Wieso verbucht man die Rückstellungen im Rechnungswesen so?

3 Antworten

Am 31.12 verbuchst du ja den Buchungssatz:

Aufw. Renovierung 9500 an Sonstige Rückstellungen/Verbindlichkeiten 9500

Du machst das, damit du die Kosten einplanst weil sie ja erst 2015 beglichen werden und du das Geld aber schon mal bei Seite legen willst. Und auch für was die Kosten sind also für die Renovierung. 

Stell dir vor Sonstige Verbindlichkeiten sei dein Sparkonto. Am 31.12 packst du 9500 dadrauf für "schlechte Zeiten" bzw. für die Renovierung. 

2015 drehst du den Buchungssatz einfach um

Sonstige Verbindlichkeiten 9500 an Bank 9500

Dein "Sparkonto" wird leer und es geht alles an die Bank. 
Lern nichts auswendig und denk einfach logisch :) 

Ich hoffe das stimmt so auch und das du es kapiert hast :D 

Du ziehst über die Rückstellung einen Aufwand, der erst in nächsten Jahr gezahlt wird, ins aktuelle Jahr, weil es wirtschaftlich ins aktuelle Jahr gehört. Du hast über den Renovierungsaufwand also den Gerwinn im lfd. Jahr geschmälert. Im nächsten Jahr löst du die Rückstellung zugunsten eines auf Aufwandskontos auf. Wenn du dann die tatsächliche Rechnung vom Aufwandskonto überweist, hast du keinen echten Aufwand mehr. Du hast einen Habenumsatz aus der Rückstellungsbuchung und einen Sollumsatz aus der Schadensregulierung. Das Folgejahr ist also nicht mehr durch die Überweisung belastet.

Aufwandskonten nehmen auf der Sollseite zu und Passivkonten nehmen auf der Habenseite zu. Da in diesem Fall beide Konten zunehmen müssen, muss der Buchungssatz so lauten wie du ihn schon geschrieben hast.

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