Rechtsfrage: Muss Arzt Suizidenten retten?

5 Antworten

Wen es nur ein Abschied brif wäre muss jeder helfen egal ob arzt oder nicht, aber wegen der partienten verfügung weiß ich nicht genau eigendlich dürfen die Ärzte dan nicht eingreifen ich kenne mich nicht mit Patientenverfügungen aus aber ivh glaube das muss irgendwie beglaubigt werden keine ahnung, les mal nach wie das mit denen ist. Wenn es keine rechts gültige ist dan gilt die nicht dan ist es so wie der abschieds brief muss jeder helfen, wenn sie gültig ist dann darf man nicht helfen. (leider) Ich hoffe ich konnte dir ein wenig helfen

Der Notarzt muß erst mal helfen, alles andere entspricht tatsächlich dem Tatbestand der Unterlassung. Es handelt sich um eine Akutsitutation, in der z.B. auch ungeklärt ist, ob der Abschiedsbrief tatsächlich vom Suizidenten stammt. Das kann kein Arzt der Welt ermitteln, dafür ist die Polizei zuständig. Also muß der Arzt helfen.

Taucht im weiteren Behandlungsverlauf eine Patientenverfügung auf, aus der hervorgeht, daß der Suizident lebensverlängernde Maßnahmen ablehnt, kann, darf und muß der Arzt sich diesem Wunsch beugen.

Die Grenze liegt hier ganz klar in der Bewertung der Akutsituation.

Über das Rechtsgut leben kann kein Mensch wirksam verfügen, nicht mal über sein eigenes. Wenn ein Selbstmörder erklärt, er will nicht mehr leben, dann steht im diese Entscheidung nicht zu. Der Arzt muss versuchen das Leben zu retten.

Bei lebensverlängernden Maßnahmen muss bzw. kann der Patient nicht mehr gerettet werden. Der Punkt an dem der Arzt retten kann, ist bereits überschritten. Hier überlagert dann die Menschenwürde (mehr oder weniger) das Recht auf Leben.

Ganz sicher, daran besteht kein Zweifel, er hat nicht einmal Zeit die Patienverfügung zu lesen.

Man geht wohl davon aus, daß ein Suizident während seines Tuns nicht zweifelsfrei zurechnungsfähig ist. Und daher wird Patientenverfügung in dem Fall als nichtig angesehen. Im Krankenhaus ist alles kontrollierter und die Umstände sind eindeutig. Der Arzt kennt den Patienten und Eventualitäten sind besprochen worden. Der Arzt hatte die Möglichkeit sich im Gespräch mit dem Patienten von seiner Zurechnungsfähigkeit zu überzeugen. Und es ist ein Unterschied, ob man jemand aufgrund einer validierten Patientenverfügung an seiner Krankheit sterben lässt oder ob er sich aktiv umbringt. Es gilt im allgemein formuliert: In dubio pro vita. - Im Zweifel (der Validität der Verfügung) für das Leben.

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