Privatkaufvertrag erstellt und zum Käufer gesendet. Habe ihm bevor er bezahlt hat gesagt, dass das Produkt doch nicht verkauft werden kann!?

5 Antworten

Ich habe mit Jemanden beschlossen, das wir einen Kaufvertrag machen

Was Du als "Beschluss" darstellst scheint mir bereits ein verbindlicher Kaufvertrag zu sein. Ein gültiges Rechtsgescchäft kommt nämlich nicht durch ein stüclk Papier zustande, sondern durch eine gleichlautende formlose Willenserklärung.

Kunde morgens beim Bäcker: was kostet das Brötchen? Bäcker: ich verkaufes es Ihnen für 30 Ct., Kunde OK, ich nehme das Brötchen für 30 Ct.... Das wars auch schon, damit besteht eine gleichlautende Willenserklärung und ein verbindliches Rechtsgeschäft. Die PApierform bestätigt das ganze nur noch zur Beweisbarkeit.

Das Du ihm das Tablett nun doch nicht mehr verkaufen willst, ist in diesem Fall ein rechtswidriger Rücktritt vom Kaufvertrag, wenn Du ihm das genauso gesagt hast, hat er Anspruch auf Schadensersatz und sei es nur für den Mehraufwand den er nun hat um ein anderes zu Tablet zu finden... Er kann aber auch aus einer Mücke einen Elefanten machen und vorgeben das ihm dadurch ein gewinnbringendes Rechtsgeschäft entgangen ist zu dem er das Tablet benötigt hätte und ohne dem war es ihm in der Zeit nicht möglich das Millionenschwere Geschäft abzuwickeln... Dann schuldest du ihm erstmal den Millionengewinn

Anders wäre es gewesen, Du hättest die Erfüllung des Rechtsgeschäfts wegen höherer Gewalt ausgeschlagen. "Das Tablet ist untergegangen" damit wärst du aus dem Schneider gewesen

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung

Du hast diesen Vertrag unterschrieben an den Käufer gesendet? Dann musst Du ihm das Tablet aushändigen, sobald er bezahlt.

Du schreibst, "ich habe mit jemandem beschlossen...", d.h. es besteht auch schon ein mündlicher Kaufvertrag.

Du kannst den Käufer fragen, ob er auf den Kauf verzichtet, aber rechtlich bist Du an den Vertrag gebunden.

Was soll denn das? Man überlegt sich vorher gründlich, ob man etwas verkauft oder nicht. Wenn ein Kaufvertrag existiert, kann dieser sogar eingeklagt werden. Und der Satz: ...dass eine Sachmängelhaftung nach EU-Recht ausgeschlossen... entbindet Dich nicht davon, dass der Artikel ganuso zu sein hat, wie Du ihn beschrieben hast. Bei Reklamationen kannst Du Dich nicht mit diesem Satz herauswinden. Denn Reklamationen darfst und kannst Du nicht ausschließen.

Ein Kaufvertrag muss nicht schriftlich abgteschlossen wqerden, eine mündliche Absprache ist ein rechtsgültiger Vertrag.

Vertragsabschluss ist hier NICHT die Unterschrift.

OB hier ein Vertrag zustande gekommen ist, wird nicht eindeutig klar.

Der Käufer hat gesagt: "Ich möchte das haben, ich geb dir X Geld!" so viel ist klar. DASwäre im Vertregsrecht ein Angebot".

Der Vertrag kommt zustande, wenn du sagst: "Ja, OK, X Geld ist Gut, du kannst das haben!"

Hast du das nicht so gesagt, sondern "Das machen wir aber schriftlich!" ohne Zusage, also zB "OK, geht in Ordnung, machen wir aber ZUSÄTZLICH schriftlich!"?Der Teil ist der Knackpunkt!

Ich habe mit Jemanden beschlossen, das wir einen Kaufvertrag machen

Ist zu unpräzise.

Wenn der Kaufvertrag beschlossen wurde also verkaufsabsicht und wille festgehalten worden, ist er rechtsgültig.

Wenn du nach deinem Hinweis das du doch nicht verkaufen willst kein Geld erhalten hast, scheint der Käufer ja deine Info erhalten zu haben.

Hättest du Geld erhalten müsstest du auch deinen Teil des Vertrages erfüllen.

Beide Vertragspartner sind zur Erfüllung des Rechtsgeschäfts verpflichtet. Die Frage ist nur, ob hier ein mündlicher KAufvertrag vorliegt oder nicht

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