Pressefreiheit in der DDR

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Nein, gab es nicht, da es noch kein Internet und Blogs gab.

Heute sind Zeitungen kommerziell und verfolgen unternehmerische Ziele, daher sind sie auch nicht unabhängig, wenn man bei Medien überhaupt von Unabhängigkeit reden kann, da jeder Journalist / Redakteur die Ereignisse durch seine eigene "Brille" sieht und Journalismus etwas subjektives ist.

Ich finde die Zeitungen aus Großbritannien am interessantesten, da sie - natürlich nur die seriösen - eine MEINUNGSBILDENDE Politik verfolgen und du innerhalb einer Zeitung diametral verschiedene Meinungen / Standpunkte findest.

Natürlich hast du in der BRD eine Pressefreiheit, es gibt rechte, konservative, liberale und linksalternative und sogar kommunistisch angehauchte Zeitungen. Du findest also das komplette politische Spektrum in Deutschland vor. Aber INNERHALB EINER Zeitung darfst du als Journalist nicht von der "Generallinie" abweichen. Das darfst du nur im Internet in deinem Blog oder deiner eigenen elektronischen Zeitung.

gab es eigentlich in der DDR so eine richtige Pressefreiheit?

Definiere "richtige Pressefreiheit"! Ist das, wenn jede Zeitung alles schreiben darf, vorausgesetzt, es entspricht der Wahrheit; auch dann, wenn es Verlegern, Politikern und Wirtschaftsbossen nicht gefällt?

Falls du das meinst: Die gab und gibt es bisher nirgendwo auf der Welt.

Inoffiziell: Nein, da jeder der etwas falsches geschrieben hat/ sich aufgeführt hat, vom Staat 'ensorgt' wurde.

Ich glaube, du schaust zu viele Horrorfilme, SchokoKuchen. "Entsorgt" wurde in der DDR niemand. Und "entsorgt" wird auch in der Bundesrepublik niemand. Aber mundtot gemacht wurden/werden sie in beiden Staaten.

Und wo du es gerade erwähnst: Ausgerechnet am Tag der Pressefreiheit (das war am 3. Mai) hat die Bundesregierung ein Gesetz zur weiteren Einschränkung der Presse- und Meinungsfreiheit verabschiedet. Die haben mal so richtig Eier in der Hose, oder?! Nicht einmal Putin hat sich bisher an diesem Tag etwas derartiges getraut.

Übrigens beherrschen in Deutschland die 10 Top-Player ca. 98% des gesamten Medien-Marktes, von Zeitungen über Zeitschriften bis zu den Fernsehprogrammen. Effektiv bestimmen also kaum zwei Hände voll Leute, was du denkst, was du hörst, was du im Fernseher siehst, was du in der Zeitung oder in Zeitschriften liest. Und dabei gibt es fast keine Grenzen, solange es der Indoktrination dienlich ist: Von der Kochzeitschrift bis zur "seriösen" Tageszeitung ist das Portfolio breit gestreut und lässt kaum eine Nische aus. Lediglich Szene-Zeitschriften sind hier unterbesetzt; nicht zuletzt, weil die in aller Regel auch nichts Politisches verbreiten...

Nicht ganz grundlos hat "Reporter ohne Grenzen" Deutschland auf Rang 17 in der Pressefreiheit abgestuft. (Allerdings sind die USA noch schlechter dran. Platz 32 ist auch nicht gerade der Brüller für das angeblich freieste Land der Welt, nicht wahr?!)

gibt es da noch etwas zu ergänzen?

In der DDR gab und in der Bundesrepublik gibt es "Richtlinien-Journalismus": Man druckt nur, was gefällt und was sich verkaufen lässt. "Verkaufen" ist dabei in zweierlei Hinsicht zu sehen: Zum Einen als "Text, der durch die Vorgesetzten-Filter geht"; zum Anderen als Druckerzeugnis, mit dem man Geld verdienen kann. In der DDR galt nur die erste Interpretation; in der Bundesrepublik gelten beide.

In beiden Staaten herrscht/e aber auch eine enorme Selbstzensur, zu der Huckebein sich schon ausführlich ausgelassen hat. Schönfärberei und Opportunismus bis hin zur Speichelleckerei ist ebenfalls in beiden Ländern vergleichbar. Allerdings auch hier aus unterschiedlichen Motivationen heraus: Der Ossi-Journalist wollte weiter schreiben können; der Wessi-Journalist muss seine Familie ernähren, und das geht zunehmend nur noch, wenn er noch gefälligere Artikel schreibt, als es sein Mitbewerber längst macht. Dieser "Überbietungswettbewerb in der Unterwürfigkeit" formt die Berichterstattung ganz ohne Zensur-Organe, die Zeitungen auseinander schneiden, schwärzen oder sogar Druckereien schließen lassen (obwohl auch das schon in Ost und West vorgekommen ist).

Was hingegen die fundamentale Freiheit des Wortes betrifft: Während in den Zeitungen und in der Literatur redaktionelle Selbstzüchtigung vorherrschte und gelegentlich auch von außen zensiert wurde, war das freie Wort in den Betrieben heilig: Wer immer irgendwen kritisieren wollte, vom letzten Licht-Ausschalter bis hoch zum höchsten Chef, fand immer ein offenes Ohr und, wenn er Beweise hatte, auch eine helfende Hand. Hier wurde nie nach Person oder Stand unterschieden.

Nur "Kritik am Großen Ganzen" verbat man sich dann doch und setzte im Zweifel bei besonderer Renitenz den Verfassungsschutz (in der DDR war das die Stasi) auf ihn an.

Auf den Punkt gebracht, könnte es so klingen:

Früher durftest du im Osten keine Witze über Politiker machen. Aber über deinen Chef konntest du dich beschweren, bis man ihn versetzte ---- Heute darfst du über Politiker Witze reißen (vorausgesetzt, es stört sie nicht, sonst hagelt es Unterlassungsklagen). Über deinen Chef darfst du allerdings kein Wort mehr verlieren. Selbst ein schlichtes "Oh man, du glaubst es nicht!" in einer Email war schon - gerichtlich bestätigter - Kündigungsgrund.

Viel hat sich also nicht geändert. Nur ein paar Vorzeichen haben sich verschoben.

Eine erstklassige Antwort wider den hiesigen selbstgefälligen Pressefreiheitsmythos.

Die erste Freiheit der Presse besteht darin, kein Gewerbe zu sein.

Karl Marx

Pressefreiheit sah in der DDR so aus:

"Als Zensur wird im deutschen Sprachraum die staatliche Kontrolle und Genehmigung einer geplanten Veröffentlichung verstanden. Der Autor muss das geplante Werk einer Zensurbehörde für die Freigabe zur Veröffentlichung vorlegen.

Die Verfassung der DDR von 1949 formuliert in Artikel 9, Abs.2 Eine Pressezensur findet nicht statt. Die Verfassung des Jahres 1968 erwähnt den Begriff Zensur überhaupt nicht mehr.

In den künstlerisch tätigen Bereichen gab es Abnahmen von Programmen. In der journalistischen Bereichen wurden Anleitungen und Kontrolle durch die SED genutzt. Diese subtilen Formen von Zensur führten zu "der Schere im Kopf": Autoren und Texter versuchten, die Kunstwerke bzw. Texte so zu gestalten, dass sie veröffentlicht werden konnten. Die "Schere im Kopf" der Autoren und Texter war insoweit eine Bremse - und der erste Zensor.

Es hat zu keiner Zeit eine einheitliche Zensurpolitik gegeben: Die Kritikfähigkeit der DDR war zeitlich völlig unterschiedlich. Auch örtlich konnte sie (zur gleichen Zeit) unterschiedlich sein: Was in dem einen Ort veröffentlicht werden durfte, konnte in einem anderen Ort verboten sein. Die Autoren und Texter kannten daher auch keine einheitlichen Regeln - weil es diese nicht gab. Diese subtile Form der Zensur in der DDR macht die eigentliche Wirkung der Zensur aus...

Diese Unberechenbarkeit der Zensur setzte sich bis in die einzelnen Redaktionsstuben fort: Es war wesentlich, ob der Autor ein SED-Mitglied war. Es war wesentlich, ob der Autor erfolgreich war. Es war wesentlich, ob der Autor politische Beziehungen hatte. Alle diese Gesichtspunkte konnten beeinflussen, inwieweit im einzelnen Fall Zensur stattfand."

(ddr-wissen)

Das ist doch die beste Antwort...das ist Echtes selbst erlebtes Wissen!

Checkt das ab,und Lernt!

Können Aktien im absoluten Ernstfall enteignet werden?

Wir gehen mal davon aus, es kommt zum absoluten finanziellen Supergau.

Sämtliche deutsche und europäische Banken fahren an die Wand, die Wirtschaft kollabiert, es kommt zu Massenarbeitslosigkeit...Staaten gehen pleite und können ihren Verbindlichkeiten nicht mehr nachkommen. Dadurch gehen noch mehr Banken pleite...Also eben "Supergau"

Wie wahrscheinlich wäre es dann, dass der Staat Aktien-Besitzer enteignet?

Die Aktien befinden sich ja eigentlich im Sondervermögen der Bank.

Hätte der Staat in so einer Situation Zugriff auf Sondervermmögen?

Oder würden Immobilien und Girokonten noch davor vom Staat einkassiert werden?

Also welche Hürden gibt es?

Und wie wäre das, wenn Banken verstaatlicht werden?

Denn ich sehe in Europa einen immer stärker werdenden Hang zum Sozialismus. Da man schon in Zypern Konten über 100.00€ geschröpft hat, stellt sich mir die Frage, wie weit die EU bzw. auch Deutschland in der nächsten Krise gehen wird. Denn schlussendlich bringt es mir nichts, wenn ich auf das richtige Pferd setze und die richtigen Aktien kaufe, aber diese mir vom Saat schlussendlich weggenommen werden.

Ein Goldverbot gab es ja schonmal. Immobilien wurden nach dem 2. Weltkrieg zwangsbeliehen, was einer Enteignung gleich kam...

Und wir wissen auch, dass die von Staaten selbst erstellten Gesetze schon oft genug übergangen wurden. Mit der Begründung, dass es dem "Gemeinwohl" dienen würde...

Bitte mal eine reelle Einschätzung. Vielleicht kennt sich hier ja Jemand genauer mit den Sicherheitsmechanismen aus, die dort dahinter stehen. Wie wahrscheinlich ist eine Einteignung von Aktien?

Danke für eure Antworten :)

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