Privatinsolvenz bekommt der gläubiger seine ganze Forderungen?

5 Antworten

Wenn er alles bekommen würde, wäre das Insolvenzverfahren ja sinnlos. In diesem geht es um die gemeinschaftliche Befriedigung aller Gläubiger unter Verwendung des vorhandenen Vermögens und Einkommens. Es wird also das an die Gläubiger ausgeschüttet (nach Abzug der Kosten), was reinkommt. In seltenen Fällen kommt der Schuldner während des Verfahrens an Geld. Reicht dieses für alle Gläubiger aus, erhält auch jeder die volle angemeldete Forderung. Ansonsten gehen die Gläubiger nach der Restschuldbefreiung leer aus.

Der Gläubiger bekommt in der Regel gar nichts. Der Schuldner bekommt nur das Geld abgezogen, das über den Pfändungsfreibetrag liegt. Dieses Geld wird prozentual an die Gläubiger verteilt.

Wenn nichts über dem Pfändungsfreibetrag liegt (was die Regel ist) wird auch nichts an die Gläubiger verteilt.

https://www.youtube.com/watch?v=DSFiYEwfyOE

Er bekommt nur was, wenn der Schuldner was in den 6 Jahren bezahlt. Und diese Zahlungen werden nach einer Quote auf alle Gläubiger verteilt. Es kann also eine 0 Runde geben. In der Regel muss man sich mit einem Bruchteil zufrieden geben.

Es sei denn, es gab eine Forderung aus einer "vorsätzlich begangenen unerlaubten Handlung" oder einen anderen Grund, die Restschuldbefreiung zu versagen. Dann geht's nach 6 Jahren weiter. Ein Selbstläufer ohne Bedingungen ist das ja nicht.

Wenn man Glück hat, bekommt man alles, wenn man Pech hat, Nichts. Je nach dem, ob der Gläubiger etwas zurückzahlt.

Insolvenz heisst ja genau das: der Schuldner ist zahlungsunfähig, also kriegt der Gläubiger auch nicht mehr als was da ist, zb an pfändbarem Besitz.

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