Rechtschutzversicherung empfehlenswert?

5 Antworten

Eine Rechtsschutzversicherung ist eine Kostenerstattungsversicherung. Kosten können anfallen durch eine anwaltliche Tätigkeit oder die Anrufung eines Gerichts, wobei hier die Verfahrenskosten auch die Kosten von Gutachten und dem gegnerischen Anwalt.

Für die Prämie entscheidend ist der Umfang, den Sie benötigen. Weiter welchen Umfang die einzelnen Module haben. So ist z.B. im PrivatRS der ÖRAG der FahrradfahrerRS und der FußgängerRS enthalten. Da brauchen Sie für diese Fällen keinen gesonderten VerkehrsRS.

Desweiteren sollte darauf geachtet werden, wie umfassend die einzelnen Versicherer den Kunden telefonisch beraten, ob z.B. die Beratung durch Juristen erfolgt. Außerdem sollte die vorvertragsliche Beratung durch einen Fachmann erfolgen, der Sie auch im Schadenfall beraten kann.

Weiter kommt es darauf an, wie vertragstreu ein Versicherer sich verhält. Wenn bereits im 2. Schadenfall die Notbremse der Kündigung gezogen wird -das wird z.B. der DEVK nachgesagt - ,dann sollte man von diesem Versicherer die Finger lassen.

Ich empfehle folgende Versicherer:

ÖRAG, ARAG, KS-Auxilia

mit Abstrichen DAS, Roland, NRV, Itzehoer

mit weiteren Abstrichen Allianz, Advocat, R+V-RS

Warum nur Privat und Beruf - warum nicht Immobilien (Mieter/Eigentümer) und Verkehr ?

Wenn nun tatsächlich nur diesen beiden Bereiche, dann ist m.E. die ARAG ein gute Wahl (ab Variante Komfort leistungsstark) und ein guter Rechtsschutz-Versicherer. Alternativ die DMB, etwas leistungsschwächer aber auch günstiger. Von der DEVK rate ich ab (umfangreiche Wartezeiten, geringe Deckungssummen, generell auch nicht besser als die anderen, nur teurer)

Danke für deine Antwort. Da ich kein Auto besitze und in meiner jetzigen Situation keine Immobilien-Rechtschutzversicherung benötige, kommt für mich nur eine Rechtschutzversicherung für den Bereich Privat und Beruf in Frage.

@Nito387

Alles klar, dann macht das erst mal Sinn.

Hallo Nito387,

eine Rechtsschutzversicherung macht natürlich Sinn, sofern man sich im vorhinein gegen die anderen weitaus größeren Gefahren versichert hat. Das kann ich hier nicht beantworten.

Die Entscheidung, welche Risiken du absichern möchtest liegt bei dir. Privat- und Berufsrechtsschutz sind die Grundbausteine der Absicherung. Eine Verkehrsrechtsschutz hat nicht unbedingt etwas mit dem Kraftfahrzeug zu tun, da sich der Leistungsumfang auf die Teilnahme am Straßenverkehr bezieht. An diesem nimmst du auch als Fußgänger und Fahrradfahrer teil. Eine Überlegung ist es also immer wert.

Du solltest dir die einzelnen Leistungsbausteine immer anschauen. Der erweiterte Strafrechtsschutz kann zum Beispiel eine sinnvolle Ergänzung sein. Im Grunde gilt in Deutschland, dass man sein Recht immer erst durchsetzen muss. Ein Bürger mit einer Rechtsschutzversicherung ist in diesen Fällen natürlich immer im Vorteil, da den meisten Leuten schon ziemlich am Anfang die finanziellen Mittel zur Durchsetzung des Rechts ausgehen.

Einen Vertrag sollte man in diesem Bereich immer mit einer Selbstbeteiligung versehen, da diese in den meisten Fällen schon nach zwei bis drei Jahren eingespart werden konnte und die Versicherer diese Verträge lieber sehen. Es ist schon so, dass es dauern kann bis mal ein Fall auftritt in dem du Leistungen in Anspruch nehmen musst, also sollte man diese Möglichkeit der Prämienreduzierung nutzen.

Ich kann dir aus meiner persönlichen Erfahrung die KS Auxilia, Roland Rechtsschutz und die DAS empfehlen. Die Schadenabwicklung ist gut und alle bieten telefonische Beratung und Unterstützung, auch bei nicht versicherten Schadensfällen.

Informationen kannst du dir über die Portale einholen oder bei einem Berater/Vermittler.

Hallo der Hans ! Der Versicherer wird dir immer den bestmöglichen Anwalt empfehlen. Das kann ich nur mit Einschränkung bestätigen. Musste mal eine Klage gegen einen Autoverkäufer führen. Der ADAC bei dem ich damals ein RV hatte, empfahl mir einen Anwalt. Dem übergab ich den Fall. Was ich da erlebte, wr eine Katastrophe. Ich musste bis auf die Klageschrift, allen Schriftverkehr mit der Gegenseite selber machen. Er fragte mich immer nur, haben sie die Gegenseite angeschrieben, obwohl das seine Aufgabe wäre.

Ds ging dann soweit, dass ich ihm das Mandat entzogen habe und einen anderen Anwalt beauftragte. Habe mich beim ADAC darüber beschwert. Der Anwalt ist heute noch für den ADAC tätig.

Dass ist so eine Sache und die Frage ist, brauche ich die jemals und lohnt sich die? Du zahlst jeden Monat bzw einen Jahresbeitrag und vllt wirst du die nie wirklich brauchen. Wer weiß?

Klar kommt man mal öfters ins streiten, aber bei jeder Kleinigkeit, einen Anwalt einzuschalten, ist irgendwie komisch. Dass lohnt sich nur, wenn man einen richtig großen Streit hat.

Wenn du gut verdienst und dir das Geld nicht so wichtig ist, würde ich auf jeden Fall eine abschließen.

Jedoch ist eine KFZ-Rechtsschutzversicherung dagegen viel hilfreicher. Sehr empfehlenswert. Denn im Straßenverkehr, kommt es öfters mal zu Unfällen, bei dem ein Streit zu Stande kommt, weil man nicht weiß, wer schuld ist. Die ist, finde ich sehr wichtig, aber eine Private ist halt so eine Sache.

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