Rechtschutzversicherung - Übernahme der Kosten für Altfälle bei 5 Jahres Bindung?

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Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Altfälle sind in allen Versicherungsbedingungen ausgeschlossen und da die Rechtskosten in den letzten Jahren bereits stark steigen, da macht keine Versicherung mit. Über die Bindung kannst Du auch nicht gehen, denn nach dem VVG 2008 kann man JEDEN langfristigen Vertrag > 3 Jahre nach bereits drei Jahren kündigen und leider steht das VVG über den Vertragsbedingungen des Anbieters. Und wenn Du ohnehin gewinnen wirst, dann spielt das ja eh keine Rolle, denn je nach Prozessart trägt der Verlierer auch den gegnerischen Anwalt ;-)

Probieren kannst Du alles - aber erreichen wirst Du nichts.

Was Du ja konkret willst: Du willst eine Leistung für die Zukunft haben und auch bezahlen und für die Bindung ein Risiko der Vergangenheit abgesichert haben. Und das ist ein schlechtes Geschäft für eine Versicherung weil ja auch in Zukunft jede Menge Versicherungsfälle auftreten könnten.

Zum zweiten ist aus Deiner Beschreibung nicht erkennbar ob es sich wirklich um einen Rechtsfall handelt der durch eine Rechtsschutzversicherung gedeckt ist. Wenn Dir jemand Geld schuldet und Du dieses einklagen willst hat das im Normalfall nichts mit einer Rechtsschutzversicherung zu tun. Rechtsschutzversicherungen bieten Schutz im Wesentlichen bei Vertragsrechts im privaten Umfeld. Also Du schließt einen Vertrag mit einem Lieferanten und es gibt von diesem eine Vertragsverletzung. Oder halt Streitigkeiten mit Arbeitgebern bzw. bei Autounfällen.

kaktuspo. Ob Mit ob ohne Rechtschutzversicherung, es zählen die Beweismittel. Wenn Belege vorhanden sind ist die Forderung auch ohne Anwalt klar. Wozu also zusätzlich Kosten mit einem Anwalt generieren. Anders allerdings die Sache mit dem Schuldner. Ist er in der Lage, die Menge Geld welche er schuldet zurückzuzahlen? Hier muss man zwischen Unvermögen oder Unwillig unterscheiden. Dies herauszufinden dürfte einem Anwalt leichter fallen wie einer Privatperson. Trotzdem, denk daran wo nichts vorhanden, ist auch nichts zu holen. Du kannst aber ungeniert bei jeder Anwaltskanzlei gegen Bezahlung Auskunft über eine mögliche Vorgehenseweise einholen. Ein Leben mit oder ohne Rechtschutz- Versicherung führen ist selbstverständlich höchst individuell. Hingegen dürfte eine einfache Auskunft über Geldeintreibung absolut im Bereich der Abschlussbedingung zur Rechtsschutzversicherung liegen.

Prinzipell kann der Fall über eine Rechtsschutzversicherung abgesichert sein, denn es liegt eine privatrechtliche Vertragsstreitigkeit vor. Nur wird keine ordentliche Rechtsschutzversicherung auch nur ein kleines "Hurra, komm zu uns" ausrufen, wenn man diese für vorvertragliche Fälle abschließen will. Schließlich muss auch die Versicherung alle ihre Kunden gleich behandeln. Auf der anderen Seite gibst Du ja an, dass Du im Recht bist (und den Fall sowieso gewinnst)?!?! Daher muss der Gegner dann für sämtliche Kosten aufkommen. Doch wenn dieser kein Geld haben sollte, oder das Gericht durchaus nicht voll Deiner Meinung ist, bleibt Du auf einem Teil oder sogar allen Kosten sitzen. Tipp: Schließe für zukünftige Fälle eine Rechtsschutzversicherung ab und Klage das Geld möglichst günstig per Mahnbescheid ein.

(römische Juristenweisheit; zu Deutsch: „Vor Gericht und auf hoher See sind wir in Gottes Hand.“) andere Version: „Coram iudice et in alto mare in manu dei soli ...

Überlege mal was Du da schreibst ! Mit der Einstellung wären ja sämtliche Versicherungen überflüssig da jeder erst nach einem Schaden eine Police absichern würde.

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