Probleme mit Vermieter und Mündliche Kündigung durch Vermieter

5 Antworten

Mach folgendes:

Brief mit etwa folgendem Inhalt: Hiermit bestätige ich, die fristlose Kündigung von Ihnen erhalten zu haben. Mein Auszug erfolgt unmittelbar als Termin für die Wohnungsübergabe schlage ich vor...

Zusätzlich spreche ich auch meinerseits eine fristlose Kündigung des Mietvertrags aus. Grund ist die Beleidigung meiner Eltern, indem Sie sie als Juden beschimpft haben und bedauertern, dass Hitler es versäumte, sie zu vergasen. Sie sagten das am... um ... Zeugen waren... Dadurch ist das Mietverhältnis für mich nicht mehr zumutbar. Eine Strafanzeige wegen schwerer Beleidigung werden meine Eltern noch erstatten.

Hilfsweise kündige ich die Wohnung fristgerecht zum 31.07.2015.

Diesen Brief unbedingt bis spätestens 5.5.2015 dem Vermieter zukommen lassen.

Was kann der Vermieter in nüchternem Zustand dann noch machen? Wenn es ihm leid tut oder wenn er merkt, dass er jetzt keine Miete mehr von Euch bekommt, wird er vielleicht bestreiten, jemals fristlos gekündigt zu haben. Ein Papier könnt ihr nicht vorweisen.

Gegen Eure fristlose Kündigung kann er nur juristisch vor gehen. Deshalb ist es umso wichtiger, dass die Beleidigung auch wirklich angezeigt wird.

Durch die hilfsweise fristgerechte Kündigung erreicht ihr, dass bei einem evt. juristischen Nachspiel Eure Mietschuld auf 3 Monate begrenzt bleibt.

Meine persönliche Meinung ist aber, dass er keine juristischen Schritte unternehmen wird, sondern auch in nüchternem Zustand froh sein wird, Euch los zu sein. Was wollt ihr mehr?

Sollte er dennoch juristisch vorgehen wollen, hat er drei Probleme: Er muss gegen seine selbst mündlich ausgesprochene fristlose Kündigung vorgehen, er muss gegen Eure vorgehen und er muss beweisen, dass er die schlimme Beleidigung nicht begangen hat. Ich denke, er hätte da eine Menge Probleme. (Wobei das erste wohl noch das einfachste wäre, da ihr von ihm keine schriftliche Kündigung bekommen habt.)

Die mündliche Kündigung des Vermieters ist unwirksam. Du kannst dich deshalb nicht auf diese stützen. Was du kannst und solltest, selber fristlos  (schriftlich und mit Begründung) kündigen. Begründung: Seine Schikanen und besonders seine rassistischen Äußerungen. Unter diesen Bedingungen ist die Fortsetzung des Mietverhältnisses unzumutbar. Da bereits eine Ersatzwohnung gefunden, ist das für dich kein Problem . Solltest natürlich zeitnah ausziehen. Die Kündigung unbedingt per Einwurfeinschreiben bei der Post aufgeben.

ja, Du kannst, damit Du was schriftliches in der Hand hast, in Bezug auf seine  unter Zeugen erfolgte fristlose Kündigung diese durch Deine Kündigung bestätigen.

Somit hast Du was für Dich in der Hand - als Einschreiben schicken, aber das hattest Du bestimmt eh vor. Ansonsten kannst Du ausziehen und gut ist.

Wenn Dich jemand fristlos kündigt hat er im Folgemonat kein Anrecht mehr auf Miete.

Ansonsten kannst Du ausziehen und gut ist.

Klar, man kann jeder zeit ausziehen, aber man muss weiterhin Miete zahlen.

Wenn Dich jemand fristlos kündigt hat er im Folgemonat kein Anrecht mehr auf Miete

Die Kündigung ist unwirksam, daher besteht ein Recht auf weitere Miete.

Der letzte Satz ist eindeutig falsch! Da eine wirksame fristlose Kündigung auch einen Grund braucht, der in schweren Vertragsverletzungen normalerweise liegt, hat der gekündigte auch noch 3 Monate (normale gesetzliche Frist) Miete zu zahlen, sofern nicht zwischenzeitlich ein Nachmieter gefunden wird.

@bwhoch2

die mündliche Kündigung mag rechtlich nicht reichen, aber der Mieter hat nach solchen Attacken genug Grund selbst fristlos zu kündigen.

Und genau so kann er es auch in einer Kündigung schreiben.

Bitte darauf achten dass gutefrage.de kein rechtsverbindliches Forum ist, hier antworten user nach bestem Wissen und Gewissen und es sind nur weniger Anwälte dabei.

Mein Vermieter hat mir unter Zeugen (meiner Eltern und meiner Frau) Fristlos die Wohnung gekündigt.

Egal ob er Zeugen hat, die mündliche Kündigung ist unwirksam:


§ 568 BGB
Form und Inhalt der Kündigung

(1) Die Kündigung des Mietverhältnisses bedarf der schriftlichen Form.

(2) Der Vermieter soll den Mieter auf die Möglichkeit, die Form und die Frist des Widerspruchs nach den §§ 574 bis 574b rechtzeitig hinweisen.

Gegen Späten Abend hat er uns zum wiederholten male den Hauptschalter im Sicherungskasten ausgemacht so das wir bis zum nächsten Tag ohne Strom blieben.

Wendet Euch an einen Anwalt, der kann Euch sagen was man da unternhemen kann.

MFG

Johnny

Wie gehe ich am besten vor kündige ich die Wohnung schriftlich 

Vorsorglich schriftlich kündigen

und berufe mich auf seine Aussage bezüglich der Fristlosen Kündigung? Ich habe keine Lust für drei Monate 2x Miete zu bezahlen und mittlerweile glaube ich nicht einmal dass ich die Kaution je wieder sehen werde.

Ob Du fristlos kündigen kannst, hängt davon ab ob man etwas beweisen kann und ob es für eine fristlose Kündigung ausreicht; das aber soll ein Anwalt beurteilen.

Bezüglich der Kaution:

Der Vermieter hat ein volles Zurückbehaltungsrecht bis zu 6 onaten für etwaige Anspruche aus dem Mietverhältnis. Danach darf er nur noch as 3-5 fache einer Nebenkostenvorauszahlung für die zu erwartende Nebenkostenabrechung einbehalten.

Holt Euch schnellstmöglich einen Anwalt, so geht das wirklich nicht!

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