Probleme der deutschen gesetzlichen Unfallversicherung?

5 Antworten

Hi lisaxx98,

dann versuch's bitte mal hiermit:

https://unfallversicherungen.com/gesetzliche-unfallversicherung/berufskrankheiten/probleme-in-der-guv/

wie z.B.:

Denn ob ein vorliegendes Krankheitsbild tatsächlich den Anforderungen einer Berufskrankheit entspricht, ist mitunter strittig. Angenommen, ein Lackierer arbeitet bei einem Fahrzeughersteller und nach fünf Jahren wird eine Kontaktallergie gegen ein in den Lacken enthaltenes Lösungsmittel festgestellt. Im Zuge der Untersuchung kommt heraus, dass der Versicherte in seiner Freizeit an Fahrzeugen ebenfalls mit diesen Lacken gearbeitet hat.
Nur ein Beispiel, das zeigt, wie schwierig die Einschätzung zu den Ursachen einer Berufskrankheit ist. Wird die haftungsbegründende Kausalität aus versicherter Tätigkeit und schädigender Wirkung verneint, kommt es meist schnell zu einer Ablehnung. Und auch das Gutachten zur Klärung zwischen schädigender Wirkung und dem Krankheitsbild an sich bietet regelmäßig Angriffsfläche.
Darüber hinaus entzieht sich die Feststellung der objektiven Erwerbsminderung als Grundlage zur Berechnung der Rentenleistung oft den subjektiven Empfindungen der Versicherten. Kurzum – das Feld der Berufskrankheiten ist wie geschaffen für Auseinandersetzungen und Streit zwischen dem UV-Träger und Versicherten.

Gruß siola55

Hoi.

Ebenfalls ein Problem haben die Arbeitgeber oft damit, dass sie für die Wegeunfälle haften müssen.

Kann man im Betrieb/Baustellen/Maschinen mit Präventionsmaßnahmen versuchen die Unfallgefahr zu reduzieren - im Straßenverkehr hat der Unternehmer keinerlei Einflussmöglichkeiten. Er darf dem Arbeitnehmer ja nicht vorschreiben, wie er zur Arbeit kommt(z.B. kein Motorrad im Herbst/Winter) oder welche Schutzmaßnahmen ein Radfahrer ergreifen sollte(Helm, Weste, gutes Licht) - und trotzdem muss er dafür zahlen.

Ciao Loki

Bei der gesetzlichen Unfallversicherung geht es fast ausschließlich um das "Problem" der Abgrenzung zwischen Arbeits- und Wegeunfällen und privaten Unfällen.

Wird der Arbeitsunfall bejaht, gibt es selten Probleme. Die Heilkosten trägt dann die Berufsgenossenschaft. Bei bleibenden Schäden erhält der Verletzte eine BG-Rente. Die ZUSÄTZLICH zu seinem sonstigen Einkommen gezahlt wird.

Ich würde die Lehrer fragen auf welche "Probleme" sie anspielen, die deutsche gesetzliche Unfallversicherung ist ein arbeitgeberfinanziertes Erfolgsmodell über welches sich Arbeitnehmer weltweit freuen würden.

Ein großes Problem ist die Anerkennung von Berufskrankheiten:

https://bund-laender-nrw.verdi.de/++co++1e759c9a-2c5e-11e5-a692-525400248a66

Der Beitrag ist aber auch sehr einseitig.

Sehr viele Berufskrankheitenverdachtsfälle werden auch nicht endgültig als Berufskrankheit anerkannt (bzw. dürfen nicht anerkannt werden), weil die Arbeitnehmer im Beruf mit der belastenden Tätigkeit bleiben wollen oder (z. B. durch entsprechende Präventionsmaßnahmen) bleiben können. Zur Anerkennung aber eine Tätigkeitsaufgabe erforderlich wäre.

@emib5

Die Fragestellerin hat sich ausdrücklich nach den Problemen erkundigt.

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