Rechnung stellen bei Verkaufsprovision?

2 Antworten

Wenn ich das richtig verstanden habe, vermittelst Du zwischen dem Unternehmen und dem Endverbraucher gegen eine Provision von 25 %. Dann bestehen Vertragsbeziehungen zwischen Dir und dem Unternemen. Du sagst dem Unternehmen, es soll die Ware an den Endverbraucher liefern, und bekommnst dafür in Deinem Beispiel 25 % von 100,00 €, also 25,00 €, Provision. Das Unternehmen liefert an den Endverbraucher und stellt dem die 100,00 € in Rechnung, und Du schreibst an das Unternehmen eine Provsionsrechnung über 25,00 €. Wenn die 100,00€ an den Endverbraucher ein Bruttobetrag, also einschließlich Umsatzsteuer, ist, dann sind Deine 25,00 € auch ein Bruttobetrag. Der Unernehmer wird daher zur Minimierung seiner Kosten großen Wert darauf legen, von Dir folgende Provisionsrechnung zu erhalten:" Für die Vermittlung der Lieferung an den Endverbraucher XY berechne ich folgende Provision: 25 % vom Nettobetrag (84,03 €) = 21,01 € zuzüglich 19 % Umsatzsteuer = 3,99 €, Brutto = 25,00 €." Bei Deiner beschriebenen Variante wäre die Provision höher als 25 %.

Wieso wäre die Provision höher als 25%?

Also, nein. Es läuft so ab, dass es sich um ein Online-Gutschein-Portal wie Groupon handelt. Ich erhalte ja das Geld direkt vom Endverbraucher und zahle wöchentlich an das Unternehmen aus. (Randinfo: Tue ich noch nicht in der Praxis, aber möchte ich bald, deswegen möchte ich mich informieren)

Nun ist es ja meine Pflicht die Rechnung an das Unternehmen zu stellen, oder? Gleichzeitig erhält das Unternehmen aber auch Geld von mir, muss ich dazu noch eine extra Gutschrift ausstellen oder reicht nur die Rechnung, wo sozusagen meine Dienstleistung und nur den Provisionswert berechne?

@LisaVay

Wenn der Bruttopreis 100,00 € ist, dann ist Deine Provision 25 %, wenn sie auch brutto 25,00 € ist. Wenn Du eine Provision von 25 € zuzüglich 19 % Umstzsteuer kassierst, sind das 29,75 €, also 29,75 %, bezogen auf die 100,00 €. Etwas anderes gilt nur, wenn die Ware 100,00 € zuzüglich 19 % Umsatzsteuer kostet. Wenn das Geschäft akut werden sollte, müsstet Du Dich mit dem Unternehmen absprechen. Normalerweise würde ich dem Unternehmen eine Gutschrift über die 75 % zuzüglich Umsatzsteuer schreiben und den Betrag überweisen. Aber erst einmal müsstet Ihr Euch einig werden, ob der Bruttopreis der ware nun 100,00 oder 119,00 € ist.

@Helmuthk

Achso. Der Brutto- bzw. vereinbarte Gutscheinpreis ist auf jeden Fall dann 100€. Inwiefern wirkt sich das dann auf meine Provision aus? Sind das dann trotzdem 29,75% oder 25%? Entscheide ich oder entscheidet allein der Bruttopreis, ob ich noch die USt draufschlage?

Reicht denn eine Gutschriftsrechnung bereits aus? In den AGBs regel ich ja die Vergütungsvorgänge so: "Sie erhalten den jeweiligen Gutschein-Kaufpreis abzgl. Verkaufsprovision zzgl. USt."

@LisaVay

Schau Dir mein Rechenbeispiel an. Wenn der Bruttuverkaufspreis100 € ist und Dein Provionsanspruch 25 %, dann kann Deine Provision auch nur maximal 25 € sein, egal ob ohne oder mit Umsatzsteuer. Entscheidend ist die Vereinbarumg mit Deinem Geschäftspartner, und wenn ich das wäre, könntest Du 25 € behalten, egal, ob Du Kleinunternehmer bist oder zur Umsatzsteuer optiert hast. Und der Lieferant will einen Beleg zu Deiner Überweisung haben. Dazu kann er Dir eine Rechnung schreiben, oder Du erteilst ihm eine Gutschrift.

@Helmuthk

Okay, aber wenn es im Grunde ja eine Gutschrift ist, reicht da nicht eigentlich auch nur die Überweisung bzw. der Überweisungsbeleg aus?

@LisaVay

Nein, denn eine Gutschrift ist eine "umgekehrte" Rechnung. Die braucht der Gutschriftempfänger, um den Zahlungseingang buchen zu können. Im Normalfall schreibt der Berechtigte eine Rechnung, die er dann in seinen Büchern erfasst, und bucht dann hinterher nur noch die Zahlung gegen die Forderung. Für den Gutschriftempfänger gilt wie für jeden Unternehmer:"Keine Buchung ohne Beleg". Und das ist die Gutschrift mit dem von mir vorgeschlagenen Text als Beleg zur Überweisung.

Genau deshalb werde ich bei Groupon nichts kaufen --- von dem Schnäpchen kommt ja beim Lieferer nichts mehr an..... wenn die Vermittlungsprovision schon 25% beträgt.

Die nehmen erheblich mehr als 25% und die Antwort hilft mir jetzt auch nicht weiter.

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