rentenantrag so lange wie möglich hinauszuzögern, denn jeder spätere Monate verringert den Abschlag um 0,3%. Am besten wäre es, wenn er den Antrag erst ab dem 01.04.2020 stellt - dann hätte er keine Rentenkürzung.

Woher ich das weiß:Berufserfahrung

Die gekürzte Rente ab dem 01.08.2019 würde bei 49,4248 EP = 1457 € betragen, die ungekürzte ab dem 01.04.2020 = 1633 €.

Was ist in den letzten 3 Monaten geschehen? Er ist über 40 Jahre zu einer Arbeitsstelle gegangen.

War er noch nie in Urlaub?

Gibt es die Option einer ambulanten Reha - dann ist es doch wie zur Arbeit zu gehen. Alternativ kann auch jemand seines Vertrauens mit zur Reha (als Selbstzahler).

In Rente kann er frühestens mit 63 und hat mit Jahrgang 1956 meines Wissens, dann rd. 10% Abschläge. Kann er sich das leisten? Punkte sind schön, 💰💶💶💶sind aussagekräftiger.

Falls er sich doch vom Rehaantrag überzeugen lässt, soll er darauf achten, dass er nicht sein Dispositionsrecht hergibt.

Unabhängig davon würde ich mich vom VDK beraten lassen.

Wenn die KK nicht zahlt und er kein Krankengeld erhält, wer führt dann seine Sozialabgaben ab? Muss er sich dann Jobcenter melden? weiß ich aber nicht und bin mir hier nicht sicher.

...er hatte jedes Jahr normal ca 30 Tage Urlaub gehabt...Natürlich hat er 2019 erst 6 Wochen Krankengeld vom Arbeitgeber bekommen...und jetzt sollte er seit dem 1.03.19 Krankengeld von der Krankenkasse beziehen aber die KK verlangt eine Reha...Ohne Therapie wird er nicht gesund...(es ist eine schwere Alkoholsucht) 2018 hat er auch einen schlimmen Rückfall gehabt aber konnte zwischendurch arbeiten gehen...leider nur kurz ca 6 Monate...und wieder ein Rückfall erlitten dazu kommt Polyneuropathie , COPD, Leberzirrhose, Depression ...

@Ulanamass

macht die Sache etwas schwieriger. Dann weiß er, dass ihn keine entspannte Reha erwartet.

Solange er nicht selbst den Willen aufbringt und die Notwendigkeit erkennt , wirst du keine Chance haben. Wie man sich hier als Angehöriger richtig verhält, kann ich dir leider auch nicht sagen.

Dann wird er sich wohl an die Sozialhilfe gewöhnen müssen. Das Krankengeld wird eingestellt, wenn er sich nicht an die Aufforderung hält.

Das Krankengeld steht ihm zwar zu, aber er muss sich eben auch an die Regeln halten.

Er sollte sich auf jeden Fall die möglichen Alternativen genau durchrechnen (lassen), bevor er unwiderrufliche finanzielle Entscheidungen trifft. Je länger er den Rentenantrag hinauszögert, um so besser für ihn.

Wie viele Rentenpunkte hat er? Ich würde mir das von der Deutschen Rentenversicherung zeigen und errechnen lassen. Alles weitere sieht man dann.

49,4248 (laut Rentenauskunft vo 2019)

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