Quotenzahlung im Insolvenzverfahren

5 Antworten

Grundsätzlich wird das Verbraucherinsolvenzverfahren in zwei Phasen unterteilt, nämlich in das eigentliche Verfahren und die sog. Wohlverhaltensperiode. Beides zusammen dauert auf den Tag genau sechs Jahre.

Wie lange die erste Phase dauert, hängt davon ab, wie komplex der Fall ist. Bei schwierigen Anfechtungen, Rechtsstreitigkeiten (Beispiel: Gesellschafter will seine ausstehende Stammeinlage nicht einbezahlen) oder langen Kündigungsfristen (mir fallen da z.B. Genossenschaftsanteile ein) kann es ein bisschen länger dauern. Turboverfahren sind auch schon mal nach einem halben Jahr abschlussreif. Am Ende dieser ersten Phase steht die erste Verteilung (natürlich nur, sofern es etwas zum Verteilen gibt. Die Kosten für den Insolvenzverwalter und das Gericht werden bekanntlich zuerst bezahlt.)

Was danach passiert, regelt grundsätzlich das Gericht, bei dem das Insolvenzverfahren anhängig ist. Die meisten Gerichte verlangen in der Wohlverhaltensperiode vom Insolvenzverwalter eine jährliche Verteilung. Ich habe aber auch schon gehört, dass in manchen Verfahren erst am Ende der sechs Jahre noch mal verteilt wird. Von einer monatlichen Verteilung habe ich noch nichts gehört. Das kann ich mir nur bei sehr großen Insolvenzen vorstellen, wo regelmäßig größere Geldbeträge in die Insolvenzmasse fließen.

Immer, wenn gerade Geld zur Verfügung steht. Der Insolvenzverwalter leitet das direkt weiter. Wie die Quote ist, wird sicherlich von dem jeweiligen Anteil an der Gesamtforderung abhängen.

Doch nicht immer wenn Geld zur Verfügung steht. Es wird doch nur Einkommen gepfändet. Ein Lottogewinn ist pfändungsfrei. Erbe wird nur zu 50% genommen ist ja nicht so das dem Schuldner nichts bleiben würde.

@Mietnormade

Ich meint ja auch, wenn Geld beim Insolvenzverwalter zur Verfügung steht.

@anjanni

in den Inso-Verf. wo meine Firma Gläubigerin ist, haben wir noch nie (!) monatlich Geld bekommen. Auch wenn monatliche Zahlungen an den Verwalter erfolgen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass der monatlich abrechnet.

Hinzu kommt - wenn der Fragesteller vom 6-jährigen Ins-Verfahren redet, scheint ja Privatinsolvenz gemeint zu sein. Da gehts doch immer nur um kleine Beträge.

Bei "normalen" Insovenzverfahren (Firmenabwicklungen) gibts Geld, wenn überhaupt, einmal am Ende des Verfahrens...

Meines Wissens bekommen die die Forderungen in monatlichen Raten vom Insolvenzverwalter zugewiesen. Das kann mal mehr und mal weniger sein, je nachdem, was pfändbar ist

Die Gesammtforderung beträgt x Dein Anteil Bsw X/1000. Die pfändbare Monatssumme ist y wobei die deutlich kleiner als X/1000 ist. Dieses y wird im Verhältnis zu X geteilt. Sofern y größer als Null sein sollte. Oft ist y genau Null bei dem sogenannten Nulltilgungsplan. Da gibt es dann über die gesammte Laufzeit genau 72 Raten a Null Euro die im Verhältnis Y* X/1000 gezahlt werden.

das war doch gar nicht die Frage. Die Frage lautete: WANN wird der Anteil ausgezahlt.

@amiria71

Genau wann der Insolvenzverwalter die Überweisung macht plus Banklaufzeit. Sollte die Rate 0 Euro sein ist die immer pünklich zum ersten da. Könnte auch am 4. 15. 17. 19. 28. des Monats sein, kommt halt darauf an wann der Schuldner Einnahmen aus Einkommen erzielt. Plus die Banklaufzeit plus die Zeit die der Schuldnerberater benötigt.

mW wird am Ende des Jahres abgerechnet. Das kann aber ggf. auch an der HÖhe der einzelnen Anteile liegen. Wenn man monatlich 2,50 bekommen müsste, wäre das ja ein Heidenaufwand für alle.

trifft exakt den Punkt

Was möchtest Du wissen?