Radfahrer auf Gehweg. Muss ich als Fußgänger ausweichen?

5 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Egal ob du ausweichst oder nicht: der Radfahrer darf dich nicht gefährden.

Ich bin sowieso der Meinung dass offiziell kombinierte Rad und Fußwege gefährlich sind, auf alle viel gefährlicher als vernünftiges fahren auf der Straße. Gute Radwege sind laut
internationaler Statistik 2,6 mal so unfallträchtig als fahren auf der Straße, schlechte Radwege bis 12 x so gefährlich.

Vor allem wenn es dich stört dann würde ich nicht ausweichen denn kein Radfahrer möchte stürzen. Absichtliches in den Weg stellen ist gefährlich, nicht reagieren üblicherweise nicht.

Die ganzen Antworten mit Rücksichtnahme halte ich ich verkehrt. Wenn man auf Menschen Rücksicht nimmt die sich wissentlich falsch verhalten und die Gefährdung von Fußgängern in Kauf nehmen dann bestärkt man sie in ihrem egoistischen Fehlverhalten. Schon bei dem Gedanken dass besonders alte Menschen und Kinder in der Bewegungsfreiheit eingeschränkt werden und schwerstens gefährdet sind sind ein Grund sich dagegen zu wehren. Wenn ich das einfach toleriere dann bin ich mit Schuld wenn zB ein Kin d das aus einem Hauseingang heraus läuft umgefahren wird.

Rücksichtnahme ja, aber nicht mit einseitigen Rechtsverletzungen und Gefährdungen.

Auf kombinierten Wegen muss man leider mit der Gefahr leben.

Das kommt darauf an, ob es ein reiner Fußweg, ein Fußweg mit "Fährrader frei", oder ein gemischter Fuß- und Radweg ist.

Auf einem reinen Fußweg hat der Radfahrer nichts zu suchen. Wenn du unbedingt Streit willst, kannst du ihn auf die Straße verweisen.

Wenn aber Fahrräder auf dem Weg zugelassen sind, dann gilt gegenseitige Rücksichtnahme. Das bedeutet, beiden nehmen aufeinander Rücksicht. Auch du.

Der Radfahrer bremst und klingelt, statt sich rücksichtslos an dir vorbei zu drängeln. Du machst ihm Platz, statt ihn zum Schieben zu nötigen. Gegenseitge Rücksichtnahme eben.

Darüber hinaus ist es nicht vorgeschrieben, jedoch sehr ratsam, immer am rechten Rand eines Weges zu gehen. So bekommt man kaum was davon mit, wenn links ein schnellerer Fußgänger, ein Jogger oder ein Fahrrad vorbei rauscht.

Auch ich benutze als Fahrradfahrer hin und wieder einen Fußgängerweg. Besonders in der Düsseldorfer Innenstadt gibt es ein paar Stellen, an denen ich sehr froh bin, dorthin ausweichen zu können, weil sie nicht oft von Fußgängern benutzt werden - der Verkehr auf der Straße ist dort furchterregend. Und ich bin froh, dass die Fußgänger Verständnis dafür haben.

Allerdings beobachte ich oft Fußgänger auf Radwegen. Besonders dann, wenn sie direkt neben dem Fußweg verlaufen und nicht deutlich voneinander abgegrenzt sind. Dann benutze ich meist die Fahrradklingel und senke das Tempo. Ich halte das für rücksichtsvoller, als einfach nahe dran vorbei zu fahren und sie zu erschrecken.

Wenn sich jemand rücksichtslos benimmt, beschimpfe ich ihn auch schon mal lauthals - mit der Polizei brauche ich weder einem Fahrradfahrer noch einem Fußgänger drohen. Dann bekommt er wenigstens mit, dass er Mist gebaut hat.

Mir ging es bei der Frage nur um die reinen Gehwege, also jene, auf denen nicht mit dem Rad gefahren werden darf.

Ich würde mich nie absichtlich in den Weg stellen, nehme aber auch keine Rücksicht mehr auf das fahrende Volk. 

Übrigens, ich fahre selber viel Rad, kam aber noch nie auf die Idee, auf dem Gehsteig zu fahren, nie. Zu gefährlich sind mir die Hausausfahrten, geschweige den, dass man es einfach nicht darf. Auch schreie ich nie jemanden an sondern klingle bei Bedarf höflich ein mal und nicht öfters. Auch ist es selbstverständlich für mich, bei Stopp aus den Klicks zu gehen um stehen zu bleiben, auch bei roten Ampeln. Genau das erwarte ich mir von anderen auch. Nicht mehr und nicht weniger.

Komisch ist nur, dass Radfahrer sich im Auto ihres Unrechts bewusst sind, aber sitzen sie auf dem Rad, dann nicht mehr. "Ich bin doch eh nur ein Radfahrer" ist für mich kein Argument. Wohl für euch auch nicht?

Ist es denn ein reiner Gehweg oder etwa ein kombinierter? Ansonsten gilt ganz klar, wie schon gesagt, Fussgänger-Fussweg, Radfahrer-Radweg.

Ansonsten frag ich mich schon, was der Gute auf dem Gehweg zu suchen hat. Ich würde ihn ja glatt mal drauf anreden. Wenn er nicht gerade behindert ist oder noch im Grundschulalter hat er da nämlich nichts zu suchen.

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