Problem: Wohnung zur Untermiete

5 Antworten

Der Vermieter muss der Untervermietung zustimmen. Wie viel den Freund für die Wohnung verlangt, ist im Prinzip sein Bier. Wenn er aber einen Gewinn mit dieser Untervermietung macht, dann muss dieser Gewinn in der Steuererklärung auftauchen. (Unter "Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung".)

Man kann den Vertrag so machen, dass der Untermieter eine Kaution stellt, und dass er eine bestimmte Miete zahlt, und zusätzlich noch den Strom, den man dann selber abliest. Mit den Heizkosten ist es etwas schwieriger, weil man da ja normalerweise nur einmal im Jahr eine Abrechnung bekommt.

Zunächst benötigt er für die Untervermietung die Erlaubnis des Vermieters. Hat er diese nicht und der Vermieter kommt dahinter, riskiert er im schlimmsten Fall die fristlose Kündigung wegen einer unberechtigten Gebrauchsüberlassung an Dritte, sowie Schadenersatzforderungen wegen Entziehung der Mietsache durch den Untermieter.

Er trägt nicht nur das Risiko, daß der Untermieter wie wahnsinnig heizt oder Strom verbraucht, sondern er ist weiterhin gegenüber dem Vermieter in vollem Umfang z.B. für Mietrückstände, Beschädigungen usw. haftbar. Als Hauptmieter ist er grundsätzlich nicht daran gehindert einen höheren Mietpreis zu verlangen, da Vertragsfreiheit.

Rechtlich gesehen, sind beide Mietverhältnisse, also zwischen dem Vermieter und Hauptmieter, sowie zwischen Hauptmieter/Vermieter und Untermieter von einander unabhängig.

Als Vermieter braucht er für die Kündigung seines Untermieters einen berechtigten Grund. Falls der Untermieter nicht ausziehen will, muß er Räumungsklage einreichen.

Den Untermietvertrag muß er seinem Vermieter nicht vorlegen, aber von ihm die Erlaubnis zur Untervermietung einholen.

Und das bevor der Untermieter einzieht.

Gegen horrende Verbräuche des Untermieters schützt man sich in dem man monatliche Vorauszahlungen für Nebenkosten vereinbart und 1 x jährlich darüber abrechnet.

So wie es die meisten Vermieter auch machen.

Wie sieht es aus, wenn er wieder in die Wohnung rein will,

Dann kündigt man dem Untermieter fristgerecht wegen Eigenbedarf oder befristet den Vertrag wegen diesem.

der Untermieter zieht aber nicht aus? Hat er da irgendeine Handhabe?

Die selbe wie jeder andere Vermieter auch. Im E-Fall Räumungsklage.

Erstmal muß er vom Vermieter die Genehmigung zur Untervermietung einholen.

Ich persönlich würde gar keinen Vertrag machen und mir das Geld monatlich bar auszahlen lassen. So dass der Untermieter keinerlei Rechte auf eine längere Mietdauer hat und praktisch jederzeit aus der Wohnung "entfernt" werden kann.

So dass der Untermieter keinerlei Rechte auf eine längere Mietdauer hat und praktisch jederzeit aus der Wohnung "entfernt" werden kann.

Irrtum sprach der Igel und stieg von der Bürste.

Sobald der Untermieter eingezogen ist und die erste Miete gezahlt hat, besteht ein Mietvertrag. Und es gilt das Mietrecht in vollem Umfang.

@anitari

OK Danke.

Ich bin jetzt davon ausgegangen, dass man sozusagen einen "monatlichen Mietvertrag" macht, also seine Wohnung nur von Monat zu Monat zur Verfügung stellt. Und das natürlich ohne jeglichen Vertrag. Denn es scheint ja unklar zu sein, wann der Hauptmieter seine Wohnung wieder selbst braucht.

Wenn er die Wohnung gemietet hat, darf er so ohne weiteres nicht untervermieten.

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