Ratenzahlung bevor Inkasso?

7 Antworten

Habe denen telefonisch gesagt das ich es nur in Raten zahlen kann, jedoch sagte mir das Unternehmen das dies nicht geht und sie es sonst an ein Inkasso unternehmen weitergeben.

Du solltest das Unternehmen auf seine Schadensminderungspflicht hinweisen und dass die Einschaltung eines Inkassobüros angesichts deiner Situation unbillig und ggf. rechtswidrig wäre.

Wie viel kannst du zahlen? Überweis den Teil erstmal. Grundsätzlich stimmt die Aussage aber dass du keinen Anspruch auf Ratenzahlung hast.

Denk aber dran, die Verrechnung erfolgt, sofern du es nicht anders deklarierst, erst auf die Kosten des Gläubigers, dann auf die Zinsen und erst zuletzte auf die eigentliche Forderung (§ 367 Abs. 1 BGB).

Grundsätzlich gilt: Inkassobüros immer ignorieren, wenn man vorher beweisbar seinen Willen erklärt hat (genau deswegen solltest du nicht telefonieren sondern mindestens per Email kommunizieren, besser per Fax oder eingeschr. Brief).

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung
Du solltest das Unternehmen auf seine Schadensminderungspflicht hinweisen

Ergänzung: schriftlich...

Biete ihnen das schriftlich an.

Einfach nur so überweisen, verhindert die Einschaltung eines Inkasso-Unternehmens nicht.

Du musst Dich mit Ihnen einigen. Erkläre ihnen deine finanzielle Situation und dass u.U. keine pfändbaren Beträge vorhanden sind.

Vielleicht lässt sie das - mit Aussicht auf den Geldeingang - von der Einschaltung eines Inkasso-Unternehmens abhalten.

Wenn Inkasso eingeschaltet wird, wird es auf jeden Fall teurer für Dich.

Du musst Dich mit Ihnen einigen.

Nö. Muss man nicht. Das pure Angebot einer Ratenzahlugn und das ernsthafte Aufzeigen, dass man Geldprobleme hat und wirklich auch teile bezahlt, reicht bereits aus.

Der Gläubiger hat eine Schadensminderungspflicht. Und Inkassounternehmen für die Ratenzahlung zu missbrauchen, bedeutet 150€ Mehrgebühren. Das ist vollkommener Unsinn bei einem Kunden, der bereits Geldprobleme hat.

Und Gerichte sind sich bei diesem Sonderfall auch weitestgehend einig.

Dass man es aber besser noch einmal schriftlich wiederholt, damit hast du durchaus Recht.

@mepeisen

Du hast Recht, man muss im Grunde gar nichts. Man kann die Augen schließen und warten bis die Schulden und kosten höher werden, und der Gerichtsvollzieher vor der Tür steht.

Ich liebe es, anderen zu empfehlen die Probleme zu erhöhen.

@KHSchindelar

Rein rechnerisch ist eine Ratenzahlung beim Gerichtsvollzieher von den Gebühren her deutlich günstiger als eine Ratenzahlung beim Inkasso. Das ist wirklich so.

Ich lese in diversen Foren oft dieses Märchen, dass man gegen Inkassos nichts tun kann und dass man deren Gebühren-Wahnsinn bezahlen muss. Das ist halt ein riesiges Märchen. Mich wundert immer, wo Menschen dieses Märchen her haben. Außer den Inkassos hat niemand irgendeinen Nutzen davon, dieses Märchen immer wieder zu wiederholen...

Die Realität sieht anders aus. Und Inkassos wissen das auch...

@mepeisen

Es geht darum, etwas aktives zu unternehmen und nicht abzuwarten wie das Kaninchen vor der Schlange. ... und Probleme zu lösen.

@KHSchindelar

Niemand hat gesagt, dass man einfach nichts tun soll. Und naja, in deinem Beitrag steht halt was völlig anderes. Beispielsweise "Wenn Inkasso eingeschaltet wird, wird es auf jeden Fall teuer für dich." So als könne man wirklich nichts gegen ein Inkasso tun und sei auf Gedeih und Verderb der Willkür des Gläubigers in der "Verhandlung" ausgeliefert. So habe ich es jedenfalls verstanden. Sorry.

niemand muss Ratenzahlung akzeptieren, suche dir jemanden wo du dir die Summe ausleihen kannst, und zahle komplett.

Die Gutmütigkeit hast verscherzt, man hätte direkt nach der 1. Mahnung Ratenzahlungen anbieten müssen; so aber hast das versäumt. Dir würde ich jetzt auch einen reindrücken.

Selbst Schuld wenn man nicht reagiert und den Kopf in den Sand steckt, es ist zu spät.

es kommen noch mehr Kosten auf dich zu.

wozu Inkasso, die können gleich einen gerichtlichen Mahnbescheid beantragen

Naja trotz deiner dümmlichen Antwort will ich nur sagen, dass ich mich sofort dort gemeldet habe und gefragt habe ob ich das ganze in 2x zahlen kann. Dort wurde mir gesagt das es nicht geht und ich muss es in 1x bezahlen. Und trotz des Gespraches wurde mir dann die letzte Zahlungsaufforderung geschickt.

Frage mich wieso jemand wie du in einem "Hilfeportal"angemeldet ist wenn nur solche unqualifizierten Antworten kommen.

@Karaberas

xD, das geht leider nicht aus deinem Geschreibsel hervor, du schreibst von 3. Mahnung; erst DANN hast dich gemeldet,

recht irreführend von dir, dann wunderst dich!

@Karaberas

Manche Leute freuen sich wenn sie sich empören dürfen

Leute beleidigen ist auch nicht die feine Art... Zahl die Hälfte und leih dir den Rest ev aus. Ich denke nicht, dass da viel passieren wird. Die sind froh, wenn sie ihr Geld haben.

Dir würde ich jetzt auch einen reindrücken.

Rachegelüste haben bei solchen Überlegungen aber nichts zu suchen. Nicht, wenn man damit gegen eigene Gesetzespflichten verstößt. Stichwort: Schadensminderungspflicht.

Schuldner sind nicht vogelfrei und Gläubiger haben keine Narrenfreiheit.

sie können schon ein Inkassobüro beauftragen, allerdings hast du dann die kosten nicht zu tragen da du deine Zahlungsunfähigkeit schon erklärt hast. Sie könnten nur Mahnbescheid beantragen und den Gerichtsvollzieher schicken. Ich würde unaufgefordert so viel es eben geht überweisen und abwarten. Selbst wenn ein Mahnbescheid kommt (nur die HF anerkennen durch Teilwiderspruch wenn Inkassokosten drauf sind), mit 50€ raten hast du alles zurückgezahlt bevor der Gerichtsvollzieher überhaupt effektiv tätig wird vermutlich.

Ich möchte das, was Kevin schrieb noch einmal etwas anders ausdrücken, damit das mit der Schadensminderungspflicht klar wird: Wenn ein Inkasso kommt, will es erst mal 70,20€ (1,3 Gebühr) und für eine Ratenzahlung, die dann plötzlich möglich sein soll, will es nochmal rund 80€. Das macht 150€ mehr nur dafür, dass du Raten zahlen kannst, was die vorher verweigert wurde.

Diese rund 150€ verschärft dein Geldproblem ja nur noch extrem drastisch.

Im Gegensatz dazu: Ein gerichtlicher Mahnbescheid kostet 32€. Selbst wenn man dafür ein Inkasso beauftragt, kostet das nur 25€. Eine dann anschließende Ratenzahlung beim Gerichtsvollzieher kostet IMHO derzeit 4€ pro Rate bzw. Monat. Die erfolglose Sachpfändung ist auch relativ günstig.

Dieses direkte Vorgehen über einen Titel und einen GV ist also BEDEUTEND günstiger als das Inkasso mit diesem Unsinn außergerichtlich zu beauftragen.

Das klingt nicht nur schräg, das ist es auch. Der Gläubiger hat nun mal den für ihn günstigsten Weg zu wählen. Er hat keine Narrenfreiheit.

Woher ich das weiß:Berufserfahrung

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