Probezeit! Zeit als aushilfe angerechnet?

5 Antworten

Das kannst du mit deinem Arbeitgeber absprechen, jedoch ist es möglich, dass die Probezeit neu beginnt. Mein freund wurde zb. Letztens von Mercedes übernommen (aus einer zeitarbeitsfirma) und nun beginnt seine Probezeit auch neu. Rede mit deinem Arbeitgeber!

Das ist ja auch ein völlig anderer Fall, weil mit Mercedes kein Arbeitsverhältnis bestand in der Zeit, wo er dort als Zeitarbeiter tätig war.

Im Fragefall ist keine (juristisch wirksame) erneute Probezeit erlaubt.

Aber theoretisch ist es ja ein neuer Arbeitsvertrag ^^

Es ist ein neuer Arbeitsvertrag, das ist richtig, aber kein neues Arbeitsverhältnis.

Im Fall der Frage wird das bestehende Arbeitsverhältnis (Minijob) mit einem neuen Arbeitsvertrag als versicherungspflichtiger Teilzeitjob fortgeführt. Und wenn es im Minijob schon eine Probezeit gegeben hat, dann kann der Arbeitgeber zwar eine neue Probezeit vereinbaren (wenn er denn unbedingt will), die ist aber rechtliche völlig bedeutungslos, was die Konsequenzen einer Probezeit betrifft (Kündigungsmöglichkeit mit verkürzter Frist ohne Begründung nach BGB § 622 Abs. 3).

In dem von dir genannten Fall liegt das anders.

Erst wenn der Einsatzbetrieb (Mercedes) einen Zeitarbeitnehmer übernimmt, dann hat der zwar schon bei diesem Betrieb gearbeitet, es bestand aber kein Arbeitsverhältnis zwischen diesem Betrieb und dem Arbeitnehmer. Wenn jetzt bei Übernahme ein Arbeitsverhältnis zwischen beiden geschlossen wird, dann darf der neue Arbeitgeber (Mercedes) eine Probezeit vereinbaren, auch wenn der neue Arbeitnehmer vorher schon als Leiharbeitnehmer dort gearbeitet hat - das ist zwar praktisch nicht nachvollziehbar, aber allgemeine Rechtsauffassung.

Nein, es kann keine neue Probezeit geben. Du hast mit der Firma ja schon einen Arbeitsvertrag. Eine Änderung des Arbeitsvertrags vom Minijob in einen Teilzeitjob rechtfertigt keine neue Probezeit.

Ich hab Dir da mal was zum nachlesen:

http://www.bwr-media.de/lohn-gehalt/4673_minijobs-vollzeitbeschaeftigung-nach-geringfuegiger-beschaeftigung/

vielen dank !! :)

das musst du mit deinem Arbeitgeber besprechen

es geht sowohl als auch

Nein, es gibt kein "sowohl als auch" und muss auch nicht mit dem Arbeitgeber besprochen werden, sondern es kommt auf die gesetzliche Bestimmung an, sofern die Probezeit eine rechtliche Relevanz (Kündigungsmöglichkeit mit verkürzter Frist ohne Begründung) haben soll: BGB § 622 "Kündigungsfristen bei Arbeitsverhältnissen" Abs. 3!

Das legst du mit dem Arbeitgeber im Arbeitsvertrag fest. Es ist nicht immer alles fest vorgeschrieben, wäre ja die Hölle.

Ist es in diesem Fall aber, sofern es um die juristische Wirksamkeit einer Probezeitvereinbarung geht!

Sie ist im Fragefall übrigens nicht erlaubt!

Kommt doch auf den Vertrag drauf an.

Nein, sondern auf die gesetzliche Bestimmung, sofern die Probezeit eine rechtliche Relevanz (Kündigungsmöglichkeit mit verkürzter Frist ohne Begründung) haben soll!

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