Preiserhöhung - nach welchen Regeln und Fristen, etc.?

1 Antwort

Hi olivenheiner,

es ist wirklich schwierig, in Sachen Preiserhöhung derzeit einen hilfreichen Tipp zu geben. Diese Zeit ist wirtschaftlich sehr schwierig - allein, wenn man die Inflation betrachtet, die noch lange nicht an ihrem Ende ist und sich nach und nach auf alle Bereiche auswirkt...von daher ist eine Preiserhöhung in Sachen Dienstleistungen natürlich das Naheliegendste, um als Unternehmer überhaupt unter dem Strich im grünen Bereich zu landen.

Andererseits versuchen die Leute zu sparen, wo es geht, und man kann wirklich nicht absehen, wie groß das Risiko ist, dass sie sich einem günstigeren Dienstleister zuwenden werden, selbst wenn der eine schlechtere Qualität bietet. Dass das im Endeffekt eine Milchmädchen-Rechnung ist, wurde und wird auf breiter Ebene leider noch nicht begriffen.

An deiner Stelle würde ich mich vielleicht mal vortasten und zunächst nur um einen Euro erhöhen. Wobei es natürlich auf deine persönliche Rechnung ankommt, womit du noch einigermaßen fährst. Kann auch sein, dass ein oder zwei Euro Preiserhöhung gehupft wie gesprungen sind und die Reaktion bei beidem gleich ist - entweder wird es akzeptiert oder sie springen so oder so beim Thema Preiserhöhung ab, man kann das unmöglich vorhersagen.

Eine Rolle spielt sicher auch, wie du das verkaufst. Also die Preiserhöhung explizit begründen, so dass es verstanden und nachvollzogen wird. Wenn deine Kunden mit dir zufrieden sind, werden sie es hoffentlich akzeptieren. Garantieren kann man das aber nicht...deshalb gebe ich dir da nicht wirklich einen Rat. Irgendeine Regel, Vorschriften oder so was gibt es jedenfalls nicht, was deine Preisgestaltung betrifft. Mehr als zehn Prozent sollte eine Preiserhöhung vom ursprünglichen Preis jedenfalls nicht betragen, meinem Gefühl nach.

Liebe Grüße und toi toi toi, dass du das Richtige tust!

Vielen Dank infogirl, manchmal hilft es ja schon, sich über ein Problem auszutauschen - sich verstanden fühlt. Auch wenn es kein "echter" Rat ist. Und es gut zu wissen, das es keine besonderen Vorgaben gibt.

Ja genau diese Gedanken spuken mir durch den Kopf und ich ändere immer wieder meine Meinung. Das Thema läßt sich aber auch nicht auf die lange Bank schieben. Die 1 €-Erhöhung wäre ein schöner Kompromiss in der Mitte, die Idee gefällt mir - gerade wegen der Zweifel. Andererseits... . Ich werde meine Leute wohl darauf ansprechen, das meine Versicherung erhöht hat und ich daher auch um 2 € erhöhen muss - und ob das ein Problem wäre. Ggf. biete ich dann die 1 € an - ich brauche ja weiterhin zufriedende Kunden. Und ja, sie sind mit mir zufrieden - zu Weihnachten gab es kleine Geschenke, auch für meine Kinder.... (freu!!!)

Ich habe nach einigem nachdenken und abwägen um 2 € erhöht! Würden sich meine Kunden ersatzweise eine 450 € Kraft einstellen, käme das durch die 23 % zusätzlich noch teuerer und sie hätten Ausgaben, diese Leute zu finden (Inserate, Arbeitsaufwand etc.). Da weiß man dann ja auch nicht, was man kriegt und mit mir ist man dann ja auch sehr zufrieden.

So habe ich auf der Märzrechnung die Preiserhöhung ab 1.4. um 2 €/Std. angekündigt wegen Preisanpassungen der Betriebsversicherungen etc. und es gab nur in einem Fall eine Reaktion - ich sollte nicht mehr so gründlich saubermachen und es gab öfter ein "ach das machen wir dann selber", weil man eben doch knapp bei Kasse ist. Das ist für einen Privathaushalt aber absolut verständlich und ist für mich okay.

Kassendifferenz zahlen?

Hallo, ich arbeite seit ca. 4 Monaten in einer Filiale auf 450 € Basis. Vor ein paar Tagen hatte ich eine Differenz an der Kasse von über 50 €. Und die Woche davor etwas mit 17 €. Mir ist absolut unerklärlich, wie das geschehen sein soll, da ich auch schon mal in einem anderen Betrieb gearbeitet habe ( ca. einundhalb Jahre) und dort nie eine so hohe Differenz hatte. In meinem damaligen Betrieb haben wir immer vor und nach dem Kassieren die Kasse unter Aufsicht eines anderen selbst gezählt. Bei diesem Betrieb wird die Kasse vor Ladenöffnung von der Chefin gezählt. Die Kassierer kommen direkt an die Kasse, ohne sie selbst zu zählen. Bei Schichtende wird die Kasse auch nicht gezählt, sondern erst am nächsten Morgen von der Chefin. Desweiteren melden sich zwar die Kassierer an der Kasse an, aber es ist üblich angemeldet zu bleiben, wenn man die Kasse verlässt. Das ist eigentlich nicht erlaubt, trotzdem machen es alle so. Außerdem kassiert die Ablöse für die Pause auch auf dem angemeldeten Mitarbeiter weiter. Die Kasse wird zwischenzeitlich nicht gezählt. Selbst wenn man seine Schicht beendet, meldet man sich nicht ab. Manchmal kommt es dazu, dass zu viele Kunden auf einmal abgerechnet werden müssen, da wird die Kasse von dem Mitarbeiter, der seine Schicht beendet hat, von jemand anderem genutzt. Natürlich unter dem Namen des vorigen Mitarbeiters. Zwar hat man die Möglichkeit sich abzumelden, aber seine Karte muss man an der Kasse lassen und der Pin für die Anmeldekarte wird auch nicht geheim gehalten, so dass jeder Mitarbeiter sich darunter anmelden kann. Ich finde das schon sehr fragwürdig, denn so hab ich es vorher noch nicht erlebt. So gutgläubig wie ich anfangs war, dachte ich mir, dass man sich halt gegenseitig vertrauen kann. Mittlerweile habe ich ein wenig Stress mit einer Mitarbeiterin die über mir steht und komischerweise habe ich auch ausgerechnet an diesem Tag die 50 € Differenz gehabt. Ähnlich war es mit den 17 €. Da hatte mich diese Mitarbeiterin in meiner Pause kurz abgelöst. Bei den 17 € habe ich auch darauf bestanden, dass sie einen Teil von der Differenz bezahlt, weil sie ja auch an der Kasse war. Dann habe ich deswegen noch Ärger bekommen, denn es könne ja nicht sein, dass jemand in den 15 Minuten so einen Betrag herausgeben würde, da wäre ja schon eher ich diejenige, die den Fehler gemacht hätte. Bei den 50 € frage ich mich auch, wie ich hätte so einen Betrag herausgeben können, denn alle 50er landen bei uns sofort im Abwurf und nicht in der Kasse. Da hätte ich wohl 2mal 20 und einmal 10 euro ausversehen zuviel herausgeben müssen. Ich habe an sich sowieso schon keine Lust dort zu arbeiten, weil ich nicht mal 6 € die Std. bekomme. Und im Übrigen habe ich mir meinen Vertrag nochmal angeschaut und dort steht weder was vom Ausgleichen der Kassendifferen noch Mankogeld. Also ich weiß ehlich nicht, ob das alles so seine Richtigkeit hat.

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