Renovierungskosten beim Hauskauf?

5 Antworten

Renovierungskosten unterliegen keinem Wahl- oder Auswahlverfahren! Soweit solche Kosten beim Erwerb eines Hauses absehbar sind und aus eigenen Mitteln zum dringenden Erhalt des Objektes nicht aufgebracht werden könne, dann sollten Sie die nach entsprechender kostenmäßiger Bewertung eines Fachmannes mit in Ihre Finanzierung einbauen! Tauchen solche unabwendbaren Kosten zu einem späteren Zeitpunkt auf und Sie verfügen nicht über die erforderlichen langfristig einplanbaren Mittel, dann dürften Sie bei solchen Überlegeugnen recht bald pleite sein und Ihr Häuschen in der Zwangsversteigerung "den Bach runter gehen"!

Es kommt auf den Zustand/Alter des Hauses an. Ihr solltet euch da auch mal mit der Energieeinsparverordnung 2009 auseinandersetzen, die hält da u.U. einige unliebsame Überraschungen bereit. Wenn ihr z.B. eine Heizung älter Bj 1978 habt, muss die ausgewechselt werden, Kosten um die 10.000 EUR mind. Müsst ihr den Aussenputz erneuern, weil er abplatzt? Dann seid ihr verpflichtet, den Ersatz nach den inzwischen sehr strengen Regeln dieser Verordnung zu gestalten, da kommen gleich ein paar(!) 10.000 EUR zusammen. Weiter gehts im Dachgeschoss, wenn das nicht isoliert ist, seid ihr (trotz Eigenleistung) nochmal ein paar tausend EUR für Material los, denn das ist eine Vorschrift, dass das bis spätestens Ende 2011 erledigt werden muss (bei Einzug/Erwerb nach 2002). Und wenn ihr mehr als 10% der Fenster austauschen lassen wollt, müsst ihr alle Fenster erneuern. Da seid ihr auch schnell bei nem 5-stelligen Betrag. Vielleicht macht ihr Fassade/Fenster nicht gleich, aber was ist, wenn ihr es z.B. in 10 Jahren machen müsst (um z.B. Schäden am Mauerwerk zu vermeiden), dann aber keinen Kredit aufnehmen könnt? Für Innenrenovierung kommt ihr mit 10.000 EUR nicht hin, ausser ihr nehmt das billigste vom billigen. Eine ordentliche Küche unter 10.000 EUR ist entweder klein oder nicht zu bekommen, auch Böden sind (wenns nicht billiges Klick-Laminat werden soll) nicht gerade billig. Gerade wenn ihr euch ein altes Haus kauft, solltet ihr es unbedingt von einem Gutachter bewerten lassen, als Laie seht ihr viele versteckte (und möglicherweise sehr teure) Mängel nicht! Die paar hundert bis tausend EUR sollten das wert sein! Bei eurem begrenzten Verfügungsrahmen würde ich mir den Kauf sehr gut überlegen!

Noch was zu bedenken, was darüber hinausgeht: Wenn ein Kauf einer solch alten Immobilie nicht sauber durchkalkuliert wurde, habt ihr entweder nur eine halb renovierte Bruchbude oder ihr übernehmt euch finanziell. Beides ist ein potentielles Risiko für eure Ehe, die an solchen Dingen leicht den Bach runtergehen kann. Ich spreche da aus einigen Erfahrungen im Bekanntenkreis, von denen zwei Ehen an genau diesen Gründen gescheitert sind! Und vergesst das, was ich aus einer anderen Antwort gelesen habe: Ihr werdet keinen Kredit bekommen, der so eine niedrige Rate habt, als was ihr derzeit an Kaltmiete zahlt...!

In eurem Finanzierungsplan mit der Bank sollten entsprechende Positionen für die Renovierung einkalkuliert sein. Wenn ihr die Höhe noch nicht wisst, solltet ihr mit nem Fachmann eine Kostenschätzung machen. Sonst kann es zu bösem erwachen kommen. Die Bank prüft die Verhältnismäßigkeit der Kosten und gibt diese bei Rechnungsvorlegung frei.

Da mußt du dir einen fachmann nehemen und alles durch gehen. Denn das kann man Pauschal nicht sagen.Die Bank wird dir so bestimmt nichts geben,bzw.später noch mal was nach schießen sollte es nicht reichen. Oder einen von der Bausparkasse dazunehmen kann man vieleicht auch da drüber finanzieren

Ich gehe davon aus, dass ihr euch derzeit für ein Haus interessierst und merke anhand deiner Fragen, dass du oder auch ihr KEINE Ahnung davon hast/habt... Da wäre ich mehr als vorsichtig, denn das kann gewaltig ins Auge gehen.

Grundsätzlich: Ein Haus kostet 150,000 Euro.... dazu kommen dann Maklergebühren, Grunderwerbssteuer usw... in Höhe von ca. 12000,- Euro.... dann auch noch Renovierungskosten in Höhe von voraussichtlich 20.000 Euro.. wären zusammen: 182.000 Euro.

Wenn nun jemand kein Eigenkapital hat, wird er es schwer haben, dieses Haus zu finanzieren. Denn eine Vollbeleihung macht keine Bank mehr..... also braucht ihr mindestens 30.000 Euro, um die restlichen 152.000 als Kredit zu bekommen. Dieser Kredit wird ganz einfach dazu verwendet, zum einen das Haus zu bezahlen... die Bank überweist die Kreditsumme auf das Girokonto und ihr von da aus an den Verkäufer... somit habt ihr noch 2000 vom Kredit auf dem Girokonto, welches ihr beliebig verwenden könnt für eure sonstigen Kosten....

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