Reimport bezahlt und nun Geld weg wegen Händlerpleite?

5 Antworten

Du mußt dich dann an den Insolvensverwalter wenden. Und ja, es kann gut sein, das das Geld teilweise weg ist.

je nachdem was mit der Firma passiert, kann es auch sein, das du ein paar Jahre auf dein Geld warten mußt.

Ich habe auch schon Reimportautos gekauft. Damals einen Opel der aus Holland geliefert wurde. Vor Übergabe musste das Fahrzeug bezahlt sein. Bei weiteren Autohändlern bei denen ich eweils Neuwagen gekauft habe, war es üblich, dass vor Übergabe des Fahrzeugs, das Fahrzeug bezahlt werden musste. Insofern ein völlig normaler Vorgang.

In deinem Falle bist du Betrügern aufgesessen. Wer weiss, wiviele Fahrzeuge die verkauft haben, das Geld dafür kassiert und dann insolvenz angemeldet. Der größte Teil des Geldes ist dann verschwunden, bis der Insolvenzverwalter bestellt ist.

Du kannst deine Forderung beim Insolvenzverwalter anmelden. Soweit noch Geld vorhanden ist, werden vorrangige Schulden bezahlt. Kosten des Insolvenzverwalters, evtl. Steuern usw.

Am Ende bleibt von der Masse kaum etwas für die Gläubiger an Geld übrig. Das ist bei solchen Verfahren üblich, weil die Verkäufer rechtzeitig, bevor sie einen Insolvenzantrag stellen, das Geld beiseite geschafft haben.

Ich kenne diese Methoden aus der Bauwirtschaft in der ich tätig bin.

Du wirst wahrscheinlich den größten Teil des gezahlten Geldes als verloren sehen müssen, vielleicht die gesamte Summe.

Die Sache landet irgendwann vor Gericht und dauert einige Zeit bis du erfährst, dass für dich kaum oder gar nichts ausgezahlt werden kann, weil keine Masse mehr vorhanden ist.

Du könntest zwar feststellen lassen, ob die Insolvenz verschleppt wurde, der Händler schon vorher hätte aufgrund von Zahlungsschwierigeiten die Insolvenz anmelden müssen. Das hilft dir allerdings auch nicht weiter., wenn da einer wegen Insolvenzverschleppung bestraft wird, bei dem am Ende nichts zu holen ist.

Wenn du eine Rechtschutzversicherung hast,nimm dir einen Anwalt. Ansonsten kannst du bei den Gerichtsverhandlungen als Geschädigter teilnehmen. So du deine Forderung beim Insolvenzverwalter angemeldet hast, bekommst du vom Gericht auch eine Mitteilung, wann diese Sitzungen stattfinden.

So bitter das für dich auch ist, du hast viel Geld verloren.Ein Anwalt wird für dich auch nichts holen können, der kostet nur Geld.

"das Geld vor Übergabe per Überweisung zu zahlen ist"!!! Das wäre der exakt richtige Moment gewesen, das Weite zu suchen. Geld gegen Auto, Zug um Zug, ansonsten ist was faul.

Sorry aber deine Kohle ist weg. Du kannst deine Forderung als einer von vermutlich vielen Gläubigern beim Insolvenzverwalter anmelden, sobald er benannt ist.

Der sammelt alles ein, was an Geld und verwertbarer Ware da ist. Dieses Geld wird dann an die Gläubiger verteilt. Aber zuerst kommen dran: Insolvenzverwalter selber, unbezahlte Löhne der Angestellten, unbezahlte Steuern und Sozialabgaben.

Wenn dann noch was da ist (meistens nicht), gibts nach einen Jahr oder so für alle anderen Gläubiger eine Quote, z.B. 5% der Forderung.

Dir ist das bei einem Auto passiert. Menschen, denen das beim Hausbau (Bauträger) passiert, sind oft für ihr Leben ruiniert.

Bei den 30% Rabatt die ich ganz normal beim VW-Händler für meinen VW Passat Betrügerdiesel Variant Neuwagen bekommen habe, frage ich mich, ob das Risiko bei solchen Reimport-Geschäften mit Vorkasse im Verhältnis zum Rabatt steht.

„Geld gegen Auto, Zug um Zug, ansonsten ist was faul.“ Das hab ich in D bei noch keinem Neuwagenkauf erlebt, vielleicht beim Gebrauchten vom Hof... Vorauszahlung ist ein normales Vorgehen. Kein Autohaus gibt dir den neuen Wagen raus, bevor du das Geld nicht bezahlt hast und ein Auto für 30-50.000 € oder mehr wirst du wohl vernünftigerweise auch nicht bar vor Ort an der Theke bezahlen. Bisher musste ich bei jedem Autohaus – VW, Volvo, Mercedes etc., ganz normale seriöse große Autohäuser in einer deutschen Großstadt – einige Tage vorab den gesamten oder zumindest restlichen Kaufpreis bezahlen. Aus meiner Sicht ist das ein ganz normales Vorgehen.

@T3Fahrer
Das hab ich in D bei noch keinem Neuwagenkauf erlebt

Das ist der Normalfall. Du vereinbarst im KV eine entsprechende Anzahlung, und dann ist die Restzahlung spätestens bei Auslieferung fällig.

Kein Autohaus gibt dir den neuen Wagen raus, bevor du das Geld nicht bezahlt hast

Das hat aber auch niemand behauptet.

und ein Auto für 30-50.000 € oder mehr wirst du wohl vernünftigerweise auch nicht bar vor Ort an der Theke bezahlen.

Nein, aber zum Beispiel per bestätigtem V-Scheck, oder Direktüberweisung. Und ein Autohaus eines seriösen Herstellers wird wohl auch eher selten direkt in die Insolvenz rauschen; das verhindert schon der Hersteller, um seinen Ruf zu wahren. Wer aber einen kleinen Händler beaufragt, ihm einen EU-Neuwagen zu organisieren, sollte sich eben absichern.

@T3Fahrer

Dann hattest du für die einige Tage vorab das volle Insolvenzrisiko.

Ich hab immer einige Tage vor der Lieferung den KFZ-Brief erhalten. Damit gehört das KFZ im Insolvenzfall mir und fällt nicht in die Insolvenzmasse. Und ich kann Zulassung und Versicherung erledigen. Und das Geld überweisen.

Am Tag der Lieferung ist das Geld auf dem Konto des Autohauses, ich habe Nummernschilder und alles ist gut.

Den Betrügerdiesel-Passat hab ich in der Autostadt Wolfsburg abgeholt, da liefs genauso. KFZ-Brief per Post, Zahlung, Nummernschilder holen, Bahnfahrt nach Wolfsburg, mit dem Auto zurück. Wie sollte ich auch ohne KFZ-Brief die Nummernschilder besorgen? Geht ja gar nicht.

@gnampf33

Ich musste für die Autostadt-Abholung vorab überweisen...

Ja, da wäre ich auch schockiert. Bleib am Ball. Sobald der Insolvenzverwalter bestellt ist, kontaktiere den.

Das Geld wird in die Insolvenzmasse fließen. Du wirst dich schleunigst kümmern müssen und deine Ansprüche anmelden beim Insolvenzverwalter. Erstmal ist die Kohle aber weg

Wieso schleunigst? Bei Insolvenzforderungen gilt nicht "wer zuerst kommt kriegt Kohle".

Alle Forderungen und alle Vermögenswerte werden gesammelt, geprüft, bewertet und irgendwann, nach einem Jahr oder so, gibts für jeden eine Quote.

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