Rabatt bei fehlerhaft montierter Küche

2 Antworten

Es handelt sich hier um einen Werkliefervertrag; da die Küche eine Maßanfertigung ist, die keine vertretbare Sache darstellt, sind die Regelungen des Werkvertrages anzuwenden.

Hier gibt es bei Mängel zunächst primäre Gewährleistungsansprüche:

hier: Nacherfüllung § 634 Nr. 1 i.V.m. § 635 I BGB

Beim Anspruch auf Nacherfüllung handelt es sich um das grundlegende Gewährleistungsrecht des Bestellers.

Wenn dies nicht zum Erolg führt treten die sekundären Gewährleistungsansprüche ein:

Dort kann dann auch, nach Setzung einer angemessenen Nachfrist Schadenersatz statt Leistung oder Schadenersatz neben Leistung geltend gemacht werden.

Das kann in Form eines Preisnachlasses geschehen.

Die einzelnen Regelungen bei Mängel innerhalb von Werkverträgen sind sehr umfangreich - daher hier ein Link mit allen Varianten:

http://www.juraindividuell.de/artikel/agl-werkvertrag/

Mängel bei Werkverträgen sind eine äußert komplexe Angelegenheit; wenn ihr mit den Infos aus dem Link nicht klarkommt, dann empfiehlt es sich fachkundigen Rat einzuholen.

Die Regelungen bei Werkverträgen weichen teilweise von den allgemein bekannten Regelungen bei Mängeln an Gegenständen bei einem Kaufvertrag ab.

Selbstverständlich können mit dem Hersteller alle möglichen individuellen Vereinbarungen bzgl. der Mangelbeseitigung vereinbart werden (also auch ein direkter Preisnachlaß).

Die gesetzlichen Regelungen greifen nur dann, wenn man sich nicht einigen kann.

@DerSchopenhauer

Es is so, dass der Chef des Möbelhauses schon ein guter Bekannter von meinem Schwiegervater ist und ich denke schon dass wir uns auf einen Preisnachlass einig werden. (Zumindest hoffe ich das!)

Es wäre halt interessant welcher Betrag bei 12000 € realistisch ist. Ich kann ja nicht einfach 5000 € abziehen :-D aber 200€ oder so wäre mir als nachlass eindeutig zu wenig. Daher wollte ich wissen, mit welchen Betrag ich ind die "Verhandlung" gehen kann.

@HeRmI14

Das kann ich Dir nicht sagen - vielleicht solltet Ihr einen Bekannten fragen, der sich mit so etwas auskennt...

Man kann auch etwas höher ansetzen - runtergehen kann man immer...

Oder Ihr fragt den Chef des Möbelhauses einfach, wieviel er nachlassen könnte, damit die Sache erledigt ist - dann noch etwas draufpacken und gut ist...

Oft ergibt sich das auch im Gespräch...

da musst du vor Gericht gehen. Rede darüber mit einem rechtsanwalt.

Was möchtest Du wissen?