Rechnung viel teurer als Kostenvoranschlag in KFZ Werkstatt?

10 Antworten

Also ich kenne den Grundsatz:

Sobald es zehn Prozent teurer wird sollte der Kunde informiert werden um ärger zu vermeiden!

Das Problem ist das dem Mechaniker meist nicht der Preis mitgeteilt wird der sagt dann "hey das und jenes ist auch kaputt" sagt zum Lagerist "ich brauch das und jenes an dem Auto" und der Serviceberater bzw Meister wird an der Stelle teilweise übergangen und kann das beim Kunden nicht nachfragen.

Das sollte aber nicht passieren und rechtlich wird eine überschreitung von mehr als 20% dann wirklich Relevant. In deinem Fall reden wir ja von gut 50% was es teurer geworden ist.

Der Werkstatt würde ich aufs Dach steigen und erstmal nachfragen was das für ne Frechheit ist den Preis ohne Rücksprache so zu erhöhen.

Vielen dank erstmal, Weiß nur nicht ganz wie ich das formulieren soll ohne gleich beleidigend zu werden, villeicht irgendwelche tipps

@Soph0609

"Wie kommt ihr eigentlich auf die Idee einen Kostenvoranschlag zu machen, den dann nicht halten zu können und dann nichtmal anrufen zu können?

Wer soll das jetzt zahlen? Das ist doch viel mehr als das ich zugestimmt hatte wenns mal 10% Teurer wird okay das Passiert aber gleich 300€ mehr? Und dann nichtmal fragen? Wächst bei dir denn das Geld auf Bäumen oder warum sind 300€ nicht erwähnenswert?"

Ja so ungefähr kann man das machen.

@Nonameguzzi

Weißt du was noch die Höhe ist? Die 840 euro waren nicht auf dem kv mit drauf, weil er vergessen hat die letzte Seite von TÜV Bericht zu lesen und dann das Flexrohr und die stoßdämfper mit einzukalkulieren.. trotzdem ändert das ja nichts daran das er hätte mir das vorher sagen müssen richtig?

Da es sich glaube ich um einen unverbindlichen Kostenvoranschlag handelt müsste dich das unternehmen sofort bei einer beträchtlichen(so ca ab 15%) Überschreitung des Kostenvoranschlags informieren um somit dies akzeptieren zu können oder es abzulehne(bei beträchtlicher Überschreitung der Kosten darf mann aus dem Vertrag einfach austreten). Geschied dies erst bei Übergabe der Rechnung, also zu spät um aus dem Vertrag zu treten so verliert das Unternehmen den Mehranspruch(Du musst also das Geld das zu viel ist nicht Zahlen glaube ich). Dies gilt für Österreich. Weiß nicht wie das in Deutschland ist,glaube aber gleich. Hier nochmal zum durchlesen für genauere Infos: https://www.wko.at/service/wirtschaftsrecht-gewerberecht/Kostenvoranschlag_-_Allgemeiner_Ueberblick.html

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung

Mein Tipp, der Unterschied zum KV ist zu gering als dass sich da irgendwelche rechtlichen Schritte lohnen.

Ich würde mal ein nettes Gespräch mit der Werkstatt suchen und einfach mal fragen wieso sich keiner gemeldet hat und ohne Vorankündigung das teurer geworden ist.

Aber deine Chancen da was zu holen gehen gegen null.

Wenn er für 2 Reifen 400 Euro wollte kann er nicht 500 verlangen. Wenn aber auch die Radschrauben defekt waren, wirst du die auch zahlen müssen.

Er wird ja kaum einen Voranschlag gemacht haben auf dem steht "solange rumreparieren bis alles neu ist".

Frag doch warum es nun teurer wurde.

Die 400 euro waren ja schon längst bezahlt, ginge um die 540 die noch anfallen würden daraus ist aber nun 840 euro geworden, warum es teurer geworden ist, weil er vergessen hat die letzte Seite von Bericht zu lesen und dann die stoßdämfper und das Flexrohr mit einzukalkulieren.

@Soph0609

Dann könnte man wenn der Auftrag war "TüV" machen, schon war rausholen. Mal die Handwerkskammer einschalten..

darf ein kostenvoranschlag nicht maximal 10% abweichen?

edit:

Darf der Kostenvoranschlag überschritten werden?

Da der Kostenvoranschlag nur in Ausnahmefällen verbindlich ist, darf er vom Unternehmer überschritten werden. Jedoch ist die Überschreitung des Kostenvoranschlags nicht grenzenlos möglich, denn auch der im Grundsatz unverbindliche Kostenvoranschlag hat eine rechtliche Bedeutung. So sieht das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) ausdrücklich vor, dass der Unternehmer den Auftraggeber – auch Besteller genannt – rechtzeitig über wesentliche Überschreitungen informieren muss.

Unterscheidung wesentlicher und unwesentlicher Überschreitung

Es ist also auch beim unverbindlichen Kostenvoranschlag nicht jede Überschreitung zulässig, sondern es muss zwischen einer unwesentlichen Überschreitung und einer wesentlichen Überschreitung unterschieden werden. Während Kunden eine unwesentliche Überschreitung der Gesamtkosten akzeptieren müssen, haben sie bei einer wesentlichen Überschreitung verschiedene Rechte (z. B. Recht auf Information, außerordentliches Kündigungsrecht oder Schadensersatzansprüche). Wo genau die Grenze zwischen einer wesentlichen und einer unwesentlichen Überschreitung verläuft, lässt sich aber mangels festen Prozentsatzes nicht eindeutig festlegen. Die Gerichte schwanken hier zwischen einer Überschreitung von zehn bis zu zwanzig Prozent. Überschreitet der Unternehmer die Gesamtsumme also um mehr als 10, 15 oder 20 %, muss er den Kunden darüber informieren, dem dann verschiedene Rechte zustehen.

Quelle:https://www.anwalt.de/rechtstipps/drei-klassische-rechtsfragen-zum-kostenvoranschlag_100284.html

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