Preis verhandeln beim haus kauf?

5 Antworten

Es stellt sich halt die Frage, ob der Instandhaltungsrückstau nicht schon in dem Kaufpreis berücksichtigt ist. Das kann man aus der Ferne nicht einschätzen.

Ich würde hier einfach mal das ehrliche Gespräch mit dem Makler suchen. Vorab würde ich aber das Haus mit einem Sachverständigen begutachten, der Euch sagt, was konkret saniert werden muss und mit welchen Kosten zu rechnen ist.

Ihr könnt euch einen Gutachter holen, der macht sich ein Bild vom Gesamtzustand der Immobilie inkl. Sanierungsstau und übernimmt die Verhandlungen. Das sind meistens Profis, die Dir ein Vielfaches von dem was sie kosten einsparen können.

Der Knackpunkt ist aber dennoch der Verkäufer, der muss dem natürlich auch zustimmen.

Aber bevor ihr euch zu sehr überschuldet, wäre entweder der Gutachter eine Option oder einfach weitersuchen. Es gibt mehr als nur eine Immobilie auf dem Markt.

Ihr könnt natürlich ein Angebot nach eurer Preisvorstellung abgeben.

Ob der Verkäufer das an nimmt ist eine andere Sache.

Wenn die Rohre komplett neu sollen, macht es Sinn auch über die Elektrik nachzudenken.

Und wenn die Rohre neu müssen wir sieht es denn dann mit der Heizung aus?

Wenn Fenster neu müssen, ist das Haus und Dach denn entsprechend gedämmt?

Wenn das alles gemacht werden muss, ist das Haus nicht mehr als der Rohbau wert.

Ja Heizung und elektrik habe ich vergessen 

es ist ein echt schönes Häuschen und würde die Sanierung und den Stress gerne dafür auf mich nehmen 

@RapunzelInLove

Wenn euch das Haus so viel wert ist...

Bedenkt immer, es ist nur ein Reihenhaus, also eine bessere Eigentumswohnung.

Da fände ich, je nach Grundstück und Ausstattung die 120.000,-€ schon recht teuer. OHNE die ganzen Medernisierungen.

@JollySwgm

Auch für ein Reihenhaus sind 1200 € pro Quadratmeter je nach Lage günstig bis "fast geschenkt". Da ist der Sanierungsbedarf mit Sicherheit schon eingepreist - fragt sich halt, in welchem Umfang.

Sag dem Makler, was dir an dem Haus negativ aufgefallen ist. Überschlag die Kosten für eine entsprechende Instandsetzung bzw. Sanierung. Teile dem Makler mit, du müsstest von zusätzlichen Kosten in Höhe von z. B. 60000,- €  ausgehen.

Der Makler wird dir wahrscheinlich sagen, das diese Instandhaltungs- Sanierungskosten bereits im niedrigen Kaufpreis berücksichtigt wurden.

Teile ihm mit, dass das Haus dann schließlich z. B. 180000,- € kosten würde und dies im Zusammenhang mit dem Baujahr und der Lage kein realistischer Preis wäre.

Sage ihm anschließend, dass man am Preis doch sicherlich noch etwas machen könne und er mit dem Eigentümer sprechen solle.

Wenn das Haus allerdings begehrt ist und sich mehrere Interessenten gemeldet haben, die es kaufen würden, hast du keine Chance und er verkauft das Haus natürlich an eine andere Person.

Gute Idee danke

Teile ihm mit, dass das Haus dann schließlich z. B. 180000,- € kosten würde und dies im Zusammenhang mit dem Baujahr und der Lage kein realistischer Preis wäre.

 

Das kommt aber schon einem Blick in die Kristallkugel gleich, oder?

Woher willst Du denn wissen, dass der Preis nicht realistisch ist?

In der Regel wird vor einem Verkauf der Preis anhand des Verkehrswert- oder Sachwertverfahrens ermittelt. Hier sind dann bauliche Zustände und Mängel bereits im Preis berücksichtigt.

@ChristianLE

Es geht ausschließlich ums Verhandlungsgeschick und um den Einstieg in die Verhandlung. Egal ob der Preis realistisch ist oder nicht.

Ein Verkehrsertgutachten ist doch nur die Basis für die Verkaufsverhandlung.

Wenn es keine weiteren Käufer gibt und der Verkäufer es unbedingt verkaufen will oder vielleicht sogar muss (weil er sich z. B. schon eine andere Immobilie gekauft hat), hast du gute Chancen den Preis zu drücken.

Verhandeln kann man nicht nur, das ist gerade bei sechsstelligen Ausgaben geradezu Pflicht. Selbst wenn man "nur" 3000 Euro rausholt - die muss man erst einmal auf anderem Wege verdienen.

Es wäre sinnvoll, sich die Immobilie mit einem Sachverständigen genau anzusehen, um eine grobe Abschätzung der erforderlichen Sanierungsmaßnahmen und der damit verbundenen Kosten zu bekommen. Lieber nimmt man dafür Geld in die Hand, als nachher böse Überraschungen zu erleben.

Natürlich ist der Immobilienmarkt derzeit nicht gerade ein Käufermarkt. Je länger das Haus schon auf dem Markt ist, desto eher bestehen Erfolgsaussichten für Preisverhandlungen.

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