Reichen 35qm zum wohnen?

5 Antworten

Ein Immobilienkauf ist immer auch mit Kaufnebenkosten verbunden. Zudem musst du auch bei einer eigenen Immobilie Nebenkosten und Hausgeld monatlich zahlen. Und wenn du sie innerhalb von weniger als 10 Jahren weiterverkaufst, kann Spekulationssteuer fällig werden.

Außerdem solltest du bedenken, dass alles, was in der Wohnung und an dem Haus, indem sie sich befindet, kaputt geht, von dir (und den anderen Eigentümern) selbst bezahlt werden muss. Gibt also keinen Vermieter, den man anruft, wenn irgendwas ist, geht immer auf eigene Rechnung. Und wenn du dann eines Tages vermietest, bist du eben derjenige, der angerufen wird.

Auch ist Vermieten nicht unbedingt eine unproblematische Angelegenheit. Nicht jeder Mieter zahlt pünktlich und vollständig. Nicht jeder Mieter behandelt die Wohnung pfleglich. Aber jeder Mieter verlangt eine saubere, korrekte Nebenkostenabrechnung. Etwas, was man nicht so easy selbst hinbekommt, wenn man davon keine Ahnung hat, was aber für weitere Kosten sorgt, wenn z.B. eine Hausverwaltung sie erstellt.

Von der Größe her sind 35m² als 1-Raum-Wohnung für eine Person durchaus okay. Zu zweit fehlt allerdings die Tür, die man mal hinter sich zu machen und seine Ruhe haben kann. So verliebt man auch ist - diesen Rückzugsraum braucht man einfach als Paar.

Was die Bedenken zur Vermietung anbelangt, weiß ich vielleicht einen guten Ausweg.

Mehrere Punkte sind auf dem Vorwege abzuklären:

Baujahr - anstehende Reperaturen - Grundbucheintragungen - Renovierungsstau - Wohngegend - Betriebskosten der letzten Jahre - Nachbarn - Hellhörig - wie sehen die Briefkästen aus?

Wenn das abgeklärt ist, kannst du den zweiten Schritt machen und dich um die Finanzierung kümmern.

Endlich mal eine richtig gute Antwort.

Baujahr sollte ab ca. 1980 sein.

Was an Reparaturen ansteht, sicht man evtl. schon bei der Besichtigung, aber die Protokolle der letzten Eigentümerversammlungen geben den besten Aufschluss.

Die Wohngegend ist fasch schon das Wichtigste: Lage, Lage, Lage.

Will man selbst in dieser Gegend wohnen und würde man ggf. leicht gute Mieter finden können? Das kann entscheidend sein dafür, was aus der Wohnung in Zukunft wird: Ein echtes Renditeobjekt oder ein Desaster.

Zu den weiteren Punkten ist nichts hinzu zu fügen.

Also, wenn die Wohnung in einem guten Haus ist, würde ich Dir direkt raten, mach es.

Am Wichtigsten ist die Lage und immer der Gedanke, ob Du die Wohnung gut vermieten kannst, wenn Du mal selbst nicht mehr drin wohnen willst. Handelt es sich um eine Großstadt mit viel Industrie-/Gewerbe und um eine verkehrsgünstige Lage, könntest Du dran denken, die Wohnung später nicht für kleines Geld, sondern für richtig gutes Geld zu vermieten.

Eine solche Wohnung möbliert über eine Agentur für Kurzzeit-Wohnen zu vermieten, kann höchst einträglich sein. Mit Kurzzeit meine ich so ab etwa 6 Monate (oder auch mal kürzer) bis ca. 1 Jahr.

Leute, die sich eine Wohnung über eine Agentur beschaffen, bekommen sie häufig von ihrem Arbeitgeber bezahlt, sind froh, dass sie vorübergehend eine Bleibe haben und nicht in ein Hotel müssen und zahlen gerne auch eine hohe Miete. Die Betriebskosten werden pauschal weiter gereicht und eine Kaution, sowie die Agentur sichern Dich ab. Da solche Wohnungen für die Mieter sehr teuer sind, achten sie in der Regel auch gut darauf, dass nichts kaputt geht.

Was ich schreibe, beruht auf eigener Erfahrung. Eine solche Wohnung vermieten wir seit einigen Jahren mit einer recht erfreulichen Rendite und haben kaum einmal Schäden.

Noch ein großer Vorteil: Die Mieter wechseln recht häufig, ohne dass Möbel raus und wieder rein geräumt werden müssen. Renovierungen halten sich somit auch in Grenzen. Wenn man mal jemand hat, der/die einem nicht so passt, so ist diese/r auch bald wieder raus.

Rein für diesen Zweck habe ich zuletzt auch wieder eine Wohnung in dieser Größe gesucht, allerdings sind sie in unserer Region nicht mehr zu einem vernünftigen Preis zu bekommen und was zu haben war, war meist in Häusern, die vom Zustand her zu schlecht oder zur riskant waren (Reparaturen! Sanierungsstau!)

Leider ist die Wohnung, die man Dir anbietet in einem 9-stöckigen Hochhaus und da rate ich immer dazu: Finger weg! Auch der Kaufpreis von nur 30000 € deutet eher darauf hin, dass das nichts Gutes ist. Da will sich jemand von seinem Verdrussobjekt trennen und es Dir aufschwatzen.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Wenn ich du wäre, würde ich mir die Ratschläge von bwhoch2 und die wirklich wichtigen Hinweise von Fiswa zu Herzen nehmen.

Die Wohnung ist bei einem Quadratmeterpreis von unter 1000,00€ schon sehr sehr günstig - es sei denn, sie befindet sich in einem kleinen Kaff oder Dorf irgendwo in der Pampa und dann dort auch noch jottwede am Stadt- oder Dorfrand ohne Bushaltestelle in nächster Nähe, also mit längerem Anmarsch oder PKW-Notwendigkeit, um zum nächsten Supermarkt, Metzger, Arzt, Friseur, zur Apotheke etc. zu kommen.

Von einem Bekannten etwas in dieser Preisklasse zu erwerben, finde ich nicht so gut. Bei eventuellen Unstimmigkeiten ist es immer besser, wenn Verkäufer und Käufer in keiner persönlichen Beziehung stehen. Bitte deinen Bekannten doch einmal darum, dir ganz ehrlich zu sagen, weshalb er sich von dieser Wohnung trennen will.

Und was ganz wichtig ist: Lass dir sowohl die Wirtschaftsberichte als auch die Protokolle der Eigentümer-Versammlungen der letzten 5, 6 Jahre geben. Wenn du die der Reihe nach gründlich studierst, siehst du, was alles an Sanierung und Renovierung in den letzten Jahren nötig war oder gewesen wäre, was davon in welcher Qualität bisher erledigt wurde (als reines Beispiel "defekte Dachrinnen": nur das Nötigste geflickt oder komplett ausgewechselt?); du erfährst, wie es mit den Rücklagen aussieht und wie die Entwicklung in den letzten Jahren war; du siehst, wie viel Hausgeld monatlich für die angebotene Wohnung fällig war/ist. Was noch? Du kannst daraus ablesen, ob die Eigentümergemeinschaft gut funktioniert und auf ihren jährlichen Versammlungen in Verbindung mit der Hausverwaltung sinnvolle Entscheidungen trifft, ob von den Eigentümern gewünschte Sanierungsmaßnahmen von der Hausverwaltung so schnell als möglich in Auftrag gegeben und erledigt wurden. Je nach dem wie ausführlich die Protokolle der Eigentümer-Versammlungen sind (mit Listen aller Wohnungen und den Namen der jeweiligen Eigentümer?), kannst du auch sehen, wie oft es zu Eigentümerwechseln kam und um welche Wohnungen es dabei ging. Wenn eine Wohnung alle Naselang wieder verkauft wurde, kann man sich ja schon fragen, welchen Haken diese Wohnung hat bzw. welche Leiche in dem dazu gehörigen Keller liegt.

Das klingt erst mal verlockend und bei den heutigen Mieten und Grundstückspreisen finde ich das auch nicht sooo teuer.

  1. Frage: Die Lage. Liegt das Objekt in begehrter Wohngegend? Gibt es vielleicht eine Universität, welche Studenten anlockt, wegen der späteren Vermietung? Das wäre gut. Stehen Wohnungen leer? (das wäre ein Grund nicht zu kaufen)
  2. Wem gehört der Rest der Wohnungen dieses Hochhauses? Ist es vielleicht eine größere städtische Gesellschaft? Oder sind das 100 Einzeleigentümer, die aus allen Richtungen anreisen, wenn es mal eine Eigentümerversammlung gibt? Die städtische Gesellschaft wäre mir lieber, 100 Einzeleigentümer werden sich nie einig über z.B. notwendige Reparaturen am Fahrstuhl.

Es gibt Leute, die wohnen freiwillig auf einem Campingplatz im Wohnwagen. Da sind 35qm Luxus. Du bist alleine und kannst dich entsprechend einrichten. Zu zweit würde ich es noch kuschelig finden. Mit Kleinkind kann es kompliziert werden, weil die wenigsten Babys nachts still durchschlafen. Aber du bist 20 Jahre alt, da kann es noch gut 10 Jahre dauern mit einem Baby.

Und eins kannst du wissen, die Preise für Wohneigentum in lukrativer Wohngegend kennen nur einen Weg. Nämlich den nach oben.

z.B. notwendige Reparaturen am Fahrstuhl.

Achtung: Möglichst Finger weg von Häusern mit Fahrstuhl. Erstens sind solche Objekte meist viel zu groß (zu viele einzelne Eigentümer) und zweitens kosten Fahrstühle immer sehr viel Geld im Unterhalt, bei Reparaturen und vor allem, wenn mal einer ausgetauscht werden muss.

@bwhoch2

Das ist ein schlechter Rat, wenn du gar nicht weißt, um was für ein Haus bzw. um was für einen Fahrstuhl es sich handelt.

Ich z.B. wohne in einer Eigentümergemeinschaft mit (inklusive meiner Wenigkeit) 11 Parteien, es gibt ein Hochparterre und 3 weitere Stockwerke. Der etwas altertümliche Fahrstuhl verrichtet seine Dienste seit nunmehr fast 60 Jahren, wird alle 2 Jahre überprüft und gegebenenfalls repariert, was lt. Aussagen von schon in zweiter Generation hier wohnenden Eigentümern nur sehr selten nötig war (und dann auch nur ein altersbedingtes Auswechseln von Kleinteilen). Seit meinem Einzug vor 14 Jahren bedurfte der Aufzug keiner Reparatur.

Wohnungen in einem Haus mit Fahrstuhl sind beim Verkauf mehr wert, und zwar schon ab dem 1., auf jeden Fall aber ab dem 2.Stockwerk. Ein älterer Mensch kauft oder mietet in einem Haus ohne Fahrstuhl gar nicht erst eine Wohnung im 4.Stock, zumindest nicht wenn er vernünftig ist, denn auch wenn er zum Einzug vielleicht noch total fit ist und dies z.B. durch Treppensteigen auch bleiben will, kann ihm doch viel leichter als einem jungen Menschen ein Unfall passieren (Knochenbruch o.ä.), durch den er fürderhin evt. nicht mehr so beweglich ist wie vorher, ganz zu schweigen davon, dass es in hohem Alter auch sehr beschwerlich, wenn nicht sogar unmöglich ist, größere Einkäufe Treppe um Treppe in höhere Stockwerke zu transportieren. Und man hat leider nicht immer gerade einen jungen Kavalier im Treppenhaus, der einem seine Dienste anbietet.

@spanferkel14

Bei einer ETW, die nur 30000 € kostet, darf man davon ausgehen, dass weder Wohnung noch Haus in Bestzustand sind. Vermutlich auch schon etwas älter. Mag sein, dass bei Dir alles wunderbar seit 60 Jahren funktioniert. Da hast Du aber Glück gehabt. Auch wenn, Du eine gute Verwaltung hast.

Ich kenne leider andere Fälle, in denen sich das Vorhandensein eines Fahrstuhls sehr negativ ausgewirkt hat. Hohe Betriebskosten und immer wieder Reparaturen. Das Kostenrisiko ist weit höher, als bei Häusern ohne Fahrstuhl. Das mit dem Wert kann sich auch ins Gegenteil drehen und in guten Lagen findet man auch immer gute Mieter und man ist nicht auf Leute angewiesen, die nicht mehr ohne Fahrstuhl können.

FS ist gerade mal 20. Da ist Vorsicht umso mehr angesagt.

@bwhoch2

Durch deine Kritik und auch durch deine Info zum Alter des FS animiert, habe ich mal in Moggimoggis Profil hineingeschaut und diagonal durch seine Fragen gelesen. Ich glaube, wir sind beide ziemlich blöd gewesen, dass wir das nicht getan haben, bevor wir diesem dummen Troll geantwortet haben. Naja selbst schuld, dass wir - wie viele andere auch - diesem Knaben auf den Leim gegangen sind und unsere Zeit investiert haben. Deiner Info nach ist er also 20 Jahre alt, ich las irgendwo was von 25. Vor 25 Tagen wollte er bei einem Eigenkapital von 25Tsd ein 2-stöckiges Haus mit zusätzlicher Dachgeschosswohnung für 420Tsd kaufen, jetzt eine Wohnung für 30 Tsd. Vor 18 Tagen wohnte er bei seinem Vater, vor 16 Tagen bei seiner kranken Hartz-4-Mutter. etc.etc.

Das Attribut dumm ist m.E. berechtigt, denn dieses Bürschchen ist nicht in der Lage, 80 + 80 zu addieren, macht auch sonst nicht unerhebliche Fehler und kann sich bei seinen unsinnigen Antworten (zum Glück sind es nur 3) auch nicht gerade gut benehmen.

@spanferkel14

Danke für die Info. Dann wollen wir mal hoffen, dass unsere Antworten für andere nützlich sind.

@bwhoch2

Ich gehe davon aus, dass es durchaus ein paar gesponserte Trolle gibt die mit ihren Fragen (wenn auch unsinnige) die Seite "am Laufen halten" sollen.

Klar kann man darin wohnen, sonst würde es nicht gebaut werden.

Bevor ich mir soetwas kaufe würde ich allerdings erstmal ansehen und schauen.

Zu zweit wage ich in einem Zimmer zu bezweifeln, da kann man sich ja niemals aus dem Weg gehen, wenn einer mal länger wach ist, oder länger schlafen will?

Weitervermieten geht immer, kommt halt auf die Stadt an und die Ausstattung der Wohnung und die Mieter ob sich das lohnt (stichwort Mietnomade)

Wird sicher auch ein Grund haben warum die Wohnung verkauft werden soll und das für so günstig.

Also es ist ein hochhaus mit 9 etagen,

ich wäre in der 3ten. Naja er meinte es muss nichts an der Wohnung gemacht werden. Woher weiß ich denn wie der zustand der wohnung ist, gibt es da spezielle gutachter oder lohnt sich so etwas nicht ? Ich 20 Jahre alt und deswegen würd ich es gerne kaufen

@Moggimoggi

Bis ich jetzt diese Information gelesen habe, hätte ich Dir noch geraten, alles genau zu prüfen und eher zu kaufen, als nicht zu kaufen. Aber bei einem 9-stöckigen Hochhaus kann ich nur raten, Finger weg!

Da hast Du rein gar nichts selbst in der Hand. Das Haus hat mindestens einen Fahrstuhl und die Dinger kommen verdammt teuer, je älter sie werden.

Die Bauweise bei solchen Häusern kann man nicht als konventionell bezeichnen, also was man so drunter versteht, wie z. B. Ziegelmauerwerk, Zimmermannsdachstuhl, herkömmlicher Dachaufbau und vieles mehr.

Solche Häuser wurden oft in den 60er und 70er Jahren des letzten Jahrhunderts gebaut und sind sehr oft in einem katastrophalen Bauzustand. Statische Probleme, weil von Anfang an schlecht gebaut oder mit der Zeit sind Bewehrungen korrodiert. Oft haben solche Häuser Flachdächer, die immer wieder undicht werden und dann sehr viel kosten. Man kann als "kleiner Eigentümer" in einem solchen Haus nur auf die Nase fallen.

Ist das Haus aber eher noch unter 30 Jahre alt, könnte man sich noch dafür erwärmen, wenn sonst alles passt, aber dann gibt es die Wohnung sicher nicht für 30000 €.

Fazit: Ist das Haus älter als ca. 40 Jahre, auf jeden Fall die Finger weglassen.

Ist es jünger, dann sehr genau hinschauen und das bedeutet, such Dir jemand, der sich mit Immobilien auskennt und schau mit dem alles ganz genau an. Auch die Protokolle der Eigentümerversammlungen der letzten Jahre.

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