Rechtsmedizin. Ich möchte nicht aufgeschlitzt werden, wenn ich einmal Tot bin!

5 Antworten

Also man wird niemandem eine Leiche ohne Kopf zeigen! Nun du kannst hinterlegen dass du nicht "aufgeschlitzt" werden willst. Das musst du auch bei jedem Krankenhausaufenthalt sagen. (Es gibt Krankenhäuser, wo man schon grundsätzlich eingewilligt hat, wenn man nicht widerspricht.) Sollte die Todesursache aber unklar sein, kannst du dagegen nichts machen.

Ich bezweilfe, dass es in der Bundesrepublik auch nur ein einziges Krankenhaus gibt, das eine solche Regelung hat. Darüber hinaus wäre eine solche rechtlich nicht haltbar.

@Reiswaffel87

Gut ich lebe in der Schweiz, aber erkundige dich mal wie es in Universitätskliniken oder in Städtischen Krankenhäusern geregelt ist. Würde mich sehr wundern, wenn das bei euch nicht so ist.

@Goodnight

Durch die bloße Behandlung in einer Klinik willigt man keineswegs in eine Obduktion ein. Dass dies in Behandlungsverträgen festgehalten ist bestreite ich nach wie vor und selbst wenn dem so wäre, wäre die Regelung i(zumindest in Deutschland) unwirksam, da sie dem AGB-Recht widersprechen. Klar kann auch eine medizinische Ursache zu einer Obduktion führen (Stichwort Anordung durch das Gesundheitsamt), aber das ist eher die Ausnahme und keinesfalls die Regel.

@Reiswaffel87

Auch Deutschland kennt Widerspruchsregelungen. So viel ich weiss diskutiert doch Deutschland sogar darüber, Organspenden so zu regeln.

Hallo Kira, Du hast die Möglichkeit eine Patientenverfügung zu verfassen, ich habe sie auch zusammen mit meinem Hausarzt erstellt + 3 Personen meines Vertrauens habe ich die gegeben.. In Niedersachsen ist dies kostenlos. Diese Verfügung ist für alle die mit Dir in Deinem Endstadium oder während Deines Ablebens mit Dir zu tun haben verbindlich. Es gibt nur eine Ausnahme, wenn du gewaltsam zu Tode kommen würdest muß die Kripo mit den ihr zu Verfügung stehenden Mitteln die Todesursache feststellen und ermitteln. l.G.H.

Was ist das genau ? Und in wie weit bringt mich das weiter? Wenn man Gewaltsam zu Tode kommt kann ich es verstehen.

@KiraStern

Eine PV ist Deine Willenserklärung! In einer PV wird alles genau rein geschrieben was Du nicht zuläßt, das Ärzte ansonsten machen dürfen, wenn Du krank bist oder einen Unfall hast. Da kann kein Anderer Deine Entscheidung aufheben. Das ist Sicherheit für Dich. Deinem Willen..muß entsprochen werden...m.l.G.

@KiraStern

Oberstaatsanwalt Michael Kempkes bestätigte, dass die Rechtsmediziner den Schädel für weitere Untersuchungen an eine andere Uniklinik geschickt hätten. zitat ende!

Das heißt, das das Kind wahrscheinlich gewaltsam zu Tode kam. Zumindest hat die Staatsanwaltschaf einen Anfangsverdacht. Sonst würde die Staatsanwaltschaft ja wohl auch kaum eine Obduktion anordnen.

@ichweisnix

Was Du sagst wird von mir nicht bestritten, kenn den Artikel nicht..bin für Aufklärung von Straftaten..l.G,

Du kannst das selber festlegen.
Ohne deiner Zustimmung, bzw. in dem Fall die Zustimmung der Eltern, ist sowas nicht erlaubt.

Ich bin da außerdem anderer Meinung.
Da ich von Religionen nichts halte, ist mir egal was mit meinem Körper passiert.
Wenn ich damit der Welt noch ein letztes Mal "helfen" kann, soll es dass wert sein.

Egal ob für Rechtsmedizin, oder ob ich zu einer Koralle werde ( ja, es gibt die Möglichkeit sich zu einer Koralle formen zu lassen. Kenne mich zwar zu wenig aus, aber auf jeden Fall wäre es nützlicher als ein Begräbnis)

Meiner Meinung nach...

Hallo, KiraStern. In die RM kommst du nur, wenn ein großer Zweifel dran besteht, ob du eines natürlichen Todes gestorben bist ( vllt. ja ermordet ) Also - aber in dem Fall ist echt was megaschief gelaufen. Da hat der Staatsanwalt ein Gemüt wie ein Stein gezeigt - sowas zu zu lassen. Normalerweise wird die Leiche nach der Obduktion wieder ( naja ) wenigstens zusammen geflickt, dass sie nicht als Puzzle rum liegt, wenn eben die Angehörigen sie noch mal sehen wollen. Generell verhindern kannst du es bei dir eben nicht - siehe oben. Da hat dann der Staat den Daumen drauf. So bitter wie es sein mag, aber es laufen dann ja Ermittlungen gegen einen potentiellen Mörder, und den würdest du doch auch nicht gern frei rum laufen sehen wollen, oder. Nu, und du bist dann selbst als Leiche noch Zeuge gegen diesen, lG.

Hi, ja da muss ich Dir Recht geben. Aber mal angenommen ich sterbe an einem Herzversagen. Oder Nierenversagen oder oder oder.... wie wäre dies denn festzustellen ohne den Menschen auszuschlitzen ?

@KiraStern

Wenn der den Tod feststellende Arzt eine natürliche Todesursache diagnostiziert, dann folgen keine weiteren Untersuchungen. Eine Obduktion erfolgt dann ggf. nur, wenn die Hinterbliebenen diese wünschen und die Kosten tragen.

@Reiswaffel87

Wie wird denn so eine natürliche Todesursache diagnostiziert ? Wenn man zum Beispiel durch Nierenversagen stirbt oder etwas im Gehirn nicht ganz richtig lief, so dass man Tod umfällt?

@KiraStern

So genau weiß ich das jetzt auch nicht, aber ich habe mal einen in seiner Wohnung verstorbenen Nachbarn identifizieren müssen und da sah selbst ich, dass ihm keiner was an tat sondern nur Gevatter Tod vorbei kam, hatte er nicht gelitten. Aber bei einer Leichenschau wird nach äußerlichen Zeichen von Gewaltanwendung gesucht, Strangulationsmarken oder blaue Flecke ( Hämatome ) und erfahrene Ärzte erkennen auch Anzeichen von NV oder Schlaganfall. Hust, es gab aber auch schon den Fall, dass ein Arzt den Totenschein mit natürlicher Tod ausfüllte, weil er die Leiche nicht mal am Auffindeort wenigstens auf die Seite drehte: die hatte nämlich ein Messer im Rücken. Uups - also klarer Mord = unfähiger Dr. , lG.

Es wird auf jeden Fall eine Obduktion durchgeführt, wenn du eines nicht natürlichen Todes stirbst, dazu gelten auch Unfälle jeglicher Art, außerdem findet eine Obduktion statt, wenn die Todesursache ungeklärt ist. Du hast auch trotz Patientenverfügung kein Mitspracherecht, weil die Staatsanwaltschaft die Leiche beschlagnahmt und eine Leichenöffnung anordnet.

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