Rente - Versicherung oder selbst anlegen?

5 Antworten

Seit 01.01.2005 gilt in Deutschland das Alterseinkünftegesetz, dieses teilt die Altersvorsorge in 3 Schichten auf:

  1. Baisversorgung: Hierzu zählen die gesetzliche Rente, Versorgungswerke und die sog. Rürup-Rente. Ledige können Beiträge zur Basisversorgung bis zu 20.000,- € im Jahr steuerlich geltend machen. Davon erkennt das Finanzamt für 2012 74% der Beiträge steuermindernd an. Arbeitnehmer müssen aber die Arbeitgeberbeiträge zur GRV herausrechnen. Mit 31 Jahren wirst du erst nach 2039 das erste Mal Altersrentebeziehen, hieße deine Rente aus dieser Schicht ist zu 100% steuerpflichtiges Einkommen.

  2. Zusatzversorgung: Hierzu zählen die Riester-Rente und die betriebliche Altersversorgung. Bei der Riester Rente gibt es Zulagen und evtl. Steuervorteile. Wer 4% von seinem Vorjahresbrutto spart erhält 154,- € davon als Grundzulage, sowie 185,- € für jedes vor 2008 geborene Kind, und 300,- € für jedes ab 2008 geborene. Die Beiträge können bis zu einem jährlichen Höchstbetrag von 2.100,- € steuerlich geltend gemacht werden. Die Riester-Rente ist bei Bezug 100% steuerpflichtig. Die betriebliche Altersversorgung wird über den Arbeitgeber organisiert. Seit 2002 hat jeder Arbeitnehmer einen Rechtsanspruch auf die bAV durch Entgeltumwandlung. Der Arbeitnehmer verzichtet auf Teile seines Bruttolohns, diese werden steuer- und sozialabgabenfrei angelegt, bis maximal 4% der Beitragsbemessungsgrenze der GRV West (z.Zt. 224,- € pro Monat). U.U. können jährlich weitere 1.800,- € steuerfrei aber sozialabgabenpflichtig bespart werden. Die bAV unterliegt in der Rente zu 100% der Steuerpflicht, und meistens auch der Beitragspflicht zur Kranken- und Pflegeversicherung der Rentner.

  3. Kapitalanlageprodukte: Hier gehören die klassischen Rentenversicherungen hinein. Die Beiträge hierzu können nicht steuerlich geltend gemacht werden, aber dafür gilt im Alter die günstige Ertragsanteilsbesteuerung. Bezieht ein Mensch also mit 65 erstmalig hieraus eine Rente so sind dvon nur 18% steuerpflichtig. Wird das Kapitalwahlrecht ausgeübt so bleiben die Hälfte der Erträge steuerfrei, wenn der Vertrag mindestens 12 Jahre lief und der Begünstigte mindestens 62 jahre alt ist (bis 2011 geschlossene verträge: 60).

Wie du siehst ist das Thema sehr komplex, daher rate ich dir zu einer eingehenden Beratung bei einem Versicherungsmakler, da du ja nach eigener Aussage einem Einfirmenvertreter nicht traust. Der steht auch im Streitfall auf der Seite seiner Kunden. Eine auf dich passende Strategie kann nur entwickelt werden wenn dein beruflicher und privater Status sowie diene Ziele und Wünsche bekannt sind.

Ich denke die beste Antwort zu dieser Frage !!

IIch würde zu einer Anlage in einen oder mehrere marktbreite Etf, z.B. MSCI World raten und diesen monatlich per Sparplan besparen. Bei einer Direktbank bekommst du ein kostenloses Depot und die Kosten für ETF sind niedrig. Mit wenig Startkapital empfinde ich dies als beste Anlageform. Da du noch viele Jahre Zeit bis zur Rente hast, kannst du Marktschwankungen locker aussitzen. Langfristig müssten ca.6-8% Rendite drin sein.

Eigentlich ist es egal, in welcher Form du sparst. Auch eine abbezahlte Eigentumswohnung würde dir im Alter ja Geld sparen. Dann hättest du statt der Miete nur noch die Nebenkosten zu tragen. Und du kannst nicht früh genug damit anfangen. Auch wenn viel Schindluder getrieben wird, ist der Riestervertrag für den kleinen Geldbeutel nicht schlecht. Den kann man ja auch woanders abschließen, als bei Herrn Maschmeyer und Konsorten.

Hallo, dein Geldbeutel gibt nicht viel her! Riester ist für dich sicher erschwinglich, aber durch die Produktbausteine sind dort für dich wenige Vorteile. Du hast die Situation richtig erkannt und hier, ohne dich näher zu kennen, bleibt das "kleine" Sparen in Fonds die Anlage die langfristig dir helfen sollte. Natürlich ist hier beobachten und lernen damit richtig umzugehen eine Voraussetzung. Dein GELD muss sich über der Inflation(2,5% pro Jahr) entwickeln, damit du wirklich was im Alter davon hast. Langfristig sollten 6-9 % pro Jahr realistisch sein. Mit den richtigen Veränderungen der Anlage(sichern und renditeoptimieren) kannst du bis zu mehrere Tausend€ dir ansparen. Bei Veränderungen der Anlage entstehen zwar Kosten und auf die Gewinne muss Abgeltungssteuer bezahlt werden, aber die Ausnutzung deines Steuerfreibetrages (800 €) hält sich das in Grenzen. Es gibt auch gute Fondspolicen/Renten die dir ein gutes Fondssparen ermöglichen. Nur der Nachteil ist, das hier die Abschlusskosten in den ersten 5 Jahren entnommen werden und dir im "Notfall" zu wenig Geld in den ersten Jahren bleibt. Für später ist die Variante wegen der kostenfreien Anlagewechsel innerhalb der Police und steuerbegünstigten Auszahlung und Verrentungsmöglichkeiten interessanter. Viel Glück! constein

Ich persöhnlich lege mein Geld in ein eigenes Haus an bzw Grundstücke. Das ist am sichersten.

Hallo, eine Person die gerade ihr Einkommen hat um über die Bühne zu kommen, kann keine Immobilie sich zulegen. Nimm mal einen Taschenrechner! constein

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