Privatwagen geschäftlich genutzt

4 Antworten

Auch bei der Pauschalmethode musst Du aufführen, wieviel KM du betrieblich bedingt gefahren bist. Das heisst, dass du anhand Deiner Kunden / Lieferscheine / Aufträge / Besuchsberichte etc nachweisen musst, wohin Du gefahren bist. Da reicht aber meienr Erfahrung nach auch eine tabellarische Auflistung mit Kunden/Adresse/KM/Auftrags-Nr

Das "ohne EInzelnachweis" bezieht sich darauf, dass Du nicht alle Kosten auflisten musst, die Dir für das Auto angefallen sind.

Alles klar .. danke. Das heißt ich führe auch eine Art Fahrtenbuch, wo ich die Fahrten eintrage und ihren Zweck.

@Gegengift

Ja, wobei Du hier dann nur die Fahrten eintragen musst, die Du dienstlich machst. Es geht hier nur noch darum, dass du glaubhaft belegen kannst, wieviel Du gefahren bist.

Das nennt sich Fahrtenbuch, und es müssen ALLE Fahrten und Kilometer protokolliert werden.

In dem Link sind 2 Möglichkeiten aufgeführt. Deshalb frage ich. Es geht mir um Möglichkeit 2.

Nachweis der tatsächlichen Kosten
Der Anteil der betrieblich durchgeführten Fahrten kann durch ein ordnungsgemäß geführtes Fahrtenbuch ermittelt werden. Die betrieblichen Fahrten werden sodann in Relation gesetzt zur Gesamtfahrleistung bzw. den insgesamt angefallenen tatsächlichen Kosten. Der so ermittelte auf die betrieblichen Fahrten entfallende Anteil an den Kosten kann als Betriebsausgabe in Abzug gebracht werden.

Berechnung anhand von Pauschalwerten
Die Kosten für betriebliche Fahrten mit dem Privatfahrzeug können ohne Einzelnachweis in Höhe von 0,30 Euro pro betrieblich gefahrenem Kilometer als Betriebsausgabe angesetzt werden.

Ein häufiger Fehler. Fahrtenbuch verlangt viel mehr, als eine Fahrtkostenabrechnung.

Für einen Privatwagen braucht man kein Fahrtenbuch!

Das ist aber kein Wahlrecht im Sinne von "ich suche mir hier mal was aus".

Pauschalen dürfen nur dann in Anspruch genommen werden, wenn sie zu keiner unzutreffenden Besteuerung führen. Also die Pauschalen im Vergleich zu den realen Aufwendungen unheimlich hoch sind. Dürfte hier nicht passieren. Bei einem Pkw passen die 30 Cent in aller Regel.

Ist Dein Fahrzeug erst einmal notwendiges Betriebsvermögen, dann würde das für meinen Geschmack das Wahlrecht ausschließen. Gerade bei Kurierfahrern/Lieferanten ist die Wahrscheinlichkeit hoch.

Solltest Du in diese Richtung gehen, also Kurierfahrten, dann möchte ich Dir noch ans Herz legen mit meinem Forumsnamen mal nach dem Themenbereich zu suchen. Da waren einige Fragen, die versuchten die Wirtschaftlichkeit der Branche deutlich zu machen. Guck Dir bitte mehrere Antworten an, da ich zwar ausführliche Antworten schreibe, aber nie mit Konzeptpapier. Es besteht daher immer die Möglichkeit was wichtiges vergessen zu haben.

Eine Pauschale dürfte nicht so entfernt liegen von den tatsächlichen Kosten. Und es ist ein Privat PKW. Also kein notw. Betriebsvermögen. Der Wagen wird in etwa zu 30% betrieblich genutzt. Mit Lieferfahrten beschränken sich auf wenige regionale Kunden. Der Rest geschieht über den Versand (und Fahrten zur Post).

Wer sagt denn, dass es kein Wahlrecht gibt? Warum sollten Pauschalen nur angewendet werden, wenn sie zu keiner unzutreffenden Besteuerung führen? Denn auch eine Pauschale führt zu einer zutreffenden Besteuerung.

Ansonsten dürfte kaum jemand mit einem Mittelklassewagen die km-Pauschale anwenden. Ein Beispiel: Anschaffungskosten 25.000€ (AfA = 5.000€) + Benzinverbrauch von ca. 10€ pro 100km (7 Liter x 1,43€) + Steuer, Versicherung, Reparatur, etc. = ca. 0,50€ (bei einer Fahrleistung von 15.000km). Bei den angenommenen Zahlen handelt es sich um Mittelwerte - also absolut realistisch.

Wenn ich jetzt mit einem solchen KfZ im Jahr eine Dienstreise von z.B. 100km mache, soll ich alle Kosten auflisten müssen und das Finanzamt muss dieses dann prüfen? Ich denke, dass ist etwas sehr unrealistisch.

Die Steuergesetzgebung hat uns dieses Wahlrecht gegeben :-)

@ZwanzigerJahre

Falsch. Da kannst Du rechnen so viel Du willst. Pauschalen stehen immer unter dem Vorbehalt des Gestaltungsmißbrauchs. Habe da auch keine Lust mich auf näher zu äußern. Auch Dein realistischer Wert ist für die Hühner. Weil nämlich viel zu hoch.

Afa falsch einkalkuliert und auch sonst nicht von Sachkunde getrübte Aussage.

Das Problem der unzutreffenden Besteuerung trifft zu, wenn die realen Kosten wesentlich niedriger sind. Außerdem ist die Frage ob es sich um Betriebsvermögen handelt oder nicht.

Versuche mal für einen Kurierfahrer die 30 Cent zu beantragen. Da wird im Amt nur dreimal gelacht und die Rückfrage kommt. Wer nur mal ein paar Kilometer für seinen Chef fährt, da kräht auch kein Hahn danach. Es geht um Fälle, wo Pauschalen zu wesentlich falschen Ergebnissen führen.

@Dirk-D. Hansmann

Bitte stelle keine Behauptungen auf, von denen Du leider keine Ahnung hast. Im Gegensatz zu Dir bin ich fachkundig :-) Was an meiner Aussage soll bitte falsch sein?

  • Pauschalen sind gesetzlich vorgegeben und sind nicht unter Vorbehalt angegeben - sie sind aus Vereinfachungsgründen gewollt.
  • Welcher der angenommenen Werte ist viel zu hoch? Einige/viele Mittelklassewagen kosten 25.000€, ein Kraftstoffverbrauch von 7l ist eher gering angenommen und mit einem Kraftstoffpreis von angenommenen 1,43€ liege ich auch nicht zu hoch...
  • Die AfA ist richtig kalkuliert: Anschaffungskosten / Nutzungsdauer (KfZ = 5 Jahre) = lineare AfA pro Jahr
  • eine unzutreffende Besteuerung ergibt sich nicht aus einer Pauschale. Und ob die realen Kosten höher oder niedriger sind interessiert bei einer Pauschale nicht.
  • Die Frage, ob es sich um Betriebsvermögen handelt ergibt sich nicht: Es handelt sich um einen Privatwagen.

In einer Steuererklärung, wie der Name schon sagt, erkläre ich meine Einnahmen und Ausgaben. Ich stelle beim Finanzamt keinen Antrag!!! Und auch ein Kurierfahrer hat nach dem deutschen Steuerrecht die Möglichkeit, 0,30€ pro betrieblich veranlasstem km anzusetzen (vorausgesetzt es handelt sich um einen Privatwagen). Außerdem müsste es ansonsten eine Grenze für betrieblich veranlasste Fahrten geben und die gibt es nicht - was sind ein paar km für den Chef? 10.000km?

Und bitte bezeichne in Zukunft nicht wieder korrekte Antworten als falsch - Du solltest Dir erst das entsprechende Fachwissen aneignen...

Ganzeinfach: Einfahrtenbuch führen. Genau trennen nach privat und geschäftsfahrten.

Es MÜSSEN ALLE gefahrenen KM angeben werden.

Bei privatfahrten reicht der Eintrag privat.

Bei geschäftsfahrten MUSS jeder angefahrene Kunde und die KM einzeln aufgeführt werden.

Du kannst aber auch die 1% Reglung anwenden. Dann brauchst du kein Fahrtenbuch führen, kannst alle Kosten betrieblich geltend machen. Musst dir aber über den Abschreibungszeitraum jährlich 1 % des NEUPREISES deines Fahrzeuges als Geltwerte Einkünfte zurechnen.

Welche Möglichkeit für dich besser ist, kann dir ein Steuerberater genau ausrechnen.

PS: und nicht vergessen das Autoradio anzumelden. Denn wird ein privat PKW zu geschäftlichen Zwecken genutzt, fählt Rundfunkgebühr an.

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