Probleme mit 14-jähriger Tochter (Lügen, Schule vernachlässigen, schlechter Umgang, usw. usw...)

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Wenn Eltern und Kinder nur noch über Druck, Strafen und Widerstände miteinander umgehen können, macht es nach meiner Erfahrung Sinn, sich räumlich zu trennen.

Wenn ihr das finanziell stemmen könnt, wäre ein Internat eine Möglichkeit. Möglichst weit weg von ihrer jetzigen Umgebung und ihrem Freundeskreis.

Sollte das nicht möglich sein, könnt ihr euch übers Jugendamt um eine stationäre Unterbringung in einem Heim bemühen. Schule schwänzen und Weglaufen sind durchaus Kriterien, die hier greifen können.

Eure Tochter wird in jedem Fall mit hoher Wahrscheinlichkeit Gift und Galle spucken und euch bezichtigen, sie abzuschieben und sie loswerden zu wollen. Dahinter steckt nach meiner Erfahrung eine Mischung aus einer gehörigen Portion Wut, weil ihr Grenzen gesetzt werden, die sich nicht akzeptieren will, aber auch Angst vor dem Unbekannten.

Spannenderweise werden Eltern plötzlich wieder wichtig, wenn sie sich (scheinbar) entziehen - auch wenn die Jugendlichen das in aller Regel nicht so formulieren.

Die Kontrolle habt ihr offensichtlich längst verloren. Dafür zu sorgen, dass sie in einem kontrollierten Umfeld lebt, kann die Rettung davor bedeuten, dass sie untergeht.

Möchtest du bestraft werden? Ist es dir recht, wenn dich einer immer wieder auf dein (vermeintliches) Fehlverhalten hinweist?

Ich kann mir das kaum vorstellen und so geht es deiner Tochter.

Leistungen, Leistungen und nochmals Leistungen - darum scheint es zu gehen.

Bei vielen Eltern frage ich mich "geht es euch wirklich um euer Kind oder nur um dessen Leistung?".

Ja - in dem Fall wollte ich an ihrer Stelle auch in Ruhe gelassen werden. Ich käme mir in eine Ecke gedrängt vor. Es ist überall besser, wo einem keine Vorwürfe gemacht macht werden. So sieht sie es.

Wenn du wirklich die Situation ändern willst: würde ich meine eigene Haltung ändern und sofort mit dem Kritisieren und Bestrafen aufhören. Ich würde ihr sagen, dass ich mir Sorgen mache. Aber bitte nicht bloß wegen der Schule. Das lässt sich zur Not auf dem zweiten Bildungsweg nachholen. Ich würde versuchen mir jeden Tag noch so kleine Dinge aufzuschreiben, die positiv von ihr rüber kamen. Vielleicht bleibt am ersten Tag das Blatt leer. Dennoch weiter machen.

Wenn ihr Ratschläge im Sinne von "seid konsequenter" und "setzt mehr Grenzen" bekommen habt, wundert es mich nicht, dass im Grunde nichts klappt.

"Seid verständnisvoller" und "setzt eure eigenen Grenzen" wäre meine Empfehlung.

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Hobbylektorin - "unerzogen" ist eine Lebenseinstellung

Eine andere Möglichkeit sehe ich hier leider nicht, als dass Ihr Euch ans Jugendamt wendet. So wie Du die ganze Sache schilderst, kommt Ihr bei Eurer Tochter alleine nicht mehr weiter. Da ist es doch wohl besser, Ihr holt Euch Hilfe beim Jugendamt, auch wenn Ihr wieder von vorne anfangen müsst.

Hallo, stellt sie irgendwelche Forderungen bzw. möchte sie etwas bestimmtes haben? So ein ähnliches Problem hatte auch meine Freundin mit ihrer Mutter. Und bei ihr war es so, dass die Schule sie zu einem Psychiologen geschickt hat und zu einer Jugendveranstaltung, welche sich einfach nur "Gruppe" nannte. Dort haben sie dann zusammen die Hausaufgaben gemacht, zusammen gekocht und dann auch anschließend zusammen eine "BEratungssitzung" oder so ähnlich gemacht. Sie hat es nicht sehr gemocht, aber es hat auf jeden Fall was gebracht! Aber: fordert sie denn irgendetwas besonderes?

Ihr müsst einfach konsequent sein. Konsequent heißt nicht lieblos. Ihr müsst sie nun mit viel Liebe und EUREN Regeln führen.... wenn sie schreit und schimpft, dann bleibt immer ruhig. Sprecht im ruhigen Ton mit ihr, wenn sie es nicht hört, weil sie schreit, egal, wenn ihr auch schreit hört sie auch nicht hin. Wenn sie ausrastet müsst ihr Kraft tanken.... Streit kostet soviel Energie, leitet eure in Ruhe um. Wenn sie im Zimmer schimpft, macht euch einen Tee und eine gute Zeit... es hat dann bald keinen Wert mehr für sie auszurasten, wenn ihr dann eine gute Zeit habt, denn sie will euch ja in diesem Moment wehtun und treffen, aber egal, nehmt einfach nichts, was sie euch zur Zeit an den Korp brüllt persönlich. Aus irgendeinem Grund befindet sie sich in einem Ausnahmezustand. Hausarrest wirde erteilt und dann auch durchgezogen! Da seid ihr einfach gefordert...nehmt euch abwechselnd Urlaub und bringt sie bis zur Klassenzimmertür und holt sie da auch wieder ab! Zur Not mit den Lehrern bespreche und Übergaben vereinbaren.... wenn sie noch einigermaßen zu handhaben ist, dann braucht ihr das nur einmal machen, das wird ihr zu peinlich sein....droht ihr liebevoll an, dass ihr auch hospitieren könnt, dass heißt während des Unterrichts neben ihr sitzen!!! Egal, ihr bekommt sie in die Schule! Habt sie lieb, wenn sie verzweifelt an euren Verboten dann tröstet sie, ABER WEICHT NICHT AB!!!! Helft ihr, seid für sie da.... wenn sie euch anschreit, was auch immer, z.B.:"Ich wünschte ihr wärd tot! Ich hasse euch!" dann sagt ihr ihr immer ganz ruhig, dass ihr sie aber trotzdem immer lieben werdet.
Zieht alles was ihr sagt auch durch, sie braucht euch und eure Grenzen! Sie ist erst 14! Passt auf sie auf, wenn sie abhaut...sofort Polizei!!!! Schimpft niemals über ihre Freunde!!!! Gebt ihr immer Rückendeckung und denen die sie mag, wenn sie ihr nicht gut tun, dann sagt ihr, dass ihr euch SOrgen um die "armen" Freunde macht!!!! Seid für sie da, hört zu, was ihr wichtig ist.... irgendwann, wenn sie über die Freunde schimpft, dann könnt ihr sagen, dass ihr das auch gesünder fändet, wenn sie sich auf sich selbst konzentriert und nicht all ihre Kraft in Freunde, die ihr nicht gut tun.... aber das nur, wenn sie sich grade über ihre Freunde aufregt und von denen enttäuscht ist!!!! Ihr müsst sie einfach lieben und sie muss das wissen!!!! Und seid da! Helft ihr! Viel Kraft und Glück für euch!!!

...Eine ganz wunderbare Antwort! Kompliment!!!

Dürfen Lehrer Schüler an den Pranger Stellen?

Da Recht.de mir nicht helfen konnte versuche ich es mal hier!

Mein Sohn ist Schulsprecher einer Grund- und Regionalschule in SH heute kam er aus der Schule und war mit den Nerven am Ende.

Hintergrund ist folgender: Letzte Woche hatte mein Sohn ein Gespräch mit dem Rektor, der Konrektorin und den anderen Schulsprechern seiner Schule. Dieses Gespräch wird in regelmäßigen abständen abegehalten weil diese Schule aus zwei Standorten besteht (Haupt und Realschule) und der Rektor wissen möchte was in der Schule insbesondere am anderen Standort vor sich geht. Es kam das Thema Schwänzen auf und mein Sohn hat dem Rektor erzählt, dass an seinem Standort (Realschule) viele Schüler regelmäßig zur 2./3. Kommen und es niemandem auffällt, da nicht ins Klassenbuch eingetragen wird. Ebenso hat er erzählt das regelmäßig schüler eine Stnde zur Tankstelle gehen oder früher die Schule verlassen, unbemerkt natürlich. Die schüler tragen sich dann ein"E" für Entschuldigt ins Klassenbuch hinter den Namen, falls sie mal eingetragen werden und der Lehrer denkt dann, das er selbst es eingetragen hat.

Mein Sohn und auch andere fanden es einfach unfair, das er immer zur schule kommt und andere, drei von fünf tagen unentschuldigt schwänzen und damit durchkommen.

Der Direktor ging dann man nächsten Tag zum anderen Standort und erzählt das er durch meinen Sohn erfahren habe, wie es an dem Standort vor sich geht. Die Lehrer haben wohl ordentlich ärger bekommen, da viele Sauer auf meinen Sohn waren. Der Hammer ist, dass die Lehrer vor die Klassen gehen und sagen, dass mein Sohn alles erzählt hat und die Schüler deswegen ab nächster Woche früher kommen sollen (Rektor hat sich eine neue Regelung ausgedacht). Auh habe eine Lehrerin vor der Klasse gesagt: Hat der irgendwie Defizite udn Wer hat den überhaupt gewählt??

Mein Sohn wurde in der Nächsten Pause von einigen Schülern angepöbelt, beschimpft und tritiert.

Meine frage nun: Kann ich irgendwie gegen die Lehrer vorgehen die meinen Sohn öffentlich an den Pranger stellen, vielleicht im Rahmen einer Dienstaufsichtsbeschwerde?

Vielen Dank im Vorraus

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Sollte Respekt Älteren gegenüber auf Gegenseitigkeit beruhen?

Ich stamme aus einer russischen Familie in der es üblich war/ist, "Respekt" (oder eher Angst) vor älteren zu haben. Soweit so gut, habe ich auch. Ich würde meine Eltern niemals beleidigen, beschimpfen oder ähnliches. Ich begrüße immer ältere Personen, wenn sie an mir vorbei gehen und bin immer Nett zu allgemein älteren Männern. Doch frage ich mich folgendes. Wenn meine Mutter schlecht gelaunt ist... hat sie das Recht (und damit meine ich nicht juristisch, sondern moralisch) mich anzuschreien wegen Kleinigkeiten oder sogar über Sachen, die nicht einmal stimmen!! und wenn ich mich darüber aufrege und selber laut werde ohne aber beleidigend zu werden , dass sie dann sagt, dass ich Respektlos wäre und ich misserzogen wäre? Oder ist es moralisch vertretbar, dass Eltern meinen in jeder Sache immer Recht zu haben? Ich und meine Mutter hatten mal eine Diskusion über einen juristischen Fall, über den ich mich vorher gründlich erkundigt hatte. Und egal wieviele Beweise und Argumentationen ich gebracht habe (und ich hab sogar darauf geachtet, dies alles nett und in angemessener Stimmlage zu sagen), sie hat nicht nachgegeben .. und noch besser! sie meinte sogar ich wäre frech! und sie hätte ja 18 jahre mehr lebenserfahrung als ich und ich hätte keine ahnung. (dabei hatte ich recherchiert und sie ist nicht gerade juristin)

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